Pionierhaus (1969)
Siehe auch die Jahre 1965 1966 1975 1979
Kurzform für „Haus der jungen Pioniere“. Aus der sehr großen Zahl der meist vom Staate bezahlten Heime der Jungen Pioniere ragen seit 1949 die P. hervor, die es vorwiegend in großen Städten gibt. — Diese 101 Schwerpunkte der kommun. Jugendarbeit (Ende 1966) sind zugleich humanitär und kulturell aufgemachte Schaufenster der „Pioniere“. Es sind Klubhäuser, in denen Kinder — und nicht nur „Pioniere“ — mit Mitteln der Unterhaltung und Belehrung im kommun. Sinne beeinflußt werden. P. enthalten z. B. Kindertheater, Vortragssäle, Werkräume, Räume für Arbeitsgemeinschaften, Büchereien, Lesezimmer, Fernseh-, Film-, Spiel-, Bastelräume u.dgl. mehr. Anders als die (insges. rd. 215) Jugendklubhäuser, die von der FDJ gelenkt werden, sind die P. nur für Kinder (bis zu 14 Jahren) bestimmt. Das P. Dresden wird als Pionierpalast bezeichnet.
Im „Zentralhaus der Jungen Pioniere“ in Berlin-Lichtenberg, das den Namen des sowjet. Raumfahrers German Titow trägt, arbeitet der Lenkungsstab für alle anderen P. (Abt.: Methodik der Pionierarbeit, massenpolit. Arbeit, Pädagogik, Organisation). (Erziehungs- und Bildungswesen)
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 470