DDR von A-Z, Band 1969

Nordhausen (1969)

 

 

Siehe auch das Jahr 1956


 

Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Südrand des Harzes nordwestlich der Goldenen Aue, an der Zorge, mit (1967) 42.941 Einwohnern (1950: 39.452); bis 1945 reich an mittelalterlichen Bauten: gotischer Dom (12.–15. Jh.), Blasiuskirche (13. Jh.), Rathaus (1610); vielseitige Industrie: Maschinen, Fahrzeuge, Branntwein, Kautabak, Holzwaren, Beton. 874 als Königspfalz erstmals erwähnt, erhielt N. im 12. Jh. Stadtrecht und wurde 1253 Reichsstadt. 1815 fiel die Stadt an Preußen, 1944 mit dem Reg.-Bez. Erfurt an Thüringen. Im 2. Weltkrieg wurde die Innenstadt fast völlig vernichtet.

 

Literaturangaben

  • Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb.

 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 450


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.