DDR von A-Z, Band 1969

Sektionen (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1975 1979


 

Im Zuge der Veränderung der gesamten Struktur der Planung und Leitung der Ausbildung, sozialistischen Erziehung und Forschung im Hochschulwesen sollen, entsprechend den „Prinzipien zur weiteren Entwicklung der Lehre und Forschung an den Hochschulen der DDR“, S. gebildet werden. Die S. wird verstanden als die „komplexe Zusammenfassung von Grundlagenforschung, angewandter Forschung und technisch-ökonomischer Anwendung der Forschungsergebnisse“. Bei der Bildung von S. geht man von den Schwerpunkten der Lehre und Forschung aus. Die durch die Bildung der S. entstehenden „Arbeitskollektive“ können Fakultätsgrenzen überschreiten. Die Schaffung von S. bedingt auch eine Neubestimmung der Aufgaben und Stellung der Institute und Fakultätsräte an den Universitäten und Hochschulen, die auf der IV. Hochschulkonferenz (2. u. 3. 2. 1967) in Ost-Berlin diskutiert wurden. Die Gründung der S. für Erdöl und Erdgas an der Bergakademie Freiberg, der sieben Institute aus drei Fakultäten angehören, bozeichnete Ulbricht in seinem Referat „Probleme des Perspektivplanes bis 1970“ auf der 11. Tagung des ZK der SED (Doz. 1965) als „interessantes Beispiel“ für die notwendigen Änderungen in Lehre, Forschung, Leitung und Organisation der Universitäten und Hochschulen. (Hochschulen, Erziehungs- und Bildungswesen, Forschung)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 557


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.