...

 

BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR

Kretschmann, Kurt

* 2.3.1914 – ✝ 20.1.2007

Geb. in Berlin; Vater Arbeiter; Volksschule; 1928 – 31 Zuschneiderlehre; anschl. bis 1933 im Beruf tätig; Vegetarier u. Pazifist; 1933 – 40 Gelegenheitsarbeiten, Wanderungen durch Dtl., die Schweiz u. Oberitalien; ab 1937 unter Aufsicht der Gestapo; 1940 Verweigerung der Arbeit in einer Munitionsfabrik, Arbeitsverpflichtung auf einem Flugplatz; 1941 – 45 Kriegsteiln. an der Ostfront; Jan. 1945 während eines Heimaturlaubs desertiert; Mai bis Aug. 1945 sowj. Gefangenschaft in Landsberg (Warthe),…

Wer war wer in der DDR

Kreuer, Götz

* 24.1.1940

Geb. in Friedersdorf (heute Polen); Vater Arbeiter; Grund- u. Oberschule, Abitur: 1958 / 59 NVA; 1960 – 63 Studium der Betriebswirtschaft an der WPU Rostock, Dipl.-Ing.; 1963 – 67 Sachbearb. bei der Dt. Notenbank, Bezirksdir. Rostock; 1968 SED; 1967 – 81 Referent, Hauptreferent, Abt.-Ltr., stellv. bzw. 1. Stellv. des Vors. des Wirtschaftsrats des Bez. Rostock; 1981 – 85 Ltr. des VEB Jugendmode Rostock; 1986 – 90 Abg. des Bezirkstags Rostock; 1984 / 85 Studium an der SED-BPS Rostock; 1986 – 89…

Wer war wer in der DDR

Krjenc, Kurt (Kurt Krenz)

* 7.7.1907 – ✝ 28.11.1978

Geb. in Malschwitz (Krs. Bautzen); Vater Steinbrucharb.; Volksschule; 1922 – 25 Ausbildung zum Porzellandreher; 1923 KPD; 1925 – 33 Steinarb., Speller u. Maschinenschläger in Steinbrüchen u. Granitwerken; 1927 – 33 Vors. einer KPD-Ortsgr.; 1933 illeg. Tätigkeit; Mai – Nov. 1933 »Schutzhaft« im Lager Kupferhammer Bautzen u. KZ Hohnstein; 1934 – 39 Maschinenschläger in Pließkowitz; 1939 – 45 Wehrmacht, Fw.; Mai-Sept 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft. 1945/46 KPD/SED; 1945 Arbeitsgebietsltr. der…

Wer war wer in der DDR

Kröber, Leander

* 21.8.1902 – ✝ 9.6.1980

Geb. in Schnauderhainichen (Krs. Altenburg); Vater Bergarb.; 1908 – 14 Volksschule in Schnauderhainichen; 1917 – 32 Bergarb., zeitw. erwerbslos; 1921 USPD, 1922 SPD; 1923 KPD; 1932 Mitarb. der KPD-BL Groß-Thür. u. MdL in Thür.; 1933/ 34 »Schutzhaft«; 1934/35 illeg. Parteiarbeit; 1935 Verhaftung, sieben Jahre Zuchthaus wegen »Vorber. zum Hochverrat«, 1942 KZ Buchenwald; 1943 Außenkdo. Schönebeck (Elbe), Ltr. der Krankenabt. 1945/46 Mitgl. der KPD-BL Thür.; April – Dez. 1945 Bürgermstr. in…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krohn, Albert (Fred)

* 8.12.1891 – ✝ 3.11.1967

Geboren am 8. Dezember 1891 in Nevesen/Krs. Wismar in Mecklenburg, Sohn einer Landarbeiterfamilie; Maurer. 1909 Mitglied der SPD. Von 1911 bis 1913 Militärdienst, 1914/15 Soldat im Weltkrieg. 1917 trat er der USPD, 1919 der KPD bei. Wegen seiner Teilnahme an den Kämpfen von März bis Juli 1919 in Berlin-Lichtenberg und Berlin-Moabit war er von März bis August 1920 wegen »Landfriedensbruchs und Aufruhrs« in Dresden inhaftiert. Krohn saß auch von Mai 1924 bis Dezember 1925 wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« in Haft. Im Mai 1931 kam er als Nachrücker in die Bremer Bürgerschaft, hier bis 1933 Fraktionsvorsitzender, gehörte der KPD-BL Nordwest (Bremen) an und war UB-Leiter in Bremerhaven, Emden und Vegesack. Er wurde am 6. März 1933 festgenommen und am 9. November 1933 vom OLG Hamburg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, dann 1938 und 1944 erneut mehrmonatige Haft. 1945 Funktionär der KPD in Bremen. Von 1947 bis 1950 Hafenarbeiter. Bei der KPD-BL Bremen 1952 hauptamtlich Leiter der Kaderabteilung. Er war von 1945 bis 1947 Abgeordneter der Bremer Bürgerschaft, nach 1956 Mitarbeiter der VVN. Albert Krohn starb am 3.November 1967 in Bremen.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krollmann, Erich

* 11.6.1904 – ✝ 1937

Geboren am 11. Juni 1904 in Hamme (heute zu Bochum gehörend); wurde Bergmann. Mitglied der Arbeiterjugend, dann der KJD, nahm 1920 an Kämpfen gegen den Kapp-Putsch teil und wurde 1920 Mitglied der KPD. Ab 1927 gehörte er der RFB-Gauleitung Wasserkante in Hamburg an und arbeitete von Juli 1931 bis August 1932 bei der sowjetischen Handelsvertretung in Hamburg. Erich Krollmann wurde als Mitverantwortlicher für die Ereignisse des »Altonaer Blutsonntags« im Juli 1932 verhaftet und von der KPD in einer spektakulären Aktion befreit. Er lebte zunächst illegal in Deutschland, besuchte die Bezirksparteischule und die Reichspropagandistenschule. Ende März 1933 emigrierte er in die Sowjetunion, soll dort Kursant an der Militärakademie der Roten Armee und später auch an der Komintern-Schule gewesen sein. Im Mai 1936 offenbarte er gegenüber Vertretern der deutschen Botschaft in Moskau seine Rolle während des »Altonaer Blutsonntags« 1932. Dies diente der Entlastung des in Deutschland angeklagten Edgar André. Das weitere Schicksal von Erich Krollmann konnte bis heute nicht exakt geklärt werden. Ob er tatsächlich 1937 vom NKWD verhaftet wurde und nach Abschluß des Hitler-Stalin-Paktes im Niemandsland ausgesetzt und umgekommen ist, wie sein Schicksalsgefährte Viktor Pries (der 1957 nach Hamburg zurückkehrte) äußerte, ist nach neuesten Forschungen umstritten, aber wahrscheinlich.

