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In der Kategorie DDR A-Z  verlinkt die Website auf Handbücher zur DDR, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland erschienen sind.

 

Zwischen 1953 und 1985 veröffentlichte die Bundesregierung mehrere Handbücher über die Deutsche Demokratische Republik (DDR) unter verschiedenen Titeln, darunter SBZ von A–Z (1953–1966), A bis Z (1969) und das DDR Handbuch (1975–1985). Diese Werke verfolgten das Ziel, umfassende Informationen über die DDR zu liefern. Die Artikel behandelten Themen wie die staatliche Organisation, die politische und wirtschaftliche Entwicklung sowie die führenden Akteure der DDR. Diese Informationen wurden teils in kurzen Stichworterklärungen, teils in ausführlichen Darstellungen aufbereitet.

Mit dem Ende der DDR trat eine zusätzliche Dimension dieser Handbücher zutage: Sie fungieren als Zeitzeugen, die nicht nur die Entwicklung innerhalb der DDR, sondern auch die sich verändernde Perspektive der Bundesrepublik auf die DDR über drei Jahrzehnte hinweg dokumentieren. Diese Handbücher bieten daher eine wertvolle Quelle, um den Wandel der historischen Sichtweisen nachzuvollziehen.

Der gesamte Text dieser Handbücher ist nun auf der Plattform www.kommunismusgeschichte.de zugänglich gemacht worden. Dabei wurde der ursprüngliche Charakter des Nachschlagewerks beibehalten, indem die Querverweise der Originaltexte als Links integriert wurden. Neu ist die Möglichkeit, die Veränderungen der Einträge über die verschiedenen Ausgaben hinweg zu verfolgen, was einen einzigartigen Vergleich der historischen Perspektiven ermöglicht. Weitere Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier. 

 

DDR A-Z 1985

DDR A-Z 1985

Pflichtversicherung (1985)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Versicherungspflicht besteht, wenn die Gefahr des Auftretens beträchtlicher Schäden bei wichtigen Objekten vorhanden ist, wenn die Bürger allgemein vor den finanziellen Folgen besonderer Risiken geschützt werden sollen oder wenn für eine finanzielle Absicherung Vorsorge getroffen werden muß. In der DDR gibt es folgende Formen der P.: 1. Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung für Halter und Fahrer aller in der DDR zum Straßenverkehr zugelassenen und registrierten Kraftfahrzeuge. 2. Feuerpflichtversicherung für alle Gebäude und Betriebseinrichtungen. 3. Versicherung der volkseigenen Wirtschaft, sozialistischer Betriebe der Land-, Nahrungsgüter- und Forstwirtschaft sowie der staatlichen Organe und staatlichen Einrichtungen. Neben 1. und 2. erstreckt sich die Versicherungspflicht auf das Grund- und Umlaufvermögen (gegen Schäden durch bestimmte Elementarereignisse) und auf eine zusätzliche Unfallhaftpflicht (unabhängig von den Leistungen der SV). Bei Unfällen, die sich in Ausübung der beruflichen Tätigkeit ereignen und die einen Körperschaden von mindestens 50 v.H. oder Tod zur Folge haben, besteht Anspruch auf einen vollen Bruttojahreslohn (100 v.H. Körperschaden oder Tod) bzw. auf eine anteilige Leistung (Körperschaden zwischen 50 und 100 v.H.). Darüber hinaus müssen die Betriebe der Land-, Nahrungsgüter- und Forstwirtschaft eine Versicherung des lebenden Inventars, eine Tierseuchen- und Schlachtviehversicherung sowie eine Versicherung der Bodenerzeugnisse abschließen. Die staatlichen Organe und Einrichtungen sind verpflichtet, besonderen Versicherungsschutz für das persönliche Eigentum und für Unfälle der dort betreuten Personen (z.B. Kinder, Schüler, Bewohner von Altenwohnheimen) zu schaffen, ebenso wie für Schadenersatzansprüche, die gegen diese Organe und Einrichtungen geltend gemacht werden könnten. 4. In der Sozialversicherung sind pflichtversichert alle Beschäftigten mit Ausnahme a) beschäftigter Ehegatten mit geringeren Jahreseinkünften als 900 Mark, b) gelegentlich Tätiger und solcher mit geringfügigem Einkommen, c) bestimmter Geistlicher und Kirchenangestellter (seit 1971 sind auch die Selbständigen, die mehr als 5 Personen beschäftigen, pflichtversichert), d) Ausländer, die sich in der Ausbildung befinden und nur eine Beihilfe zum Lebensunterhalt beziehen. Sozialversicherungs- und Versorgungswesen. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 983 Pflegegeld A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Philatelie

DDR A-Z 1985

Sparkassen (1985)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die S. sind als Einrichtungen der Räte der Stadt- bzw. Landkreise und des „Magistrats der Hauptstadt der DDR, Berlin“ innerhalb des Bankwesens zuständig für die Betreuung der Bevölkerung in allen Geldangelegenheiten sowie die Finanzierung und Kontrolle der Betriebe des Wohnungswesens und der örtlichen Versorgungswirtschaft. Zu ihren Aufgaben zählen die Koordination der Arbeit der Geld- und Kreditinstitute auf dem Gebiet des Sparverkehrs, die Abwicklung des baren und unbaren Zahlungsverkehrs, die Führung von Spar-, Spargiro- und Gehaltskonten, die Gewährung von Krediten an die Bevölkerung, die Förderung des Eigenheimbaus, die Vermietung von Schließfächern und der Depotverkehr. Im Auftrag der Staatsbank sind sie zum An- und Verkauf von Reisezahlungsmitteln, zur Führung von Depotkassen und zur Auszahlung von Obligationen (Wertpapiere) berechtigt. Sie arbeiten auf der Grundlage eines Statuts vom 23. 10. 1975 (GBl. I, S. 703) und unterliegen der Aufsicht und Kontrolle des Präsidenten der Staatsbank. In den 200 Stadt- und Kreis-S. existieren die Abteilungen Sparwesen, Zahlungsverkehr/Rechnungswesen, Kredite/Wohnungsbaufinanzierung. Neben den 4.000 Zweigstellen — die auch als Betriebs-S. in größeren Betrieben geführt werden — und Agenturen bestehen Reichsbahnspar- und Darlehnskassen sowie der Postsparkassendienst. Ihre wichtigste Tätigkeit liegt in der Förderung des Sparens. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 1247 Sparen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sparkaufbrief

