Herausgeberin und Herausgeber
des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025
Claudia C. Gatzka
Dr. phil., geb. 1985 in Leipzig. 2004 bis 2011 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte, Politikwissenschaft und Europäischen Ethnologie, 2016 Promotion in Neuester Geschichte. 2011 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dort seit 2020 akademische Rätin auf Zeit. Veröffentlichungen u. a.: Demokratie und Diktatur. Geschichte und Gegenwart einer Grenzziehung, Hamburg 2025; Mithg.: Ankunft im Nirgends? Wege zu einer neuen Geschichte der Bundesrepublik, Frankfurt 2025; Mithg.: Rechtsextremismus nach 1945 (= Archiv für Sozialgeschichte 63), Bonn 2023; Die Demokratie der Wähler. Stadtgesellschaft und politische Kommunikation in Italien und der Bundesrepublik, 1944–1979, Düsseldorf 2019; »Political education and electoral politics: Communists and Catholics as teachers of democracy in early postwar Italy«, in: European Review of History 29 (2022), H. 6, S. 884–906; »Der ›neue Mensch‹ auf ausgetrampelten Pfaden. Kommunistische Bewährung und politischer Massenmarkt im postfaschistischen Italien«, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2012, S. 145–157. Gastherausgeberin des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025
Dominik Rigoll
Dr. phil., geb. 1975 in Pirmasens. 1996 bis 2004 Studium der Geschichte, Politologie und französischen Sprachwissenschaft in Saarbrücken, Bordeaux und Berlin, 2010 Promotion an der Freien Universität Berlin. Seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Veröffentlichungen u. a.: »Fünf Möglichkeiten, den Radikalenbeschluss zu historisieren. Oder warum die Bundesrepublik keine Erfolgsgeschichte haben kann«, in: Edgar Wolfrum (Hg.): Verfassungsfeinde im Land? Baden-Württemberg, 68 und der ›Radikalenerlass‹ (1968–2018), Göttingen 2022, S. 530–561; »Ambivalenzen des Antikommunismus. Von der Niederschlagung der Pariser Kommune zum Vernichtungskrieg gegen den ›jüdischen Bolschewismus‹«, in: Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Stasi-Unterlagen (Hg.): »Ein Gespenst geht um in Europa ...« Der Kommunismus im 20. Jahrhundert, Schwerin 2018, S. 101–121; »Antikommunismus vor 1917? Eine Skizze«, in: Norbert Frei/Dominik Rigoll (Hg.): Der Antikommunismus in seiner Epoche. Weltanschauung und Politik in Deutschland, Europa und den USA, Göttingen 2017, S. 32–48; Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr, Göttingen 2013. Gastherausgeber des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025
Ulrich Mählert
Dr. phil., geb. 1968 in Neckarsulm. 1987 bis 1992 Studium der Politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik, 1994 Promotion zur Geschichte der Freien Deutschen Jugend und bis 1998 Mitarbeiter eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Mannheim zur Geschichte der Parteisäuberungen im Kommunismus. 1998/99 Konzeption und Realisation »Geschichtsforum 1949 – 1989 – 1999. Getrennte Vergangenheit – gemeinsame Geschichte« vom 28. bis 30. Mai 1999 im Preußischen Landtag und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1999 Mitarbeiter bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, bis 2020 Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft, steht Mählert seitdem dem Arbeitsbereich Jahresausstellungen und Kommunismusgeschichte vor. Leitender Herausgeber des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung sowie Initiator und Redakteur der Website www.kommunismusgeschichte.de. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der DDR sowie zur Geschichte des deutschen und internationalen Kommunismus.
Autorinnen und Autoren
des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025
Jörg Arnold
PD Dr., geb. 1973 in Eschwege. Lecturer in Contemporary History an der University of Nottingham und Privatdozent an der Universität Tübingen. Studium der Geschichte, Englischen Philologie und Pädagogik an den Universitäten Göttingen, Edinburgh, Southampton und Heidelberg. 2007 Promotion in Moderner Geschichte an der University of Southampton, 2024 Habilitation mit Venia Legendi für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Tübingen. 2019 bis 2021 Marie Curie Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Forschungsschwerpunkte: Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung, (Nach)-Geschichte des Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieges, Geschlechtergeschichte, Stadtgeschichte. Wichtigste Veröffentlichungen: The British Miner in the Age of De-Industrialization: A Political and Cultural History, Oxford 2023; The Allied Air War and Urban Memory: The Legacy of Strategic Bombing in Germany, Cambridge 2011 (Tb. 2016).