Kropinski, Uwe

* 20.2.1952

Geb. in Berlin; beginnt 1966 Gitarre zu spielen; 1968 – 79 Rockmusiker; 1973 – 76 Studium an der HS für Musik »[linkintern=?ID=706]Hanns Eisler[/linkintern]« Berlin; ab 1976 Jazzgitarrist, zuerst mit dem Posaunisten  Konrad Bauer im Duo u. in dessen Trio u. Quartett (LPs: 1979 »Was ist denn nun?« bei Free Music Production (FMP) u. Live »Jazzbühne Berlin ’79« bei Amiga, 1982 »Round About Mittweida« bei FMP); 1977 erstes Solokonzert, Soloauftritte bei internat. Jazzfestivals 1982 in Berlin,…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krosse, Arno

* 30.1.1893 – ✝ 31.8.1951

Geboren am 30. Januar 1893 in Seesen/Krs. Gandersheim; Tischler und Zigarrenarbeiter. Von 1914 bis 1917 Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Seesen, ab 1919 Tischlermeister in Seesen. 1919 Mitglied der USPD, 1920 der KPD. Ab 1919 zunächst für die USPD Abgeordneter des Landtages von Braunschweig, ab Oktober 1920 Mitglied der Fraktion der USPD (Linke), ab Ende 1920 für die der VKPD. Bis 1924 gemeinsam mit Hans Sievers für die KPD im Landtag von Braunschweig. Später wieder Mitglied der SPD, stellvertretender Vorsteher bzw. Gemeinderatsmitglied der Gemeinde Lehndorf. Von April 1945 bis März 1946 SPD-Bürgermeister bzw. Stadtdirektor von Seesen. Arno Krosse starb am 31. August 1951.

Wer war wer in der DDR

Krügel, Heinz

* 24.4.1921 – ✝ 27.10.2008

Geb. in Ober-Planitz (b. Zwickau); ab 1927 Fußballspieler bei der SG Planitz, 1948 SBZ-Mstr.; 1948 – 50 bei Vorwärts Crimmitschau, verletzungsbedingte Beendigung der sportl. Laufbahn; ab 1951 Trainer; 1951 Landestrainer Sachsen; 1951 – 53 als jüngster Oberligatrainer beim KVP Vorwärts Leipzig; 1953 – 56 beim SC Rotation Leipzig; 1956 – 59 beim SC Empor Rostock, 1957 Aufstieg in die Oberliga u. FDGB-Pokalfinalist; 1959 – 61 DDR-Nationaltrainer; 1961 – 66 beim Halleschen FC Chemie, 1962…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krüger, Hedwig

* 1.4.1882 – ✝ 16.2.1938

Am 1. April 1882 als Hedwig Hennig in Halle/ Saale geboren, besuchte die Mittelschule und zwei Jahre die Volkshochschule. Angestellte in der Ortskrankenkasse in Halle. 1908 Mitglied der SPD, während des Krieges Übertritt zur USPD, mit deren linkem Flügel 1920 zur KPD. Delegierte des Vereinigungsparteitages 1920, auf dem sie in den Zentralausschuß gewählt wurde. Nach der März-Aktion 1921 verurteilte ein Sondergericht Hedwig Krüger (sie hatte den Arbeiter Krüger geheiratet, der 1927 starb) zu einer langjährigen Gefängnisstrafe, sie kam nach einem Hungerstreik schließlich frei. Im Mai 1924 im Wahlkreis Merseburg anstelle des zu ihren Gunsten zum Rückzug gezwungenen Georg Schumann in den Reichstag gewählt, dem sie bis Oktober 1924 angehörte. Im Dezember 1924 Abgeordnete des Preußischen Landtages. Hedwig Krüger stand auf dem linken Flügel der Partei und war Mitglied der BL Halle-Merseburg. Im September 1926 unterschrieb sie den »Brief der 700« (linken Oppositionellen), distanzierte sich aber auf Druck des ZK sofort wieder von ihrer Unterschrift und erklärte, daß sie »nirgends eine Unterschrift gegeben« habe. Im April 1927 vom ZK erneut verwarnt, weil sie einen Protest gegen den Ausschluß von Jakob Ritter und anderen Linken unterzeichnet hatte. 1928 nicht mehr als Kandidatin für den Landtag aufgestellt. Hedwig Krüger hatte sich zwar von der linken Opposition getrennt, doch fanden in ihrer Wohnung in Halle weiterhin Versammlungen der Führer der Linken ( Otto Kilian usw.) statt. 1933 unter dem Namen Rühle illegale Arbeit, Reisevertreterin für Massage- und Leibhalter einer Leipziger Firma. Am 7.November 1934 in Leipzig verhaftet und nach Halle überstellt, kam sie zunächst in das KZ Lichtenburg, Ende des Jahres in das KZ Moringen, von wo sie am 4. Juni 1935 nach Halle entlassen wurde. An einer Blinddarmentzündung, die wegen ihres illegalen Lebens und ihrer Haft nicht rechtzeitig behandelt und zu spät operiert wurde, starb Hedwig Krüger am 16.Februar 1938.

Wer war wer in der DDR

Krüger, Heinz

* 12.11.1919

Geb. in Leipzig; Vater Maurer, Mutter Arbeiterin; Volks- u. Berufsschule; 1934 – 38 Textilarbeiter; 1938 – 45 RAD u. Wehrmacht; 1945 vier Wochen in brit. Internierung. 1945 – 49 Arbeiter u. Verwalter bzw. Treuhänder kleiner Textilbetriebe; 1945 SPD, 1946 SED; 1949 – 51 Abt.-Ltr. im Rat des Krs., 1951/ 52 Bürgermeister; 1952 / 53 1. Vors. des Rats des Krs. Weißwasser; 1953 1. Sekr. der SED-KL Weißwasser; 1954 – 56 Studium an der PHS »Karl Marx«, Dipl.-Gesellschaftswiss.; 1956 – 59 1. Sekr. der…

Wer war wer in der DDR

Krummacher, Friedrich-Wilhelm

* 3.8.1901 – ✝ 19.6.1974

Geb. in Berlin; Vater Pfarrer u. Hofpredi- ger an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche; 1910 – 19 Gymnasium in Potsdam; 1919 – 22 Studium der Theol. in Berlin, Tübingen u. Greifswald; 1923 Erstes Theolog. Examen in Berlin; anschl. Vikar in Neuruppin; 1925 Zweites Theolog. Examen u. Ordination; danach Hilfsprediger in Berlin; 1926 – 28 Provinzvikar in der Kurmark; 1927 Prom. in Tübingen; 1928 – 33 Pfarrer in Essen-Werden u. Synodalvertreter für soziale Arbeit; Berufung in das Dt. Ev.…