DDR A-Z 1985

Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (1985)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Das MfUW. wurde mit Wirkung vom 1. 1. 1972 gebildet (GBl. II, S. 18). Minister ist Dr. H. Reichelt (zugleich stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Mitglied des Präsidiums der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands [DBD]). 1. stellv. Minister und Staatssekretär ist Reinhold Fiedler (SED). Das Statut für das Ministerium wurde am 23. 10. 1975 vom Ministerrat beschlossen (GBl. I, S. 699). Es übernahm mit seiner Gründung die Aufgaben des Amtes für Wasserwirtschaft. Darüber hinaus hat es anleitende, koordinierende und kontrollierende Funktionen gegenüber den für die Landeskultur (Landeskulturgesetz) und den Naturschutz verantwortlichen Institutionen (Volksvertretungen und deren Räte in den Territorien) auszuüben. Der Minister ist zugleich Leiter der „Ständigen Arbeitsgruppe sozialistische Landeskultur“, in der Vertreter aller zentralen staatlichen Organe, die auf die Entwicklung und Gestaltung der Landeskul[S. 911]tur Einfluß nehmen können, vertreten sind. Zu den Aufgaben des MfUW. gehören vor allem: die Förderung der Umweltforschung (Wissenschaftlicher Rat f. Umweltforschung der Akademie der Wissenschaften [AdW], die Klasse für Umweltschutz und Umweltgestaltung der AdW mit Arbeitsgruppen für medizinisch-toxologische Belange, territoriale Strukturforschung usw., das Institut für Kommunalforschung Dresden u.a.m.); die Wahrnehmung der internationalen Vertretung auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Wasserwirtschaft. Insbesondere bestehen im RGW-Bereich unter Einschluß Jugoslawiens gemeinsame wasserwirtschaftliche Forschungen im Rahmen des Komplexprogramms. Schwerpunkte sind die Ökonomie der Wasserwirtschaft (hier wurden 2.000 Wasserbedarfsnormen für 15 Volkswirtschaftsbereiche erarbeitet), die Erkundung von Wasserreserven, die Verminderung der Wasserverunreinigung, die Hydrotechnik und der Hochwasserschutz. Koordinator der gemeinsamen Forschung im Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) ist die UdSSR. Zur Durchführung der Forschungsarbeiten unterstehen dem M. das Institut für Wasserwirtschaft, Berlin-Schöneweide, mit Außenstellen in Cottbus, Dresden, Erfurt, Magdeburg und Wittenberg (insgesamt 650 Mitarbeiter) und den VEB Hydrogeologie in Nordhausen mit rd. 1600 Mitarbeitern sowie Bohrtrupps in allen Bezirken der DDR. Auf dem Gebiet des Umweltschutzes wurden bis 1983 mehr als 25 größere Forschungsvorhaben abgeschlossen (verminderte Ableitung von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden, abfallfreie Produktion, Lärmminderung usw.). Als Ergebnis dieser Forschungsvorhaben erfolgte die Aufnahme von entsprechenden Lehrveranstaltungen in das Studienprogramm der Technischen Universitäten, Hoch- und Fachschulen sowie die Durchführung spezieller Ausbildungsgänge für Fachingenieure; der Aufbau spezieller Meßsysteme und Karteien für die Verunreinigung von Luft, Gewässern und Böden; der Aufbau einer Umweltstatistik in Zusammenarbeit mit der SZS und anderen Institutionen; die Ausweisung von Natur-, Landschafts- und/oder Wasserschutzgebieten in Zusammenarbeit mit den entsprechenden örtlichen Organen; der weitere Ausbau wasserwirtschaftlicher Einrichtungen (Talsperren, Rückhaltebecken und sonstige Speicheranlagen, Wasserversorgungs- und Aufbereitungsanlagen für Trink- und Brauchwasser für Industrie und Landwirtschaft, Entsorgungs- und Kläranlagen für kommunale Abwasser usw.); stärkere Ausübung der staatlichen Gewässeraufsicht. Zur Erfüllung der wasserwirtschaftlichen Aufgaben sind dem MfUW. 7 Wasserwirtschaftsdirektionen für die Wassereinzugsgebiete Küste-Warnow-Peene; Havel; Spree-Oder-Neiße; Obere Elbe-Mulde;Elbe-Mulde; Saale-Weiße Elster; Werra-Gera-Unstrut und Mittlere Elbe-Sude-Elbe unterstellt. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 910–911 Ministerium für Staatssicherheit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Ministerium für Verkehrswesen (MfV)

DDR A-Z 1985

Schwerindustrie (1985)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im allgemeinen Sprachgebrauch eine zusammenfassende Bezeichnung der Industriebereiche und -zweige, die überwiegend Produktionsmittel herstellen. Dazu gehören die Grundstoffindustrie (mit Energie- und Brennstoffindustrie, Chemische Industrie und Baumaterialienindustrie), ferner ein großer Teil der metallverarbeitenden Industrie (z. B. Werkzeugmaschinenbau; Schwermaschinen- und Anlagenbau). Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 1141 Schwangerschaftsverhütung und -unterbrechung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwermaschinen- und Anlagenbau

