DDR von A-Z, Band 1969

Sportarzt (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979


 

[S. 595]Eine spezielle sportärztl. Ausbildung ist frühzeitig eingeleitet worden, blieb jedoch formal unvollständig geregelt. Ein „Facharzt für Sportmedizin“ wurde erst 1963 eingeführt; der Ausbildungsgang ist dem in der SU nachgebildet: die vierjährige Facharztausbildung folgt einem detaillierten Studienplan; ihr Zentrum ist das „Institut für Sportmedizin“. Weitere Spezialisierung (Sporttraumatologe, Sportkardiologe usf.) in Lehrgängen schließt sich an. Die Zahl der S. soll auf 350 gebracht werden und später auf 700 steigen. Schwerpunkte der Tätigkeit sind Sportärztliche Beratungs- und Hauptberatungsstellen (Dispensaire). Seit Sept. 1963 sind die S. in einem „Sportmedizinischen Dienst“ zusammengefaßt, der dem Staatl. Komitee für Körperkultur und Sport untersteht und dem Einfluß des Ministeriums für Gesundheitswesen entzogen ist; dieses hat jedoch weiterhin Arbeitseinrichtungen und Personal bereitzustellen. (Gesundheitswesen)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 595


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.