Wer war wer in der DDR

Kretschmer, Thomas

* 18.12.1955

Geb. in Dornburg (b. Jena); Vater Biologe, Mutter Horterzieherin, kath. erzogen; POS in Dornburg, 1972 Beginn einer Berufsausbildung mit Abitur im VEG Gartenbau Meilitz (b. Gera), 1972 Relegation von der Berufsschule nach Austritt aus der FDJ u. der Absichtserklärung, den Wehrdienst zu verweigern; danach Krankenpflegerausbildung im Städt. Krankenhaus Jena; Juni 1973 gescheiterter Fluchtversuch an der tschechoslowak.-österreich. Grenze (»um sich dem Wehrdienst zu entziehen«), Verhaftung u.…

Wer war wer in der DDR

Kreusel, Karl

* 6.10.1911 – ✝ 14.6.1996

Geb. in Buchholz (Krs. Annaberg); Vater Arbeiter; Volksschule; 1925 – 30 Lehre u. Arbeit als Maurer; 1928 KPD; 1930 arbeitslos; 1935/36 Haft; 1936 – 40 Arbeit als Maurer; 1940 – 45 Wehrmacht. 1945 Org.-Ltr. beim KPD-Krs.-Vorst. Stollberg; Aug. 1945 Einstellung bei der Polizei, Ltr. der Kripo Oelsnitz/Vogtl.; 1949 Einstellung bei der Verw. zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen (ab Febr. 1950 LV Sachsen des MfS), Krs.-Dienststelle Oelsnitz; 1951 Ltr. der Abt. V (Kirchen, Untergrund) der LV…

Wer war wer in der DDR

Kröber, Gerhard

* 23.4.1922 – ✝ 1999

Geb. in Theißen (b. Zeitz); Vater Landwirt; 1940 – 45 Militärdienst, Ltn. der Reserve. 1946 – 49 Studium an der TH München, Dipl.-Ing.; 1949 – 57 Architekt in versch. Projektierungsbüros in Halle, tätig im Schulbau (Gräfenhainichen, Wolfen, Schkopau, Kötzschau), Mitarb. am Kulturhaus u. Lehrlingsheim des Mansfeldkombinats Eisleben; 1957 – 68 Chefarchitekt im Entwurfsbüro für Gebiets-, Stadt- u. Dorfplanung des Bez. Halle, städtebaul. Planung u. a. für Halle, Dessau, Merseburg; 1959 Sieger im…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kröber, Leander

* 21.8.1902 – ✝ 9.6.1980

Geboren am 21. August 1902 in Meuselwitz/ Landkrs. Altenburg, Sohn einer Arbeiterfamilie; Bergarbeiter. 1921 trat er in die USPD ein und gehörte 1922/23 der SPD an, im August 1923 Mitglied der KPD, ab 1928 Stadtrat in Meuselwitz, im Juli 1932 als Abgeordneter in den Thüringer Landtag gewählt. Anfang 1933 Instrukteur im UB Sonneberg, im März 1933 verhaftet, war er bis April 1934 in mehreren KZs in »Schutzhaft«. Am 26. März 1935 erneut festgenommen und im Oktober 1935 vom 1. Strafsenat des OLG Jena zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt, ab April 1942 im KZ Buchenwald, ab März 1943 im Außenkommando Schönebeck/ Elbe. Nach der Befreiung wurde Kröber zunächst 1. Bürgermeister in seiner Heimatstadt Meuselwitz. Ab Oktober 1945 Regierungsrat der Landesregierung Thüringen, von August 1948 bis 1950 Chefinspekteur und Chef der DVP-Landesbehörde Thüringen. Nach einem Sonderlehrgang in der UdSSR wurde Kröber 1950 stellvertretender, ab 1951 Leiter der MfS-Landesverwaltung Thüringen bzw. ab 1952 der MfS-Bezirksverwaltung Chemnitz und im März 1953 Adjudant beim DDR-Minister des Innern, Willi Stoph. Danach leitete er bis 1958 die Zentralschule der Deutschen Grenzpolizei in Sondershausen. 1960 beendete er den aktiven Dienst als Oberst d. R. Er erhielt 1972 den VVO in Gold. Leander Kröber starb am 9. Juni 1980.Jens Gieseke

Wer war wer in der DDR

Kroker, Herbert

* 24.8.1929

Geb. in Groß-Merzdorf (Krs. Schweidnitz, Niederschles. / Marcinowice, Polen) in einer Arbeiterfamilie; Volksschule; 1944/45 kfm. Lehre; 1945 Volkssturm, sowj. Kriegsgefangenschaft. 1945/46 Landarb. auf einem poln. Staatsgut; 1946 – 49 Lehre als Bauschlosser; bis 1953 als Bauschlosser u. Monteur tätig; 1953 FDGB; 1954 SED; 1953 – 55 BGL-Vors. im VEB Starkstromanlagen u. 1957 – 61 im VEB Industriewerke Karl-Marx-Stadt; 1961 – 63 Vors. des Bez.-Vorst. der IG Metall Karl-Marx-Stadt; 1963/64…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krollmann, Maria

* 15.1.1904 – ✝ 13.5.1994

Geboren am 15. Januar 1904 in Wanne-Eickel als Maria Johanna Burbaum. Die Tochter eines Bergmanns besuchte die Handelsschule, anschließend kaufmännische Lehre, arbeitete als Kontoristin und Stenotypistin. Während des Kapp-Putsches im März 1920 war sie Sanitätshilfe und trat zunächst in die USPD und Ende 1920 in die KPD ein. Im Sekretariat der KJD in Bochum tätig, später UB-Leiterin des KJVD Essen. 1926 heiratete sie den Bochumer KPD-und RFB-Funktionär Erich Krollmann. Ende 1928 Instrukteurin der Abteilung Agitprop der BL Wasserkante in Hamburg und in Schleswig-Holstein, zeitweise gehörte sie dem Sekretariat der BL Wasserkante an. 1929 wurde sie Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft. Von Januar 1933 bis Februar 1934 Kursantin an der Internationalen Leninschule in Moskau. 1934 kehrte sie über Prag zur illegalen Arbeit nach Deutschland zurück (Deckname Hertha). Zunächst Instrukteurin und UB-Leiterin in Leipzig, anschließend Oberberaterin für die Anleitung der illegalen Bezirksleitungen in Stuttgart, Frankfurt/M. und Mannheim. Im Januar 1935 in Mannheim verhaftet und nach Leipzig überführt, wo sie am 4. Oktober 1935 vom 1. Senat des VGH zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Sie saß bis zur Befreiung im Zuchthaus Jauer und kehrte 1945 dann nach Lübeck zurück. Inzwischen mit dem bekannten Lübecker Kommunisten Erich Klann verheiratet, gehörte Maria Krollmann Ende der vierziger Jahre zu den Spitzenfunktionären der KPD in Schleswig-Holstein. Die Zeitschrift »Stern« nannte sie 1949 sogar in Anspielung an die rumänische Stalinistin Pauker »Anna Pauker des Nordens«. Aber Anfang der fünfziger Jahre kritisierte Maria Klann die totale Unterordnung der westdeutschen KPD unter die SED. Daraufhin im August 1952 aus der KPD wegen »parteischädigenden Verhaltens« ausgeschlossen, galt sie nunmehr wie üblich als »Titoistin und amerikanische Agentin«. Die »überparteiliche« VVN, deren langjährige Lübecker Vorsitzende sie war, verstieß sie ebenfalls. Ein Antrag auf Mitgliedschaft in der SPD wurde 1954 noch abgelehnt, zwei Jahre später wurde sie in die Reihen der deutschen Sozialdemokratie aufgenommen. Das Landesamt für Verfassungsschutz Schleswig-Holstein warnte aber noch 1958 vor Maria Krollmann-Klann. Sie mußte viele Jahre für ihre Anerkennung als Opfer des Nazi-Regimes kämpfen. Bis 1973 ehrenamtliche Vorsitzende der AWO in Lübeck. Maria Krollmann-Klann starb am 13. Mai 1994 in Lübeck.