DDR A-Z 1979

DDR A-Z 1979

Amortisationen (1979)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1985 Geldausdruck für den jährlich zuzurechnenden Verschleiß der Anlagemittel. Die A. werden vermittels der — entsprechend der voraussichtlichen jährlichen Abnutzung — von staatlichen Stellen festgelegten Abschreibungssätze vom Brutto-Anlagevermögen errechnet. Den Begriff der A. rechnet man der Finanzierungssphäre zu, während die Abschreibungen als Begriff zur Kostensphäre gehören. Die Entstehung der A. setzt einen Umsatzakt voraus. Sofern ein planmäßiger Ersatzbedarf im betrieblichen Investitionsplan vorgesehen ist, wird ein Teil der A. dem Fonds für Investitionen (Fonds) zugeführt. Dieser Fonds existiert als Sonderbankkonto unter diesem Namen bei der für den Betrieb zuständigen Bank. Die A. werden zuvor großenteils auf dem Separatkonto A.-Fonds des Betriebes bei seiner Bank gesammelt. Es ist aber auch möglich, daß die A. direkt auf das Konto Investitionsfonds überwiesen werden. In der Regel werden die A. für die Erhaltung und den Ersatz verbrauchter Anlagemittel des Betriebes verwendet. Sie können aber auch z. T. dem Investitionsfonds der VVB zufließen, wenn eine Erneuerung und Rationalisierung der betrieblichen Anlagen planmäßig [S. 41]nicht vorgesehen ist. In diesem Fall sind die A.-Abführungen auf maximal 60 v. H. begrenzt, höhere Abführungen dürfen nur durch Minister oder andere Leiter zentraler Staatsorgane — bei örtlich geleiteten Betrieben durch die Vorsitzenden der Räte der Bezirke — festgesetzt werden. Mit den der Fondsbildung der VVB zugeflossenen A.-Abführungen wird wiederum eine Umverteilung zugunsten bestimmter förderungswürdiger Betriebe oder Projekte vorgenommen. Damit soll ein konzentrierter Einsatz von Mitteln zur Modernisierung und Rekonstruktion von Anlagen erreicht werden. Während vor dem Beginn der Wirtschaftsreform 1963/64 die A. im wesentlichen der Ersatzbeschaffung verbrauchter Grundmittel in den betreffenden Betrieben dienten und darüber hinaus auch noch die Finanzierung von Generalreparaturen und Kleininvestitionen ermöglichen sollten, wurden die A. in der NÖS-Periode infolge der Änderung der Abschreibungssätze, des Abschreibungsverfahrens und durch die Neu- und Höherbewertung des in der Wirtschaft eingesetzten Anlageparks (Grundmittelumbewertung) zu einer bedeutenden Quelle für die Finanzierung der volkswirtschaftlichen Bruttoinvestitionen, — also auch für Neuinvestitionen. Denn sowohl mit diesen Reformmaßnahmen als auch über eine vermehrte Selbstfinanzierung der Investitionen (Prinzip der Eigenerwirtschaftung der Investitionsmittel) ist ein effizienterer Einsatz der Kapitalgüter angestrebt worden. Seit der Rezentralisierung von Ende 1970 sollen die A. jedoch grundsätzlich wieder nur der Rationalisierung und Anlagenerneuerung zugute kommen. Grundmittel; Abschreibungen; Investitionsplanung; Phasen der Wirtschaftspolitik seit 1963; Betriebsformen und Kooperation. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 40–41 Amnestie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Arbeit und Löhne

DDR A-Z 1979

Preis-Leistungs-Verhältnis (1979)

Im Juli 1976 wurden neue Regelungen zur Preisbildung wirksam (GBl. I. 1976, S. 317 ff.), um einen höheren Anreiz zur Einsparung von Rohstoffen und Material, zur Verbesserung von Erzeugnissen sowie zu einer sinnvolleren Einfügung von Neuerungen in bestehende Sortimente zu erreichen. Die Preise für neue bzw. weiterentwickelte Erzeugnisse werden nunmehr nach dem sog. PLV. gebildet, d. h. in Relation zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften gegenüber Vergleichserzeugnissen. Ausgehend vom Preis des bisherigen Erzeugnisses mit der größten Vergleichbarkeit wird die Verbesserung der Gebrauchseigenschaften des neuen Produktes gemessen und danach — gemäß der neuen Kalkulationsrichtlinie (GBl. I. 1976, S. 321 ff.) — der neue Preis kalkuliert (Industrieabgabepreis; Einzelhandels-Verkaufspreis). Dem Hersteller werden im Preis 70 v. H. des Nutzenvorteils des neuen Erzeugnisses vergütet; damit erhöht sich für ihn auch der Gewinn. 30 v. H. des Nutzen Vorteils gehen an den Anwender; für ihn ergibt sich somit — bezogen auf den Gesamtnutzen des Produktes — eine Verbilligung. Nach dem neuen Verfahren wird zunächst der Industriepreis bei einem „Realpreisindex von 1“ gebildet. Damit ergibt sich der Preis, den das neue Erzeugnis aufgrund der Leistungsverbesserungen in Relation zum bisherigen Produkt erzielen müßte, damit der Aufwand je Leistungseinheit gleichbleibt. Anhand dieses Preises läßt sich der Nutzenvorteil des neuen Gutes ableiten, entweder durch Vergleich mit dem Preis des Vergleichsproduktes (P0) oder — wenn die Kosten des neuen Erzeugnisses höher sind als P0 — durch Vergleich mit den Kosten (einschl. kalkulatorischer Gewinn) des verbesserten Produktes. Von diesem Nutzenvorteil werden dem Hersteller 70 v. H. im Preis vergütet. Die schematische Darstellung zeigt, daß die nach dem PLV. gebildeten Preise sowohl auf die Kosten als auch auf die Verbesserung der Gebrauchseigenschaften bezogen sind. Wichtiger Grundsatz ist, daß die Preiserhöhung geringer sein soll als die Gebrauchswertsteigerung; das bedeutet, das PLV. soll tendenziell sinken. Ist die Kostensteigerung größer als die Erhöhung des Gebrauchswertes, so liegt kein verbessertes Erzeugnis vor. Ein Sonderfall des neuen Preisbildungsprinzips liegt vor, wenn der Betrieb Kostensenkungen (z. B. Materialeinsparungen) bei unveränderten Produkten erzielt; der Betrieb kann in diesem Fall den Betriebspreis bis zum Jahre 1980 konstant lassen, d. h. das PLV. bleibt mehrere Jahre unverändert. Davon ausgenommen sind allerdings Qualitätsminderungen und ein Absinken unter das bestehende technische Niveau. In diesen Fällen müssen Preisabschläge — mindestens in Höhe der von staatlichen Stellen festgestellten Gebrauchswertminderungen — vorgenommen werden. Erhält ein Erzeugnis hingegen das amtliche Gütezeichen „Q”, so ist ein [S. 850]Preiszuschlag in Höhe von grundsätzlich 2 v. H. des Betriebspreises vorgesehen. Obwohl das neue Preisbildungsverfahren eine bessere Einordnung neuer Güter in bestehende Sortimente ermöglicht, überwiegen seine Nachteile.: Der Anreiz der Betriebe für Neuentwicklungen ist angesichts der bestehenden Vorschriften zur Gewinnverwendung relativ gering; objektive Maßstäbe zur Messung der Gebrauchseigenschaften neuer Erzeugnisse fehlen, so daß an die Stelle einer unzureichenden Bewertung des Aufwands nur eine unzureichende Messung der Gebrauchseigenschaften getreten ist. Das Amt für Preise und die von ihm beauftragten staatlichen Preisbildungsorgane dürften auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen, eine wirksame Kontrolle und Bewertung der Gebrauchseigenschaften durchzuführen, da die Hersteller alle wirklichen und vermeintlichen positiven Eigenschaften ihrer neuen oder verbesserten Erzeugnisse herausstellen, die Nachteile hingegen verdecken werden. Preissystem und Preispolitik. Anhang Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 849–850 Präsidium des Obersten Gerichts A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Preissystem und Preispolitik

