DDR von A-Z, Band 1969

Staatliches Filmarchiv (1969)

 

 

Siehe auch:


 

Errichtet am 1. 10. 1955, nachdem im Jahr davor die Übergabe der 1945 von der SU beschlagnahmten Bestände des ehemaligen Reichsfilmarchivs eingeleitet worden war. Das StF. sollte nach seinem Statut „die bedeutendsten Filme der westdeutschen und internationalen Produktion erwerben und konservieren“, erhält aber außerdem eine Kopie jedes drüben hergestellten Films. Mit etwa 8.000 Spiel- und über 30.000 Dokumentar- und Kurzfilmen ist das StF. heute [S. 597]eines der größten Filmarchive der Welt. Es kauft jährlich bis zu 500 Filme an, konserviert alte Nitrofilme unter erheblichem Aufwand durch Umkopierung, sammelt aber auch Fachliteratur, Drehbücher, Dekorationsentwürfe, Plakate, Filmprogramme, ältere Filmgeräte und alles sonstige filmgeschichtliche Material. Verwertet wird das Filmmaterial u.a. in Dokumentarfilmen der DEFA (z. B. „Du und mancher Kamerad“), ferner auch durch Vorführung in geschlossenen Veranstaltungen der Filmklubs (ca. 120) und in dem zu diesem Zweck gegründeten Filmtheater „Camera“ in Ost-Berlin. Das StF. untersteht der Hauptverwaltung Film im Ministerium für Kultur und beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. (Filmwesen)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 596–597


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.