Wer war wer in der DDR

Kropp, Willi (Wilhelm)

* 3.1.1899 – ✝ 8.8.1961

Geb. in Grünberg (b. Giessen); Vater Kfm., Mutter Bäuerin; Grund- u. Realschule; bis 1916 Anhänger der Wandervogelbew.; 1914/15 Volontär in einer Hamburg Buchhandlung; 1915/16 Eleve auf einem Gut u. Besuch einer Landw.-Schule; 1917 Volontär in der Gartenbaugenossenschaft Eden bei Oranienburg; 1918 Kriegsdienst, Uffz.; 1919/20 Mitgl. einer Siedlergr. in der Nähe der Edertalsperre; 1920 – 22 Bergarb. bei Bochum; 1920 KJVD; KPD; 1921 – 23 KJVD-Bildungsobmann im Ruhrgeb. u. im Bez. Hessen /…

Wer war wer in der DDR

Kroszewski, Gerhard

* 7.3.1921 – ✝ 31.1.1996

Geb. in Erfurt; Vater Heizer u. KPD-Funktionär; 1935 Verhaftung des Vaters, Abbruch der Mittelschule; 1936 – 45 Lehre u. Arbeit als Büromaschinenmechaniker; 1945 Volkssturm. 1945/46 KPD/SED; 1945 Einstellung bei der Polizei, Kriminalamt Erfurt; 1947 Ltr. der Kripo Eisenach; 1948 Lehrer an der Landespolizeischule Erfurt; 1949 Vors. der PKK an der VP-Schule Pirna; 1950 Einstellung beim MfS, Abt.VIIa (ab 1951 HA I, VP-Bereitschaften), später Abt.-Ltr.; 1953 Oberst-Ltn.; 1955 2. Sekr. der SED-PO im…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krüger, Emil Fritz

* 13.11.1872 – ✝ 1933

Geboren am 13. November 1872 in Leipzig; besuchte die höhere Schule. Er lebte einige Jahre in Budapest, kam 1900 nach Berlin. Der gelernte Notenstecher und spätere Krankenkassenangestellte gehörte dem Verband der Notenstecher an und trat in die SPD ein. Von 1906 bis 1909 Inhaber eines Restaurants, dann Schleifer bei Siemens & Halske. Dort wegen seiner Beschwerden über schlechte sanitäre Einrichtungen entlassen, später Krankenkassenangestellter in Charlottenburg und Reinickendorf. Er war Vorstandsmitglied des II. Wahlkreises Groß-Berlin der SPD und der Pressekommission des »Vorwärts« sowie der Branchenkommission des Verbandes der Büroangestellten Deutschlands. Als Mitglied des Zentralvorstandes der USPD von Groß-Berlin gehörte er zu der am 24. März 1918 verhafteten Helfergruppe um Leo Jogiches. Er nahm am Gründungsparteitag der KPD teil, hat dort den Bericht der Mandatsprüfungskommission verlesen und wurde für Berlin in die Programmkommission gewählt. Im Protokoll des Gründungsparteitages ist nur von »Krüger« die Rede. 1919 für einige Wochen in Moabit inhaftiert, trat er in der KPD später nicht mehr in Erscheinung. 1931 als Krankenkassenangestellter pensioniert, 1933 schwer erkrankt, Emil Fritz Krüger starb Pfingsten 1933 in Berlin.

Wer war wer in der DDR

Krüger, Alfred

* 28.9.1920

Geb. in Emden; Vater Arbeiter; Volksschule; Lehre u. Arbeit als Bäcker; RAD; Wehrmacht u. Kriegsgefangenschaft, anschl. Wald- u. Transportarb. Ab 1946 erneut als Bäcker tätig, dann Konsum-Verkaufsstellenltr. in Schwarzenberg; SED; 1948 – 51 Dir. der HO in Aue, danach Ltr. der HO-Gaststättenbetriebe des Leipziger Hauptbahnhofs; 1958 – 77 GD der MITROPA, später Ltr. des MITROPA-Betriebes auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld.Andreas Herbst

Wer war wer in der DDR

Krüger, Horst

* 14.12.1942 – ✝ 10.3.2005

Geb. in Berlin; Maurerlehre; Mitgl. einer Amateurband in Eisenhüttenstadt (Gesang, Keyboard, Baßgitarre, Schlagzeug); 1960 – 61 Wehrdienst bei der NVA, Sänger im Erich-Weinert-Ensemble, dort musikal. Weiterbildung; anschl. in versch. Jazzformationen, u. a.  Klaus Lenz Band, 1966 Wechsel zum Wolfgang-Brandenstein-Ensemble u. Mitbegr. des Gerd-Michaelis-Chors, 1968 erste eigene Gruppe: Horst-Krüger-Sextett, später erweitert um Bläser zum Septett u. mit Gerti Möller als Sängerin, von Beat-Musik…

Wer war wer in der DDR

Krusche, Günter

* 25.2.1931

Geb. in Dresden; Vater kirchl. Angest.; Abitur in Radebeul; 1949 – 54 Studium der Theol. an der Univ. Leipzig; anschl. Predigerseminar in Lückendorf; 1956 Ordination; 1956 – 58 Pfarrer in Taucha (b. Leipzig); danach Studieninspektor am sächs. Predigerseminar in Lückendorf; 1966 – 69 Ref. im Landeskirchenamt Sachsen u. Pfarrer in Dresden; anschl. bis 1974 Studiendir. in Lückendorf; 1970 – 84 Mitarb., ab 1977 Vors. der Studienkommission des Luth. Weltbunds; 1974 Doz. am Sprachenkonvikt in Berlin;…