DDR A-Z 1979

Klassenkampf (1979)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Klassen. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 597 Klassenbewußtsein A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf auf dem Lande

DDR A-Z 1979

Deutsche Außenhandelsbank Aktiengesellschaft (DABA) (1979)

Siehe auch: Deutsche Außenhandelsbank AG (DABA): 1969 Deutsche Außenhandelsbank Aktiengesellschaft (DABA): 1975 1985 Am 1. 7. 1966 durch Ausgliederung der für die finanzielle Abwicklung von Außenhandelsgeschäften zuständigen Bereiche aus der Deutschen Notenbank gebildet, ist die DABA als Teil des Bankwesens die zuständige Geschäftsbank für die Abwicklung des zwischenstaatlichen Kredit-, Zahlungs- und Verrechnungsverkehrs; die Finanzierung und Finanzkontrolle in Mark sowie ausländischen Währungen (Valuta) der Außenhandelsbetriebe und der im Rahmen des Außenwirtschaftsmonopols tätigen Verkehrsbetriebe; die Ausreichung von Devisenkrediten sowie die Refinanzierung der übrigen Geschäftsbanken für deren Kreditgewährung in ausländischen Zahlungsmitteln. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Auftrage der Staatsbank unterhält die DABA Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Banken und wickelt alle im internationalen Bankverkehr üblichen Geschäftsoperationen einschließlich der Aufnahme und Vergabe von Depositen und Krediten sowie des Geld- und Devisenhandels ab. Besonders intensive Beziehungen unterhält die DABA mit der Internationalen Bank für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (IBWZ), über die aufgrund der regionalen Struktur des Außenhandels der größte Teil des Zahlungs- und Verrechungsverkehrs der DDR in transferablen Rubeln abgewickelt wird. Den Filialen der DABA obliegen die Bearbeitung und Weiterleitung von Exportdokumenten, die Durchführung des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland sowie die Beratung der exportierenden Betriebe. Die DABA gliedert sich in die Zentrale mit Sitz in Berlin (Ost), Filialen und Außenstellen. Im Ausland unterhält sie Vertretungen bzw. Repräsentanzen (u. a. in Paris, London, Rom). Diese „volkseigene Außenhandelsbank“ hat den juristisch-organisatorischen Status einer Aktiengesellschaft mit Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand sowie einer Satzung. Ihr Grundkapital beträgt 300 Mill. Mark, als Aktionäre dürfen die Staatsbank und Außenhandelsbetriebe fungieren. Präsident der DABA ist (Januar 1979) Werner Polze. Außenwirtschaft und Außenhandel. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 253 Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft (DARAG) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Bauakademie

DDR A-Z 1975

DDR A-Z 1975

Deutscher Friedensrat (1975)

Siehe auch: Deutscher Friedensrat: 1979 Deutscher Friedensrat (seit Mitte 1966 auch „F. der DDR“): 1969 Friedensrat der DDR: 1979 1985 Friedensrat, Deutscher: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Friedensrat der DDR. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 196 Deutscher Buch-Export und -Import A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutscher Jugendring

DDR A-Z 1975

Handelsregister (1975)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1979 1985 Durch die VO über die Übertragung der Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit vom 15. 10. 1952 (GBl., S. 1057) wurde bestimmt, daß das H. (Abt. A und B) nicht mehr bei den Gerichten, sondern bei den Räten der Kreise zu führen ist. Zuständig ist jetzt die Abt. Wirtschaft beim Rat des Kreises, die an die Stelle des Registergerichts getreten ist. Über Beschwerden gegen Maßnahmen der mit der Registerführung beauftragten Angestellten entscheidet der Rat des Bezirks endgültig. Einsichtnahme in das H. kann von der Glaubhaftmachung eines rechtlichen Interesses abhängig gemacht werden. Bekanntmachungen aus dem H. in öffentlichen Blättern finden nicht mehr statt. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 398 Handelsrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsschutzgesetz

DDR A-Z 1975

Ministerium für Chemische Industrie (1975)

Siehe auch die Jahre 1969 1979 1985 Nach Auflösung des Volkswirtschaftsrates (Ende 1965) gebildetes zentrales Anleitungs- und Kontrollorgan zur Planung und Leitung der gesamten chemischen Industrie. Minister ist seit 1966 Günter Wyschowsky; Staatssekretär und 1. Stellv. Minister ist seit 1969 Karl Kaiser. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 567 Ministerium für Bezirksgeleitete Industrie und Lebensmittelindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Ministerium für Elektrotechnik und Elektronik