Fiammetta Balestracci
PD Dr. phil., geb. 1972 in Turin. 1991 bis 1997 Studium der Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Neuere und Neueste Geschichte, 2003 Promotion zur Geschichte der europäischen Gesellschaft an der Universität Mailand über die Revolutionsräte auf dem preußischen Land zwischen 1918 und 1920. Seit 2003 Arbeit in unterschiedlichen europäischen Institutionen, wie dem Italienisch-deutschen historischen Institut in Trient, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Queen Mary University of London, dem Deutschen Historischen Institut London, der Ludwig-Maximilian-Universität München und der Universität von Turin. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: The Seventies in Europe. An Era of Value Change, London 2024; Hg.: Donne comuniste nell’Italia del Novecento. Partito, società e identità di genere, Roma 2024; L’Aids in Italia (1982–1996). Istituzioni, società e media, Florenz 2022 (mit Enrico Landoni); La sessualità degli italiani. Politiche, consumi e culture dal 1945 ad oggi, Roma 2020; Mithg.: LʼItalia degli anni Settanta in Italia. Narrazioni e interpretazioni a confronto, Soveria Mannelli 2019; La Prussia tra reazione e rivoluzione 1918–1920, Turin 2004.
Corinna Bittner
Geb. 1991 in Freiburg im Breisgau. 2011 bis 2020 Studium der Geschichte, Anglistik und Public History, 2020 bis 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln und beim Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager. Seit 2022 Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und der Mercator-Stiftung mit einem Dissertationsprojekt zu Überlebenden der Emslandlager.
Paolo Capuzzo
Prof. Dr. für Zeitgeschichte an der Universität Bologna. 1995 Promotion an der Universität von Perugia, danach als Postdoc an den Universitäten von Leicester und Bologna, Forschungsstipendiat an der Universität Brüssel, der Technischen Universität Berlin und dem Deutschen Museum München. Als Dozent an den Universitäten von Tours, Barcelona, Bielefeld sowie an der Duke University in Durham, NC. Forschungsschwerpunkte: die Geschichte der materiellen Kulturen und des Konsums sowie die Geschichte des italienischen und internationalen Kommunismus. Mitglied der Redaktionsausschüsse verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften wie Contemporanea, Studi Culturali und Psiche. Derzeit Vorsitzender der Gramsci-Stiftung Emilia-Romagna. Jüngste Veröffentlichungen über die Geschichte des Kommunismus: Mithg.: Il comunismo in una regione sola? Prospettiva di storia del Pci in Emilia Romagna (mit Luca Baldissara), Bologna 2023; Mithg.: The Comintern and the Global South, London 2022 (mit Anne Garland Mahler); Mithg.: Gramsci nel movimento comunista internazionale, Roma 2019 (mit Silvio Pons).
Lea Fink
M.A., geb. 1989 in Freiburg im Breisgau. 2009 bis 2016 Studium der Philosophie und Geschichte in Freiburg und Berlin (2010 bis 2012 Mitarbeit am Philosophischen Seminar Freiburg, 2014/2015 Leiterin eines Projekttutoriums an der Humboldt-Universität zu Berlin), seit 2020 Promotion zur Geschichte des Metaphysik-Begriffs der Kritischen Theorie, 2022 freie Mitarbeit an der Gedenkstätte Plötzensee, seit 2023 Mitarbeiterin der Gedenkstätte Ravensbrück. Veröffentlichungen u. a.: »Orte des Gedenkens. Überlegungen zur Geschichtsschreibung bei Walter Benjamin, Paul Celan und Claude Lanzmann«, in: Andreas Pilger/Robin Richterich (Hg.): Umkämpft, verhandelt, ausgegrenzt: Dissonantes Erinnern an den Nationalsozialismus und seine Folgen, Frankfurt/New York 2023, S. 101–120; »1923 – Kritik des Marxismus. Geschichte, Utopie und Metaphysik bei Walter Benjamin, Ernst Bloch und Georg Lukács«, in: Jaro Ehlers u. a. (Hg.): Subjekt und Befreiung. Beiträge zur kritischen Theorie, Berlin 2022, S. 137–158; »Geheime Verabredung oder treibende Latenz? Geschichtsschreibung bei Ernst Bloch und Walter Benjamin«, in: Bildbruch. Beobachtungen an Metaphern (2022), H. 3, S. 125–136; »Von abstrakter Utopie zum Transzendieren ohne Transzendenz. Blochs früher Metaphysik-Begriff zwischen Religion und Materialismus«, in: Ansgar Martins u. a. (Hg.): Ultima Philosophia. Zur Transformation von Metaphysik nach Adorno, Berlin 2020, S. 59–78.