Wer war wer in der DDR

Kretzschmar, Bernhard

* 29.12.1889 – ✝ 16.12.1972

Geb. in Döbeln; Vater Schneider; 1896 – 1904 Bürger- u. Volksschule; 1904 – 09 Lehre als Dekorationsmaler u. Malergehilfe; 1909 – 11 Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden bei Ermenegildo Donadini; 1911 Reise durch Süddtl. u. die Schweiz; 1911 – 17 Studium an der Sächs. Kunstakad. in Dresden bei Robert Sterl, Johann Raphael Wehle, Richard Müller, Oskar Zwintscher, Osmar Schindler u. Otto Gußmann; 1913 Reise nach Spanien, u. a. Mallorca; 1914 Mstr.-Schüler von Carl Bantzer; 1917/18…

Wer war wer in der DDR

Kreutzer, Hermann

* 3.5.1924 – ✝ 28.3.2007

Geb. in Saalfeld (Thür.) in einer sozialdemokrat. Familie; als Jugendlicher im antifasch. Widerstand aktiv; 1942 Einberufung zum Kriegsdienst, 1945 Verurteilung zu 10 Jahren Festungshaft wg. Wehrkraftzersetzung. Juli 1945 SPD; Ltr. der Abt. Kommunalpolitik des Landkrs. Saalfeld; April 1946 SED, zugleich Ltr. einer illeg. SPD-Org. in Thüringen; 4.4.1949 Verhaftung durch die sowj. Geheimpolizei, U-Haft in Weimar; 31.8.1949 zus. mit seinem Vater u. drei weiteren Sozialdemokraten durch das Sowj.…

Wer war wer in der DDR

Kröber, Günter

* 12.1.1928

Geb. in Leipzig; 1946 Abitur; 1946 – 62 Mitgl. der LDP, Ausschluß wg. »staatsfeindl. Verhaltens«; 1946 – 50 Jura-Studium an der Univ. Leipzig; 1950 Mitgl. des LDP-Landesvorst. Sachsen; 1950 – 52 Mitgl. des Sächs. Landtags; 1951 / 52 jur. Vorbereitungsdienst; 1951 / 52 LDP-Organisationsltr. des Kreisvorst. Leipzig-Stadt; 1953 – 55 u. 1956 – 61 Rechtsanw.; 1955 verhaftet wg. angebl. staatsfeindl. Verhaltens, Ausschluß aus der Anwaltschaft, 1956 freigespr. u. rehabilitiert; 1961 in Jugoslaw.…

Wer war wer in der DDR

Kröger, Herbert

* 15.7.1913 – ✝ 19.9.1989

Geb. in Dortmund; Vater Ministerialrat; Grundschule u. Gymnasium in Berlin-Friedenau, 1931 Abitur; 1931 – 35 Studium der Rechts- u. Staatswiss. an den Univ. in Jena u. Berlin; 1933 – 36 SA; 1935 Erstes jur. Staatsexamen u. 1935 Prom. zum Dr. jur. an der Univ. Jena; Gerichtsreferendar in Berlin, Frankfurt (Oder) u. Neustadt (Orla); 1936/37 Wehrmacht; 1937 NSDAP; 1938 SS, Oberscharführer im SD-Hauptamt; 1939 Zweites jur. Staatsexamen; 1940 Gerichtsassessor in Wurzen, 1941 Landgerichtsrat am LG…

Wer war wer in der DDR

Krolikowski, Herbert

* 15.3.1924 – ✝ 28.11.2012

Geb. in Oels (Niederschles./Oleśnica, Polen); Vater Arbeiter, Bruder  Werner K; Ausbildung zum kfm. Angest.; ab 1942 RAD, Wehrmacht; 1945 – 49 sowj. Kriegsgefangenschaft, Antifa-Schule. Nov. 1949 Rückkehr nach Dtl.; zunächst kfm. Angest. beim Krs.-Konsum Malchin; März – Aug. 1950 1. Sekr. des DSF-KV Malchin; 1950 – 52 Instrukteur bzw. Sektorenltr. des ZV der DSF; 1952/53 persönl. Ref. des Gen.-Sekr. der DSF; 1952 SED; 1954/55 Studium an der SED-BPS Berlin; 1956 – 58 3. Sekr. an der…

Wer war wer in der DDR

Krone, Tina (eigtl. Martina)

* 28.2.1957

Geb. in Haldensleben; 1963 Annahme des Namens Rosenkranz vom Stiefvater; 1963 – 71 POS u. 1971 – 75 EOS »Heinrich Heine« in Haldensleben, Abitur; 1975 – 76 Stud. der Lebensmitteltechnol., 1977 – 82 Lehrerstud. mit den Fächern Deutsch u. Engl. an der HU Berlin, Dipl.; ab 1982 Arbeit als Lehrerin; polit. alternatives Engagement u. a. im Friedenskreis Berlin-Friedrichsfelde, der Gruppe »Frauen für den Frieden«, als Red. der illeg. Ztschr. »Friedrichsfelder Feuermelder« sowie in der linken…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kropp, Willi (Wilhelm)