DDR A-Z 1975

Akademie für Ärztliche Fortbildung (1975)

Siehe auch: Akademie für ärztliche Fortbildung: 1965 1966 Akademie für Ärztliche Fortbildung: 1962 1963 1969 1979 1985 Akademie für Sozialhygiene: 1965 1966 Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 Unter diesem Namen sind 1970 drei der vier Zentralinstitute wieder zusammengefaßt worden, in die die 1945 gegründete Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung 1960 zerlegt worden war; nur das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin ist selbständig geblieben (Arbeitshygiene). Die A. untersteht dem Ministerium für Gesundheitswesen. Nach ihrem Statut (15. 12. 1971) ist die A. jetzt „Leitinstitut für die Weiterbildung der im Gesundheits- und Sozialwesen tätigen Hochschulkader“ (d. s. die berufstätigen Hochschulabsolventen). Außerdem sind ihr — als Nachfolgerin der in ihr aufgegangenen Institute für Sozialhygiene und für Planung und Organisation des Gesundheitsschutzes — Forschungsaufgaben auf den Gebieten der Leitung, Planung, Organisation und Ökonomie des Gesundheits- und Sozialwesens übertragen. Im einzelnen soll die A. nach ihrem Aufgabenkatalog 1. die Bildungsinhalte für die Leitungs- und Hochschulkader erarbeiten, 2. Qualifizierungsmaßnahmen für diese Kader zentral durchführen, 3. dezentrale Qualifizierungsmaßnahmen koordinieren, 4. hohe Qualität der obligatorischen Fortbildung für Ärzte sichern und dafür Referentenmaterial herausgeben, 5. Lehrmaterialien und Lehrmittel erarbeiten, 6. die Berufsausbildung und die Weiterbildung der Mittleren medizinischen Fachkräfte und der Fachschulkader (d. s. die berufstätigen Fachschulabsolventen) im Gesundheits- und Sozialwesen unterstützen, 7. wissenschaftliche Grundlagen zur Entwicklung der Berufs- und Qualifikationsstruktur im Gesundheits- und Sozialwesen erarbeiten, 8. philosophische und wissenschafts-theoretische Grundlagen von Medizin und Biologie und deren Anwendung im Gesundheitsschutz und Beiträge zur Theorie der Medizin erarbeiten, 9. wissenschaftliche Grundlagen der Leitung und Planung des Gesundheits- und Sozialwesens, insbesondere für die Organisation der medizinischen und sozialen Betreuung und der medizinischen Forschung entwickeln und 10. wissenschaftliche Vorarbeiten für die Gestaltung des Informationswesens (d. i. Planung, Rechnungsführung und Statistik) des Gesundheits- und Sozialwesens leiten. Dieser weitgespannte Aufgabenkreis ist gegenüber dem der medizinischen Institute der Akademie der Wissenschaften nicht klar abgegrenzt. Leiter der A. ist der Rektor. Er wird auf drei Jahre vom Wissenschaftlichen Rat gewählt, einem Kollegium aus „hervorragenden Hochschullehrern und Wissenschaftlern“, das dem Rektor als „kollektives wissenschaftliches Beratungsorgan“ zur Seite steht. Allgemeines Beratungs- und Kontrollorgan des Rektors ist ein Gesellschaftlicher Rat, wie er an den übrigen Universitäten und Hochschulen existiert. Die A. ist in Sektionen gegliedert. Diese haben Lehrstühle, auf denen Hochschullehrer, aber auch „hervorragende Ärzte und Wissenschaftler, die in Einrichtungen des Gesundheitswesens eine leitende Funktion ausüben“, hauptamtlich tätig sind. Außer ihnen sind nebenamtlich als Honorarprofessoren und Honorardozenten Hochschullehrer der Universitäten und Medizinischen Akademien tätig. Rektor ist gegenwärtig (1974): Prof. Dr. sc. med. Kurt Winter. Sitz: Berlin-Lichtenberg. Gesundheitswesen, VI. A. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 23 Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR

DDR A-Z 1969

DDR A-Z 1969

Rowdytum (1969)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Pj. für besondere Erscheinungsform der Jugendkriminalität. Lange Zeit wurde die Existenz dieses Problems nicht erwähnt. Schließlich wurden als Gründe „für die mangelnde Aktivität der Jugendlichen im öffentlichen Leben und für das leider oft beobachtete R.“ das fehlende gute Beispiel der Erwachsenen und das Versagen der FDJ angeführt (DLZ vom 19. 1. 1957). Der Vorwurf des R. wurde 1964 insbesondere den ihre Begeisterung für Beat-Musik stürmisch bekundenden Jugendlichen gemacht. Zahlreiche Prozesse wegen R. endeten mit harten Bestrafungen. Weder dadurch noch durch die Einweisung schwererziehbarer und krimineller Jugendlicher in Heim- und Jugendwerkhofs-Erziehung ist es bisher gelungen, das R. entscheidend einzudämmen. Das neue Strafgesetzbuch enthält im Besonderen Teil in §§ 215, 216 eine Spezialvorschrift zur Bekämpfung des R. Bestraft werden „aus Mißachtung der öffentlichen Ordnung oder der Regeln des sozialistischen Gemeinschaftslebens“ begangene rowdyhafte Handlungen. Darunter können Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Eigentumsdelikte, Landfriedensbruch u. a. Straftaten fallen, wobei eine weitgehende Differenzierung ermöglicht werden soll. Während die öffentliche Ordnung nur geringfügig störende Verhaltensweisen als Ordnungswidrigkeiten verfolgt werden können, also vom Straftatbestand R. überhaupt nicht erfaßt sind, werden schwere Fälle des R. grundsätzlich als Verbrechen qualifiziert („Neue Justiz“ 1967, S. 157). Unterschieden werden das R. eines Einzeltäters (Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren), das „Gruppen-R.“ (Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren) und der schwere Fall des R. — besondere Gefährdung der öffentlichen Ordnung, fortgesetzte Begehung von R. durch mehrere Täter, Rädelsführer —, für den Freiheitsstrafen von 1 bis 8 Jahren angedroht sind. Für geringfügige Beteiligung an einem Gruppendelikt sind Haft- oder Geldstrafe vorgesehen. Eine weitere Bestimmung (§ 217 StGB) stellt die Beteiligung an oder Organisierung von unerlaubten Ansammlungen von Personen auf öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen unter Strafe, die für den Rädelsführer von 1 bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe bemessen werden kann. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 536 Rote Ecke A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z RTS