Pablo Gil Valero
Master, geb. 2000 in Barcelona. Studium der Geschichte an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne von 2018 bis 2021. Master of Contemporary History of Western Societes an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne von 2021 bis 2023, Centre dʼhistoire sociale (CHS). Masterarbeit mit dem Titel »›Camarada Caralt‹. Itinéraire de lʼengagement antifranquiste de Jordi Solé Tura (1956–1975)« (Gutachten von Paul Boulland [CNRS-CHS] und Charlotte Vorms [Paris 1-CHS]). Forschungsschwerpunkte: Sozialgeschichte des zeitgenössischen Spanien und Katalonien, der politische und intellektuelle Widerstand gegen den Franquismus, das politische Exil sowie die Geschichte des Kommunismus.
Thorsten Holzhauser
Dr. phil., geb. 1985 in Kaiserslautern. 2005 bis 2012 Studium der Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Mainz, 2018 Promotion. Von 2013 bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Mainz, 2017 Fellow an der University of Glasgow, seit 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart. Veröffentlichungen u. a.: Demokratie, Nation, Belastung. Kollaboration und NS-Belastung als Nachkriegsdiskurs in Frankreich, Österreich und Westdeutschland (= Historische Zeitschrift, Beihefte, Bd. 80), Berlin 2022; Mithg.: Parteien in der »Krise«. Wandel der Parteiendemokratie in den 1980er- und 1990er-Jahren (= Zeitgeschichte im Gespräch, Bd. 33), Berlin 2021 (mit Felix Lieb); Die »Nachfolgepartei«. Die Integration der PDS in das politische System der Bundesrepublik Deutschland 1990–2005 (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 122), Berlin 2019 (Paperback 2021).
Harm Kaal
Prof. Dr., geb. 1977. Studium der Geschichte und 2008 Promotion in Amsterdam. Seit 2023 Professor für Applied History an der Radboud Universiteit Nijmegen (RU), zuvor Associate Professor an der RU und Assistant Professor an der Vrije Universiteit Amsterdam. Aufenthalte als Gastwissenschaftler an der University of Cambridge und am Institute of Historical Research (London). Veröffentlichungen u. a.: »Boundary disputes. New approaches to the interaction between sport and politics in the postwar years«, in: Journal of Modern European History 19 (2021), H. 3, S. 362–379; New Perspectives on Power and Political Representation from Ancient History to the Present Day. Repertoires of Representation, Leiden/Boston 2019 (mit Daniëlle Slootjes); »The voice of the people. Communicative practices of popular political engagement in the Netherlands, 1950s–1960s«, in: Archiv für Sozialgeschichte 58 (2018), S. 183–200; »Popular Politicians: The Interaction between Politics and Popular Culture in the Netherlands, 1950s–1980s«, in: Cultural & Social History 15 (2018), H. 4, S. 595–616.
Mario Keßler
Prof. Dr., geb. 1955 in Jena. Promotion 1982 in Leipzig, Habilitation 1990 an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin. Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, an dem er bis 2021 arbeitete. Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam, zahlreiche Gastprofessuren, darunter mehrmals an der Yeshiva University, New York. Wichtigste Arbeitsgebiete: Historische Kommunismusforschung, moderner Antisemitismus in Europa, Historiografie-Geschichte. Autor zahlreicher Bücher, zuletzt: Flucht in Ketten, Sehnsucht hinter Mauern. Essays zur Geschichte, Politik und Kultur, Berlin 2024; Für unsere und eure Freiheit. Beiträge zur angewandten Aufklärung, Berlin 2022; Sozialisten gegen Antisemitismus. Zur Judenfeindschaft und ihrer Bekämpfung (1848–1939), Hamburg 2022. Als Hg.: Leo Trotzki oder: Sozialismus gegen Antisemitismus, Berlin 2022; Transatlantic Radicalism. Socialist and Anarchist Exchanges in the 19th and 20th Centuries, Liverpool 2021 (Pb 2024) (mit Frank Jacob).