* 3.1.1899 – ✝ 8.8.1961

Geboren am 3. Januar 1899 in Grünberg/ Hessen, Sohn eines Kaufmanns; lernte Buchhändler. Aktiv in der Wandervogelbewegung, 1915 begann Kropp eine landwirtschaftliche Lehre auf einem hessischen Gut, ab 1917 war er Volontär einer Obst- und Gartenbau-Genossenschaftssiedlung bei Oranienburg. 1918 Soldat, zuletzt Unteroffizier. 1919/20 in einer Landkommune, dann im Ruhrgebiet, Hilfsschlepper auf einer Zeche in Bochum. Er wurde Mitglied der KJD und der KPD, Funktionär der BL Ruhrgebiet, später Leiter der KJD-Gruppe Darmstadt und Mitglied der BL Hessen-Frankfurt, dort für das Ressort Bildung verantwortlich. Im Juni 1923 wurde Kropp wegen seiner kommunistischen Tätigkeit von der französischen Geheimpolizei verhaftet und einen Monat später zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach der Haftentlassung siedelte er nach Diez/Lahn über, wo er politisch nicht hervortrat. Er wurde im September 1924 Leiter der Partei-Buchhandlung und des Literaturvertriebes in Frankfurt/M., dann in Stuttgart. Dort in der BL Agitpropleiter, er tendierte zu den Linken und führte heftige Auseinandersetzungen mit den Rechten in Württemberg. Im Mai 1925 wurde Kropp UB-Sekretär, außerdem Geschäftsführer der »Niederrheinischen Arbeiterzeitung« in Duisburg. 1925 standen fast alle UB-Sekretäre Wilhelm Schwan, Max Schütz und Arthur König auf der Seite Ruth Fischers, Kropp war damals der einzige Gegner. 1926 holte Wilhelm Florin den Thälmann-Anhänger Kropp als Agitpropsekretär in die BL Ruhr. Er wurde von Dezember 1926 bis 1928 Orgleiter des Bezirks Ruhr in Essen, dann Redakteur am »Ruhr-Echo«. Während der Konflikte mit den Rechten und Versöhnlern tendierte Kropp zu den Rechten, gab im Dezember 1928 eine Erklärung für das ZK, aber gegen die BL Ruhr ab. Im April 1930 zu zwei Jahren Festung verurteilt, schickte ihn das ZK als Instrukteur nach Baden, anschließend im Auftrag des Westeuropäischen Büros der Komintern verschiedene Einsätze. Anfang Mai 1931 stellte er sich nach Absprache mit Wilhelm Pieck den deutschen Justizbehörden und mußte bis 28. Januar 1933 seine Haftstrafe absitzen, da die Weihnachtsamnestie 1932 für ihn abgelehnt worden war. Kropp übernahm die Agitproparbeit in Berlin-Brandenburg und wurde am 4. Mai 1933 durch Verrat verhaftet und im Polizeipräsidium am Alexanderplatz schwer mißhandelt. Ende September 1934 aus dem KZ Sonnenburg entlassen, emigrierte er im November über Saarbrücken nach Paris und kam im März 1935 in die Sowjetunion. Dort arbeitete er bis 1940 als persönlicher Mitarbeiter von Florin im skandinavischen Ländersekretariat des EKKI. 1941 nach Ufa evakuiert, ab Februar 1942 dort Propagandist unter deutschen Kriegsgefangenen, bis Februar 1943 Oberkommissar in einem Lager am mittleren Ural, anschließend an der Zentralschule 27. Im Sommer 1944 unter dem Pseudonym Willi Keller in der als Objekt 12 getarnten deutschen Parteischule. In der zweiten Maihälfte 1945 wurde Kropp zur Verstärkung der Gruppe Sobottka über Danzig nach Mecklenburg geflogen. Im Juli 1945 Leiter der Abteilung Kultur und Schulung der KPD-Landesleitung Mecklenburg in Schwerin, wegen Differenzen mit Gustav Sobottka bereits im September 1945 nach Berlin, Kropp wurde der erste Leiter der SED-Parteihochschule »Karl Marx« in Liebenwalde. Im Herbst 1947 abberufen, wurde er Direktor der Deutschen Verwaltungsakademie in Forst Zinna. Am 9. August 1951 erhielt Kropp wegen »parteischädigenden Verhaltens« eine Rüge und wurde seiner Funktion enthoben, weil er u. a. den ZK-Beschluß über das Verbot des Betretens der Berliner Westsektoren ignorierte. Ab 1951 Redakteur beim ADN bzw. beim »Neuen Deutschland«, im September 1955 wurde er zum Professor an die FDGB-Hochschule Bernau berufen und erhielt den Orden »Banner der Arbeit«. Wilhelm Kropp starb am 8. August 1961 in Weimar.Peter Erler

Wer war wer in der DDR

Krötke, Wolf

* 5.10.1938

Geb. in Berlinchen (Krs. Soldin, Ostbrandenb./ Barlinek, Polen); Vater 1945 gefallen; 1957 Abitur am Philantropinum in Dessau; anschl. Beginn des Studiums der Theol. an der Theolog. Fak. der KMU Leipzig; 1958/59 Haft im Zuchthaus Waldheim wegen »Hetze u. staatsgefährdender Prop. u. Herstellung u. Verbreitung von Hetzschriften«; danach Forts. des Studiums am Katechet. Oberseminar in Naumburg (Saale) u. am Sprachenkonvikt Berlin; 1965 Erstes theolog. Examen; 1967 kirchl. Qualifikationsprüfung…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krüger, Ernst

* 9.1.1895 – ✝ 26.10.1970

Geboren am 9. Januar 1895 in Eberswalde, Sohn eines Lackierers; Schlosser und Metallarbeiter. Von 1915 bis 1918 Soldat. 1918 Mitglied der USPD, 1920 der KPD. 1920 trat Krüger in die preußische Polizei ein, war Hilfswachtmeister, quittierte im Februar 1921 den Dienst und war ab 1921 Schlosser in Berlin. Seit Herbst 1923 Sekretär für Betriebsräte der KPD-BL Hessen-Kassel, im Februar 1924 verhaftet und zu neun Monaten verurteilt. 1926/27 Polleiter in Berlin-Moabit. 1928/29 hauptamtlicher KPD-Sekretär für den Bezirk Nord mit Sitz Eberswalde, kam Krüger im Herbst 1929 als Abgeordneter in den Brandenburgischen Provinziallandtag, wurde 1929 Sekretär in der Orgabteilung der BL Berlin-Brandenburg und Instrukteur für den Landarbeiterverband der RGO, 1932/33 Redakteur an der Kasseler Parteizeitung. Am 28. Juli 1933 in Brandenburg verhaftet, wurde er zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Luckau verbüßte. Im Februar 1936 emigrierte er in die ?CSR, dort Emigrationsleiter. Er ging im Dezember 1936 nach Spanien, Angehöriger der Internationalen Brigaden, anschließend im Juli 1938 nach Frankreich, im September 1939 interniert. Krüger gelangte im Mai 1941 über Trinidad in die USA, dort Mitarbeiter und Geschäftsführer der Zeitung »The German American«. Im Oktober 1946 kehrte Krüger nach Deutschland zurück und gehörte von 1947 bis 1949 dem Sekretariat des FDGB-Bundesvorstandes an, 1948/49 Generalsekretär des Bundesvorstandes. 1949 im Sekretariat der SED-Landesleitung Berlin, aber wegen seiner Westemigration aus dem Parteiapparat entfernt, danach Ende 1950 Magistratsdirektor für Materialversorgung von Ost-Berlin. Später war er Werkleiter des VEB »Schnitt und Formenbau« in Berlin-Köpenick, zuletzt Personalleiter bei den Ostberliner Wasserwerken in Friedrichshagen. Er erhielt den VVO in Silber. Ernst Krüger starb am 26. Oktober 1970 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Krüger, Hans-Dieter

* 10.3.1930 – ✝ 11.2.2012

Geb. in Penzig (Krs. Görlitz / Pieńsk, Polen); Vater Arbeiter; Volksschule; Lehre u. Arbeit als Motorenschlosser u. Elektro-Installateur; 1948 SED; Mitarb. der Jugendabt. beim FDGB-LV Sachsen-Anh. in Halle; 1948 – 52 Red. in der Bezirksred. der »Tribüne« in Halle; ab 1952 in der Red. der »Freiheit« Halle; 1952 / 53 Abt.-Ltr. in der Red. »Freie Erde« in Neustrelitz; 1953 / 54 Schüler, Lehrer, später stellv. Lehrgangsltr. an der Sonderschule des ZK der SED für Journalisten in Leipzig, Fernstud. an…