DDR A-Z 1969

Waffenbesitz (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 [S. 694]Gesetzlich geregelt sind lediglich das Recht zum Besitz von Luftdruckwaffen (AO vom 16. 2. 1957 — GBl. S. 163) und das Recht zum Besitz von Jagdwaffen und -munition (8. DB zum Jagdgesetz vom 14. 4. 1962 — GBl. II, S. 255). Jeder andere W. ist grundsätzlich verboten; eine gesetzliche Regelung zur Behandlung von Ausnahmefällen fehlt. Rechtsgrundlage für die Bestrafung von unbefugtem W. (einschließlich Munition, Explosivstoffen und Seitenwaffen aller Art) war zunächst der Befehl Nr. 2 des Alliierten Kontrollrats vom 7. 1. 1946. Dieser wurde am 29. 9. 1955 durch die „VO über die Bestrafung von unbefugtem W. und Waffenverlust“ (GBl. S. 649) ersetzt. Nunmehr fassen §§ 206–209 des neuen Strafgesetzbuchs die Bestimmungen der Waffen-VO und des Sprengmittelgesetzes vom 30. 8. 1956 (GBl.~I, S. 709) zusammen und drohen Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Verurteilung auf Bewährung demjenigen an, der „ohne staatliche Erlaubnis Schußwaffen, wesentliche Teile von Schußwaffen, Munition oder Sprengmittel herstellt, in Besitz hat, sich oder einem anderen beschafft“. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, der Schußwaffen, Munition oder Sprengmittel, zu deren Führung, Gebrauch oder Verwaltung er berechtigt ist, unbefugt vernichtet, unbrauchbar macht, einem anderen überläßt oder auf andere Weise beiseite schafft. In qualifizierten Fällen tritt Freiheitsstrafe nicht unter 2 Jahren ein. Die konsequente Verfolgung des Mißbrauchs von Schußwaffen — also nicht mehr Seitenwaffen — sei notwendig, weil „der unkontrollierte W. eine ernste Gefahr für die Sicherheit der Bürger unseres Staates darstellt“ („Neue Justiz“ 1967, S. 152). Nach § 225 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren, Verurteilung auf Bewährung, Geldstrafe oder mit öffentlichem Tadel bestraft, wer in Kenntnis von unbefugtem W. diesen nicht unverzüglich zur Anzeige bringt, oder wer glaubwürdig von einem Waffenversteck Kenntnis erlangt und dies nicht unverzüglich anzeigt. In besonders schweren Fällen kann auf Freiheitsstrafe von 2 bis zu 10 Jahren erkannt werden. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 694 VWR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Wahlen

DDR A-Z 1969

Neugebauer, Werner (1969)

* 27. 8. 1922. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin (Ost) seit 1963. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954. Ausbildung zum Schriftsetzer. Neulehrer, später Kreisschulrat. Danach bis 1955 Sekr. für Kultur und Erziehung der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt. 1955–1963 hauptamtl. im Apparat des ZK. Seit Febr. 1962 stellv. Leiter der ideologischen Kommission und Leiter der Abt. Volksbildung und Wissenschaften der SED-Bezirksleitung Berlin (Ost). Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 767 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/neugebauer-werner verwiesen. Naumann, Konrad A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neumann, Alfred 1909

DDR A-Z 1969

Dogmatismus (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Im kommun. Sprachgebrauch eine Abweichung, der sich diejenigen schuldig machen, die „unkritisch, einseitig und vorurteilsbedingt“ denken und handeln; seit dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 wird D. in der SED vor allem jenen vorgeworfen, die an „überholten“ Dogmen festhalten, statt die vorgegebene „schöpferische Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus“ gemäß der jeweils gültigen Auslegung zu vertreten. Im Chinesisch-sowjetischen Konflikt wird der Standpunkt der chinesischen und albanischen Kommunisten als D. bezeichnet. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 160 Döbeln A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dokumentation

DDR A-Z 1966

DDR A-Z 1966

Wissenschaftliche Beiräte (1966)

Siehe auch: Wissenschaftliche Beiräte: 1965 Wissenschaftliche Räte: 1975 1979 1985 Institutionen mit beratender Funktion in Fragen der „Einführung des technischen Höchststandes“ bei den Leitungen der Vereinigungen Volkseigener Betriebe. (Wissenschaftl.-technische Zentren) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 545 Wissenschaftlich-technischer Vorlauf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Wissenschaftliche Industriebetriebe

