DDR von A-Z, Band 1969

Produktionsverhältnisse (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985


 

Begriff aus der Politischen Ökonomie für die „gesellschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen, die zwischen den Menschen im Prozeß der Produktion, des Austausches und der Verteilung der materiellen Güter entstehen“. P. sind abhängig von der jeweils herrschenden Eigentumsform. Als die beiden Hauptformen der P. unterscheidet die Politische Ökonomie die P. des privaten Eigentums an Produktionsmitteln, die durch Ausbeutung sowie das Bestehen von Herrschafts- und Unterordnungsverhältnissen gekennzeichnet sein sollen, und die P. des gesellschaftlichen Eigentums an Produktionsmitteln, als deren Merkmale „Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe“ angegeben werden. Nach dem politökonomischen Dogma entwickeln sich die P. in Abhängigkeit von der Entwicklung der Produktivkräfte, ein Problem, das angesichts des raschen wissenschaftlich-technischen Fortschritts auch die Politökonomen in der DDR beschäftigt.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 500


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.