Wer war wer in der DDR

Krüger, Kurt Hermann Ernst Paul

* 17.9.1925 – ✝ 21.10.2006

Geb. in Jüterbog; Vater Kellner, Mutter Verkäuferin; Grundschule u. OS in Jüterbog u. in der Freien Schulgemeinde Wickersdorf (b. Saalfeld), 1943 Notabitur; anschl. RAD in Unterried (b. Tamm); ab Juni 1943 Wehrmacht, Sold. in Polen, ab Juni 1944 in der UdSSR, 1944 Uffz.; Sept. 1944 übergelaufen beim Kampf um Jassi, anschl. Frontpropaganda bei der kämpfenden Truppe im Auftrag des NKFD; ab Dez. 1944 sowj. Kriegsgef., zahlr. Sonderaufträge des NKWD in den Lagern Asbest, Resch, Jegorachina,…

Wer war wer in der DDR

Krusche, Werner

* 28.11.1917 – ✝ 24.7.2009

Geb. in Lauter (Erzgeb.) als Sohn eines Predigers; 1937 Abitur am Reform-Realgymnasium in Striegau; 1940 – 44 Kriegsdienst, schwer verwundet; anschl. Studium der Theol. in Leipzig. 1945 – 49 Forts. des Studiums in Bethel, Göttingen, Basel u. Heidelberg; anschl. bis 1954 wiss. Assistent an der Univ. Heidelberg, 1953 Prom. bei Edmund Schlink; 1954 Ordination; danach bis 1958 Pfarrer in Dresden; 1958 – 66 Studiendir. des sächs. Predigerseminars in Lückendorf bei Zittau; 1966 – 68 Doz. für Systemat.…

Wer war wer in der DDR

Kretzschmar, Waltraud

* 1.2.1948

Geb. in Lehnin (Brandenburg); Vater Gärtner; Grundschule; 1964 – 70 Lehre u. Tätigkeit als Bankkauffrau; Handballspielerin in Damsdorf (b. Potsdam); 1964 – 80 Handballspielerin beim SC Leipzig (entdeckt von Trainer Peter Kretzschmar, den sie 1972 heiratet); 1972 – 80 Fernstudium an der DHfK Leipzig; 15 Jahre Mitgl. der DDR-Nationalmannschaft; dreimal Weltmeisterin (1971, 1975, 1978), Teiln. an den Olymp. Spielen 1976 (Silber) u. 1980 (Bronze), 10mal DDR-Mstr. mit dem SC Leipzig, 1966 u. 1974…

Wer war wer in der DDR

Krickow, Rolf

* 29.4.1921 – ✝ 14.3.2003

Geb. in Leipzig; Vater Lithograph; Abitur; 1937 – 39 kfm. Ausbildung; Angest.; 1936 – 40 Klavier- u. Gesangsunterricht; 1940/41 RAD, 1941 – 44 Wehrmacht; 1944 in Rumänien desertiert, 1944 – 47 hier zunächst untergetaucht, dann interniert; 1947 – 49 sowj. Kriegsgefangenschaft, antifa. Schulung. 1949 Rückkehr nach Dtl.; 1950 Mitarb. in der DSF; SED; 1951/52 Mitarb. im Mitteldt. Rundfunk Leipzig; 1952 – 91 Red. u. Moderator für Unterhaltungssendungen beim Berliner Rundfunk; mit Horst Lehn Schöpfer…

Wer war wer in der DDR

Kröber, Günter

* 12.2.1933 – ✝ 16.11.2012

Geb. in Meuselwitz (Krs. Altenburg); Vater Bergarb., Mutter Köchin; 1951 Abitur an der Friedrich-Schiller-OS in Weimar; 1952 SED; 1951 – 57 Studium der Math., Physik u. Philos. an der FSU Jena u. der Leningrader Staatl. Univ.; 1958 – 61 Aspirant in Leningrad, Prom. mit der Arbeit »Das Verhältnis der Kategorien ?Bedingung? u. ?Ursache? u. die Rolle der Bedingungen für das Wirken objektiver Gesetze«; 1961/62 Wiss. Abt.-Ltr. am Inst. für Philos. der DAW in Berlin, 1962 – 69 dort Ltr. der Abt.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kroh, Fritz

* 11.4.1892 – ✝ 18.10.1983

Geboren am 11. April 1892 in Görlitz, Sohn eines Tischlers; lernte Schriftsetzer. 1906 wurde er Mitglied der Arbeiterjugend, 1910 der Gewerkschaft und 1912 der SPD. Ab 1914 Geselle, Wanderschaft, danach Leiter einer Druckerei in Berlin. 1917 Mitglied der USPD. Im Juni 1920 übernahm er die Verlagsleitung des in Halle erscheinenden »Volksblattes«. Kroh kam Ende 1920 mit der linken Mehrheit des Bezirks zur KPD, arbeitete ab 1921 für die KPD-Zeitungen in Mitteldeutschland. 1926/27 vom ZK beauftragt, die von »Trotzkisten durchsetzte Verlagsgenossenschaft« in Hamburg zu »säubern«. Die Komintern schickte ihn 1928/29 nach Wien, wo er den Verlag und die Redaktion der Zeitung der KPÖ »Die Rote Fahne« reorganisierte. Von November 1930 an leitetet er den Verlag der »Roten Fahne« in Berlin und ab 1932 war er Leiter des Komintern-Verlages Literatur und Politik (Wien-Berlin) bzw. der Peuvag. Ab 1933 illegale Arbeit, 1933/34 achtmonatige Haft im KZ Sonnenburg. Er emigrierte Ende 1934 nach Frankreich, war von 1936 bis 1939 Verlagsmitarbeiter der in Paris erscheinenden »Deutschen Volkszeitung«. Kroh wurde im September 1939 interniert und im April 1943 nach Deutschland ausgeliefert, hier bis 1945 Häftling im KZ Sachsenhausen. Im Mai 1945 Mitbegründer und erster Verlagsleiter der »Berliner Zeitung« und Geschäftsführer des Verlages Einheit, von 1949 bis 1956 Instrukteur für Verlage des ZK der SED. Von 1957 bis 1967 Werkleiter der Phönix-Druckerei, zuletzt Mitarbeiter am IML. Er erhielt 1962 den Karl-Marx-Orden. Fritz Kroh starb am 18. Oktober 1983 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Krolikowski, Werner

* 12.3.1928

Geb. in Oels (Niederschles./Oleśnica, Polen); Vater Arbeiter, Bruder  Herbert K.; Volksschule; Ausbildung zum Verw.-Angest.; 1946 SED; 1946 – 50 Mitarb. u. Abt.-Ltr. beim Rat des Krs. Malchin; 1951/52 Mitarb. u. Ltr. der Abt. Agit. in der SED-LL Mecklenb.; 1952 1. Sekr. der SED-KL Ribnitz-Damgarten, Dez. 1952 »wegen grober Verletzung des Parteistatuts« Entbindung von der Funktion; 1953 Sekr. für Agit./Prop. bzw. 2. Sekr., u. Dez. 1953 – Juni 1958 1. Sekr. der SED-KL Greifswald; 1958 – 60 Sekr.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kronheim, Erwin

* 1902 – ✝ 1938

Geboren 1902 in Wanne-Eickel. Er studierte nach dem Abitur von 1923 bis 1926 Nationalökonomie, danach war er in Berliner Firmen tätig. 1922/23 Mitglied der SPD, ab 1925 Funktionär der KPD in Berlin. Kronheim wurde 1930 in den zentralen AM-Apparat der KPD aufgenommen. Vor der drohenden Verhaftung flüchtete er 1932 in die Sowjetunion und wurde Mitarbeiter im Komintern-Apparat in Moskau. Im Zuge der stalinistischen Säuberungen wurde Erwin Kronheim im November 1937 vom NKWD verhaftet und 1938 erschossen.