DDR A-Z 1966

Stipendien (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 St. werden benutzt a) als Mittel zur Auslese der Schüler der Ober- und Fachschulen und der Studierenden an den Hochschulen, b) als Anreiz zur Erzielung der Anpassung an die kommunistische Herrschaft (Prämiierung guter Lernleistungen politisch zuverlässiger Schüler und Studenten). Als Voraussetzung der Zahlung von Unterhaltsbeihilfen (St.) an Oberschüler gelten: Zugehörigkeit zu den bevorzugten Gruppen (Arbeiter- und Bauernkinder), gute fachliche Leistungen und „gesellschaftliche Aktivität im Sinne unserer Arbeiter-und-Bauern-Macht“. Das gilt entsprechend für die Studierenden der Hochschulen. Die Bestimmungen sind wiederholt geändert worden. Nach der neuen Stipendienordnung vom 17. 12. 1962 (GBl. II, S. 834) erhalten Arbeiter-und-Bauernkinder, die ihnen gleichgestellten Kategorien und ehemalige Angehörige der NVA ein monatliches St. von 190 DM Ost, so weit sie an Universitäten und Hochschulen studieren. Studierende der Fachschulen erhalten 160 DM Ost, Kinder von Angestellten, Angehörigen der Intelligenz u. a. 140 bzw. 110 DM Ost. Leistungsprämien können bei „sehr guten oder guten Studienleistungen“ auch an Nichtstipendienempfänger gewährt werden. Bevorzugt werden bei der Vergabe von St. Studierende an Industrie-Instituten (monatl. St. von 500 bis 1.200 DM Ost). Sonder-St. gibt es für Studierende, die „hervorragende Leistungen und besondere Erfolge bei der Aneignung des Marxismus-Leninismus und seiner Anwendung im Fachstudium“ aufweisen (Karl-Marx-St.). Weitere Sonder-St.: Johannes-R.-Becher-St. und Wilhelm-Pieck-St. Bei „fachlichen und gesellschaftlichen Fehlleistungen“ können Abzüge von Grund-St. bzw. Leistungs-St. ganz oder teilweise vorgenommen werden. Literaturangaben Baumgart, Fritz: Das Hochschulsystem der sowjetischen Besatzungszone. (BMG) 1953. 31 S. Lange, Max Gustav: Wissenschaft im totalitären Staat. Die Wissenschaft der sowjetischen Besatzungszone auf dem Weg zum „Stalinismus“, m. Vorw. v. Otto Stammer (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 5). Stuttgart 1955, Ring-Verlag. 295 S. Müller, Marianne, und Egon Erwin Müller: „… stürmt die Festung Wissenschaft!“ Die Sowjetisierung der mitteldeutschen Universitäten seit 1945. Berlin 1953, Colloquium-Verlag. 415 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 467 Stief, Albert A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stoph, Willi

DDR A-Z 1966

Oberschulen (1966)

Siehe auch: Oberschule: 1956 Oberschulen: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 „Zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule“ und „erweiterte Oberschule“. (Schule, Erziehungs- und Bildungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 340 Oberbürgermeister A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Oberstes Gericht

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Stadtbezirksgericht (1966)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Unterste Gerichtsinstanz in Ostberlin, Gerichtsverfassung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 461 Stadtbezirk A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stadtbezirksversammlung

DDR A-Z 1965

DDR A-Z 1965

Arbeitsgericht (1965)

Siehe auch: Arbeitsgericht: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Arbeitsgerichtsbarkeit: 1969 1975 1979 Die A. bestanden bis zum 18. 4. 1963 als Kreis- und Bezirks-A. Seitdem sind ihre Aufgaben auf die Kammern für Arbeitsrechtssachen bei den Kreisgerichten und die Senate für Arbeitsrechtssachen bei den Bezirksgerichten (Gerichtsverfassung) übergegangen. Die Kammern für Arbeitsrechtssachen entscheiden über Einsprüche gegen Beschlüsse der Konfliktkommissionen in Arbeitsstreitigkeiten, gegen Disziplinarmaßnahmen des Betriebsleiters, falls dieser der Empfehlung der Konfliktkommission auf Aufhebung nicht gefolgt ist, und in Arbeitsstreitigkeiten, die in den Betrieben nicht gelöst wurden oder nicht gelöst werden können. Die Senate für Arbeitsrechtssachen bei den Bezirksgerichten werden in zweiter Instanz tätig, können aber auch auf Betreiben des Direktors des Bezirksgerichts oder des Generalstaatsanwalts erstinstanzlich tätig werden. Beim Obersten Gericht besteht ein Senat für Arbeitsrechtssachen. Für die Anleitung und Kontrolle sowie die Kassation gelten die allgemeinen Vorschriften. Literaturangaben Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 29 Arbeitsgemeinschaften, Ständige A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsgesetzbuch

DDR A-Z 1965

Staatsbürgerkunde (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Früher Gegenwartskunde, war lt. Verfügung vom 24. 10. 1958 für die 8. bis. 12. Klassen vorgesehen (durchschnittlich je eine Wochenstunde). Der „Lehrplan für das Fach St. an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen (Entwurf)“ vom 20. 3. 1964 schreibt die St. für die 9. bis 12. Klassen der 10klassigen Oberschule und für die 1.–12. Klassen der erweiterten Oberschule, sowie für die Berufs- und Volkshochschulen vor. In Übereinstimmung mit der politisch-pädagogischen Zielsetzung und dem sonstigen Unterricht hat die St. die Aufgabe, die Schüler mit der offiziellen Selbstinterpretation der SBZ, ihrer Entwicklung und ihren politischen Tendenzen im Rahmen des Ostblocks vertraut zu machen und sie für den Kommunismus zu mobilisieren. In den 9. und 10. Klassen werden die Stoffeinheiten „Weg und Ziel des Sozialismus in der DDR“ (33 Stunden), „Der umfassende Aufbau des Sozialismus“ (56 Stunden) behandelt, in den 11. und 12. Klassen die Stoffeinheiten „Sozialistische Weltanschauung“ (39 Stunden) und „Das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft“ (13 Stunden). Im Unterricht ist den Schülern die angebliche Überlegenheit der SBZ gegenüber der Bundesrepublik und die von ihr beanspruchte führende Rolle bei „der nationalen Wiedergeburt“ Deutschlands — mit der radikalen Kritik an der Bundesrepublik — ständig vor Augen zu führen. Am 1. September 1964 begann die Ausbildung von Lehrern für das Fach St. an der Karl-Marx-Universität Leipzig und am Pädagogischen Institut Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Das Studium dauert vier Jahre und erfolgt in Verbindung mit den Fächern Geschichte, Deutsch und Körpererziehung. (Schule, Erziehungs- u. Bildungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 412 Staatsbibliothek, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Staatsbürgerschaft

DDR A-Z 1965

Kernforschung (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Atomenergie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 215 Kennziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Keßler, Heinz

DDR A-Z 1965

Schönebeck (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1966 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt an der Elbe, mit (1963) 45.035 Einwohnern (1950: 46.426). Moor- und Solbad in Sch.- Bad Salzeimen; bedeutende Industrie: Metallwaren, Fahrzeug- und Gerätebau, chemische Industrie, Zement, Salzbergbau, Saline. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 377 Schön, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schönebecker Methode