Till Kössler
Prof. Dr., geb. 1970. Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Brandspuren. Das vereinte Deutschland und die rechte Gewalt der frühen 1990er-Jahre, Bonn 2023 (mit Janosch Steuwer); »Moulding Democratic Citizens: Democracy and Education in Modern European History – An Introduction«, in: European Review of History/Revue européenne d’histoire 29 (2022), H. 6, S. 859–882 (mit Phillip Wagner); Mithg.: Vererbung oder Umwelt? Ungleichheit zwischen Natur und Gesellschaft seit 1945, Göttingen 2016 (mit Constantin Goschler); Mithg.: Obsession der Gegenwart. Zeit im 20. Jahrhundert (= Geschichte und Gesellschaft Sonderheft 25), Göttingen 2015 (mit Alexander C. T. Geppert); Abschied von der Revolution. Kommunisten und Gesellschaft in Westdeutschland, 1945–1968 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 143), Düsseldorf 2005.
Philipp Kufferath
Dr. phil., geb. 1980 in Bonn. 2001 bis 2009 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Georg-August-Universität Göttingen. 2016 Promotion in Göttingen mit einer biografischen Studie, die 2016 mit dem Christian-Gottlob-Heyne-Preis und 2018 mit dem Preis für niedersächsische Landesgeschichte ausgezeichnet wurde. 2016 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Seit 2017 Referent im Referat Public History der Friedrich-Ebert-Stiftung und geschäftsführender Herausgeber des Archivs für Sozialgeschichte (AfS). Veröffentlichungen u. a.: Geschichte der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Bonn 2019 (mit Jürgen Mittag); Peter von Oertzen (1924–2008). Eine politische und intellektuelle Biografie, Göttingen 2017 (engl. Übersetzung, gefördert durch Geisteswissenschaften International, erscheint 2025).
Benet Lehmann
M. A., geb. 1997 in Hamburg. 2015 bis 2021 Studium der Geschichtswissenschaften, Englisch und Kunstgeschichte in Hamburg, Berlin und Jerusalem, seit 2022 Promotionsvorhaben zu Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg und ihrer geschichtskulturellen Bedeutung an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2022 Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung. Veröffentlichungen: Esthers Spuren. Die Geschichte der Shoah-Überlebenden Esther Bejarano und der Kampf gegen Rechtsextremismus, Göttingen 2024; »Ukrainekrieg und Zeitenwende. Wider die Nationalisierung des Gedenkens«, in: Blätter für deutsche und internationale Politik (Februar 2023), S. 49–52; Mitarbeit für verschiedene Zeitungen und Magazine.
Sonja Levsen
Prof. Dr., geb. 1976. Professorin für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Tübingen. 1995 bis 2000 Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft in Tübingen, 2004 Promotion in Tübingen im SFB 437 Kriegserfahrungen; 2017 Habilitation an der Universität Freiburg; 2022 bis 2023 Professorin für Neueste Geschichte an der Universität Trier, seit 2023 Professorin in Tübingen. Jüngere Veröffentlichungen: »Zwischen Konformität und Konflikt. Die westdeutsche Gesellschaft 1953«, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 73 (2023), H. 20/21, S. 23–28; Mithg.: »Beyond Transnationalism. Mapping the Contours of Political Activism in Europe's Long 1970s«, Special Issue, European Review of History/Revue européenne dʼhistoire 29 (2022), H. 3 (mit Kiran Patel); »Sexualität und Politik um 1968 – eine transnationale Geschichte?«, in: Journal of Modern European History 17 (2019), H. 1, S. 98–115; Autorität und Demokratie. Eine Geschichte des Erziehungswandels in Westdeutschland und Frankreich, 1945–1975, Göttingen 2019.