Wer war wer in der DDR

Kroske, Gerd

* 4.1.1958

Geb. in Dessau; Vater Prof., Mutter Fremdsprachenlehrerin; 1964 – 74 POS; Lehre als Betonwerker; 1979 Abitur, anschl. Arbeit als Telegrammbote u. in der Jugendkultur; 1980 Stud. der Kulturwiss. an der HU Berlin; 1984 – 89 externes Regiestudium an der HFF »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg; ab 1987 Autor u. Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio, u. a. bei Filmen von  Helke Misselwitz,  Volker Koepp,  Jürgen Böttcher; SED; erste Regiearbeit »Cassiber«; 1989 Film »Leipzig im Herbst« (mit…

Wer war wer in der DDR

Krug, Manfred

* 8.2.1937 – ✝ 21.10.2016

Geb. in Duisburg; nach der Scheidung seiner Eltern 1949 mit seinem Vater nach Brandenb. umgezogen; nach der Schulzeit Ausbildung zum Schmelzer im Stahl- u. Walzwerk Brandenb.; Abitur an der Abendschule; ab 1954 eineinhalb Jahre Studium an der Schauspielschule in Berlin-Schöneweide, Exmatrikulation; anschl. Eleve beim Berliner Ensemble; seit 1957 auch freischaff. bei der DEFA u. beim DFF; hier zunächst kl. Rollen in Musikfilmen wie »Mazurka der Liebe« (1956/57) u. »Der Freischütz« (1957), dann…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Krüger, Frida

* 31.8.1900 – ✝ 15.12.1991

Geboren am 31. August 1900 in Berlin, Tochter eines Schneiders; Büroangestellte, Stenotypistin und Telefonistin in Berlin. 1919 Eintritt in den ZdA und die KPD. Von 1920 bis 1922 arbeitete sie als Stenotypistin im EK der KJI in Moskau, 1922/23 im ZK der KPD in Berlin und dort 1924/25 als Korrespondentin beim »Freien Eisenbahner-Verband«. Von 1925 bis 1927 war sie Korrespondentin in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin und 1927/28 bei der Industrie- und Handelsreklame »Tergprom«. 1928 kam sie zu einem Lehrgang nach Moskau und wurde nach ihrer Rückkehr Frauenleiterin der BL Berlin-Brandenburg. Auf dem XII. Weddinger Parteitag 1929 wurde Frida Krüger als Kandidatin ins ZK gewählt und im gleichen Jahr Berliner Stadtverordnete. 1930/31 Kursantin an der Internationalen Leninschule, 1931/32 Frauenleiterin im Reichskomitee der RGO. Von 1932 bis 1934 arbeitete sie im Frauensekretariat der RGI in Moskau, von 1934 bis 1937 im Grenzapparat und als Kurierin in der Tschechoslowakei. Ab August 1937 in der Schweiz, lebte in Basel und hielt lose Verbindung zur deutschen Parteiemigration. Im Oktober 1945 nach Berlin zurückgekehrt, wurde Frida Krüger Frauensekretärin des FDGB Groß-Berlin und ab Ende 1948 in der Orgabteilung des LV des FDGB eingesetzt. Nachdem sie im November 1949 von West- nach Ost-Berlin übergesiedelt war, erhielt sie den Auftrag, die Gewerkschaft Handel in Ost-Berlin aufzubauen und war deren 1. Vorsitzende. Ab 1953 Inspekteurin und Referentin beim Vorsitzenden des FDGB-Bundesvorstandes Herbert Warnke. Sie erhielt 1980 den Karl-Marx-Orden. Frida Krüger starb am 15.Dezember 1991 in Berlin.

Wer war wer in der DDR

Krüger, Hans-Peter

* 18.3.1954

Geb. in Potsdam, aufgew. bei Treuenbrietzen, seit 1963 in Berlin; 1972 Abitur; anschl. bis 1979 Studium bzw. Forschungsstudium an der Sekt. Philos. der HU Berlin; 1973 SED; 1974 Eintritt in eine opp. Gruppe um  Bernd Gehrke; nach einer Geldsammlung für das Komitee zum Schutz der Arbeiter-Rechte (KOR) in Polen 1977 Auflösung der Gruppe durch das MfS, Parteiverfahren, Lehr- u. Publikationsverbot bis 1979; anschl. Strafversetzung an die HfÖ Berlin; 1980 Prom. mit einer Diss. über den jungen Georg…

Wer war wer in der DDR

Krüger, Thomas

* 20.6.1959

Geb. in Buttstädt; 1966 – 76 POS; Ausbildung zum Plast- u. Elastfacharb. bei Pneumant in Fürstenwalde, Abitur; 1979 – 81 NVA; 1981 – 87 Studium der Theol. in Berlin; 1987 – 89 Vikariat in Berlin u. Eisenach, Praktikum beim Kunstdienst des Bundes der Ev. Kirchen in der DDR; 1989 Gründungsmitgl. der SDP, Geschäftsf. u. stellv. Bez.-Vors. der SDP in Berlin; 1990 – 92 stellv. Vors. des SPD-LV Berlin; März – Okt. 1990 Mitgl. der Volkskammer; 1990/91 Stadtrat für Inneres u. 1. Stellv. des OB im…

Wer war wer in der DDR

Kruse, Otto

* 14.6.1912 – ✝ 27.4.1968

Geb. in Binz (Rügen); Vater Maurer u. Kleinbauer; Volksschule; 1927 – 41 Lehre u. Arbeit als Maurer, ein Jahr arbeitslos; 1927 KPD; 1941 – 45 Wehrmacht; 1945 / 46 brit. Kriegsgef. 1946 SED; 1946 / 47 Mitarb. im landw. Betrieb der Schwester; 1947 – 50 Verkaufsstellenltr. bei der Konsumgenossenschaft; 1950 Kultur-Ltr. der MTS in Stolpe; 1951 Lehrgang an der SED-LPS Mecklenb.; 1951 / 52 polit. Mitarb. der SED-LL Mecklenb.; 1952 – 54 Sekr. für Wirtschaft, anschl. bis Sept. 1955 2. Sekr. der SED-BL…