Volkssolidarität (1969)
Siehe auch:
- Volkssolidarität (VS): 1985
Organisation der nicht unmittelbar staatlichen zentralen Wohlfahrtspflege, wurde Oktober 1945 von den Parteien und dem FDGB gegründet. Nach Ausbau der Sozialfürsorge war ihre Bedeutung zurückgegangen. Nach ihrer Satzung vom 26. 4. 1953 ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als Aufgabe werden darin an erster Stelle genannt „die Aufklärungsarbeit der Volkshelfer im Rahmen der Nationalen Front“ und die Einziehung der Beiträge. Ferner werden Solidaritätsaktionen „zur Verstärkung des Kampfes um den Frieden und die Einheit Deutschlands“ aufgeführt. Dann erst folgt die soziale Betreuung.
Nach dem „Statistischen Jahrbuch der DDR, 1968“ (S. 583) hatte im Jahre 1967 die V. 1.590.859 Mitglieder und Freunde und verfügte über 111.667 Volkshelfer (ehrenamtliche Mitglieder). Die Zahl der Ortsgruppen betrug 9.041. In demselben Jahr wurden 61.122 „politisch-kulturelle“ Veranstaltungen durchgeführt, die etwa 6,6 Mill. Besucher hatten. Die Zahl der Veteranenklubs betrug 283. Etwa 7,7 Mill. Stunden wurden für Hilfeleistungen durch Hauswirtschaftspflegerinnen und in Nachbarschaftshilfe geleistet. 431.000 M wurden für nationale und internationale Solidaritätsaktionen und 24.601.000 M für die soziale und kulturelle Betreuung von Veteranen ausgegeben.
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 688