Teresa Malice
Dr. phil., geb. 1989. Zwischen 2008 und 2013 Studium der Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität von Bologna, sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin (2012); 2019 italienisch-deutsche Promotion an den Universitäten Bologna und Bielefeld (cotutelle) sowie an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology; 2018 Fellow am Department for Global Studies der Aarhus Universiteit in Dänemark. Seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) am Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld; 2021 Senior Fellow am Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München. Veröffentlichungen u. a.: Transnational Imaginations of Socialism. Town Twinning and Local Government in »Red« Italy and the GDR, Berlin/Boston 2023. Außerdem Autorin mehrerer Beiträge und Aufsätze zur Geschichte des Kommunismus in der Emilia-Romagna, Italien, und der DDR während des Kalten Krieges, darunter auch zu Geschlechteraspekten. In Vorbereitung: zwei Beiträge zu (Frauen-)Tagebüchern in emotionsgeschichtlicher Perspektive für das European Journal of Life Writing
Julian Mischi
Dr. Forschungsdirektor für Soziologie am INRAE (lʼInstitut national de recherche pour lʼagriculture, lʼalimentation et lʼenvironnement), Mitglied des IRISSO (Institut de recherche interdisciplinaire en sciences sociales – l’université Paris Dauphine-PSL). Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte der Kommunistischen Partei Frankreichs: Le Parti des communistes. Histoire du PCF de 1920 à nos jours, Marseille 2020 ; Le Communisme désarmé. Le PCF et les classes populaires depuis les années 1970, Marseille 2014; Servir la classe ouvrière. Sociabilités militantes au PCF, Rennes 2010. Außerdem in englischer Sprache: »Working-class politics and cultural capital: Considerations from transformations of the French left«, in: The Sociological Review 67 (2019), H. 5, S. 1034–1049; »The French Communist Party and the working classes (1920s–1970s): A perspective from local activism«, in: French Politics 10 (2012), H. 2, S. 160–180.
Yves Müller
M. A., geb. 1982 in Berlin. 2004 bis 2010 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Politikwissenschaft und der Gender Studies, 2023 Promotion. 2015 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg, 2019 bis 2022 Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, seit 2023 Referent am Institut für Landesgeschichte/Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Veröffentlichungen: »Herbert Böhme (1907–1971). ›SA-Lyriker‹ und Netzwerker der ›nationalen Opposition‹«, in: Gideon Botsch/Christoph Kopke/Karsten Wilke (Hg.): Rechtsextrem: Biografien nach 1945, Berlin/Boston 2023, S. 75–95; »Die DDR hat’s nie gegeben«. Leerstellen in der aktuellen Erinnerungsdebatte, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 76 (September 2022), H. 880, S. 27–41 (mit Norman Aselmeyer und Stefan Jehne). Mithg. von Schwerpunktheften bei Arbeit – Bewegung – Geschichte und Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
Raquel Varela
Prof. Dr. Sozialhistorikerin auf dem Gebiet der globalen Arbeitsgeschichte. Assistenzprofessorin mit Habilitation an der Fakultät für Sozial- und Geisteswissenschaften (FCSH) der Universidade Nova de Lisboa (Abteilung für Bildung und allgemeine Ausbildung). Mitglied der FCSH-Arbeitsgemeinschaft »Geschichte, Territorium und Gemeinschaften«. Vorsitzende der Beobachtungsstelle für »Lebens- und Arbeitsbedingungen« und Koordinatorin von Social Data/Nova Sustainability. Zusammenarbeit mit dem Centre for Global Studies der Universidade Aberta (Open University). Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Revolutionen und der Arbeiterbewegung, der globalen Soziologie der Arbeit sowie einer globalen Perspektive auf Bildung und Arbeit. Veröffentlichungen: O Canto do Melro, Lisboa 2024 (über das Leben des revolutionären Priesters José Martins Júnior); Utopia (Graphic Novel mit Robson Vilalba), Lisboa 2024, A People's History of the Portuguese Revolution, London 2019; Breve História da Europa, Lisboa 2018. Außerdem Autorin von Essays zu Themen wie Arbeit und Alltag, Internationalismus, Bildung und Emanzipation sowie Lebensbedingungen im Kapitalismus.
Johanna Wolf
Dr. phil. Studium der Kulturwissenschaften und Musikwissenschaft an der Universität Leipzig. 2017 Promotion in Global Studies an der Universität Leipzig, ausgezeichnet mit dem Walter-Markov-Preis. Seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main, 2020 bis 2021 DFG-Research Fellow am International Institute of Social History in Amsterdam. Veröffentlichungen u. a.: Gender Pay Gap: Vom Wert und Unwert von Arbeit, Bonn 2023 (mit Wiebke Wiede und Rainer Fattmann); Assurances of Friendship: transnationale Wege von Metallgewerkschaftern in der Schiffbauindustrie, 1950–1980, Göttingen 2018. Aktuell Arbeit an einer Publikation zur Arbeitsrechtsgeschichte aus globaler Perspektive (mit Rebecca Zahn).