DDR A-Z 1963

DDR A-Z 1963

Thiele, Ilse, geb. Neukrantz (1963)

Siehe auch: Thiele, Ilse: 1954 Thiele, Ilse, geb. Neukrantz: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 * 4. 11. 1920 in Berlin als Tochter eines Arbeiters, Mittelschule, Büroangestellte. 1930 Arbeitersportverein „Fichte“, 1945 KPD, zunächst Stenotypistin beim Antifa-Ausschuß Berlin-Lichtenberg; 1947 Besuch der Landesparteischule, dann 2. Bezirksvors. des DFD in Berlin-Lichtenberg, Anfang 1948 Bezirksstadträtin für Sozialwesen, 1949 Mitgl. des Sekretariats des DFD-Landesvorstandes Berlin, 1950/51 SED-Parteihochschule, Anfang 1953 stellv. Vors. des DFD, am 11. 9. 1953 als Nachfolgerin Elli Schmidts Vors. des DFD in der SBZ. Seit April 1954 Mitgl. des ZK der SED, seit Febr. 1954 Abg. der Volkskammer. Mitgl. d. Exekutive d. Rates der IDFF. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 477 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1963 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/thiele-ilse verwiesen. Theodor-Neubauer-Medaille A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Thiessen, Peter-Adolf

DDR A-Z 1963

Brigadetagebücher (1963)

Siehe auch: Brigadetagebuch: 1979 1985 Brigadetagebücher: 1960 1962 1965 1966 1969 1975 Um die künstlerische Betätigung der Werktätigen anzuregen (Schreibende ➝Arbeiter, Kulturpolitik), vor allem aber, um sich gegenseitig zu „sozialistischen Menschen“ zu erziehen, werden die Arbeiter in den VEB angehalten, B. zu führen, in denen alle Mitgl. einer Brigade alle Ereignisse während der Arbeit und während der gemeinsam verbrachten Freizeit eintragen sollen. Brigademitglieder, die noch nicht verstehen, „sozialistisch zu leben und sozialistisch zu arbeiten“, sind in den B. namentlich zu nennen und auf ihre „Fehler“ aufmerksam zu machen sowie zur Selbstkritik aufzufordern. „Fortschrittliche“ Arbeiter sollen ihnen als Vorbild hingestellt werden. In einigen Großbetrieben werden Wettbewerbe „Wer schreibt das beste B. ?“ veranstaltet. Als Muster für B. wurde ein von einem Reparaturschlosser mit Hilfe eines Berufsschriftstellers verfaßtes B. in Buchform veröffentlicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 90 Brigaden der LPG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brocken

DDR A-Z 1963

Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-AG (DARAG) (1963)

Siehe auch: Auslands- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft der DDR (DARAG): 1985 Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-AG: 1969 Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-AG (DARAG): 1959 1960 1962 1965 1966 Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft (DARAG): 1975 1979 Ein neben der Deutschen ➝Versicherungsanstalt zugelassenes Versicherungsunternehmen mit 50 v. H. sowjetischer Beteiligung. Die deut[S. 104]schen Anteile befinden sich in den Händen der Kammer für Außenhandel, der Deutschen ➝Versicherungsanstalt und einiger Außenhandelsunternehmen und Außenhandelsgesellschaften. Die DARAG hat 1958 die Geschäfte der Schwarzmeer und Ostsee, Allgemeinen Versicherungs-AG auf dem Gebiete der Versicherung, des Ex- und Importes sowie des Transitverkehrs übernommen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 103–104 Deutsche Arbeiterkonferenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Bauernbank (DBB)

DDR A-Z 1963

Massenkontrolle (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 Pj. Teil der sog. Masseninitiative, u. a. gebraucht bei der Kontrolle über die Erfüllung der Betriebskollektivverträge sowie als Kontrolle über die Versorgung der Bevölkerung (die Arbeiterkontrolle sowie sog. Kontrollposten der FDJ). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 307 Masseninitiative A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Massenorganisationen

DDR A-Z 1962

DDR A-Z 1962

WSTVO (1962)

Siehe auch: WStVO: 1965 1966 WSTVO: 1956 1958 1959 1960 1963 Abk. für Wirtschaftsstrafverordnung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 496 Wollweber, Ernst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Zahlenlotto

DDR A-Z 1962

Betriebsgesundheitswesen (1962)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Befehl Nr. 234 der SMAD gab 1947 den Betrieben die Einrichtung medizinischer Behandlungsstellen auf, die nach sowjet. Muster Teil des Systems der nach Versorgungsbereichen gegliederten ambulanten ärztlichen Versorgung geworden sind. Größe und Ausstattung sind gestaffelt nach der Belegschaftszahl: in Industrie, Verkehr und Landwirtschaft haben Betriebe bis zu 200 Beschäftigten lediglich „Gesundheitsstuben“ mit Gesundheitshelfer des DRK, Betriebe mit (a) 200–500 Beschäftigten die „Schwesternsanitätsstelle“ mit ärztlicher Sprechstunde, (b) 500–2.000 die „Ambulanz“ mit Arzthelfer oder stundenweise tätigem Arzt, © 2.000 bis 4000: Betriebsambulatorium mit 1 bis 4 ganztägig tätigen Ärzten (und Zahnärzten), (d) mehr als 4000: Betriebspoliklinik mit (mindestens 5) fachärztlichen sowie zahnärztlichen Behandlungsabteilungen; in anderen Wirtschaftszweigen gelten höhere Schlüsselzahlen. Das Personal gehört dem staatlichen Gesundheitsdienst an; die Führung geht aber mehr und mehr an die Betriebsleitungen über. Im Vordergrund steht jetzt die Bemühung um die Entwicklung eines B. auf dem Lande, d. h. bei den LPG. Aufgaben: ambulante Behandlung (auch betriebsfremder Personen) und Kontrolle der Arbeitsbefreiung, „Erste Hilfe“ bei Unfällen, Überwachung nach dem Dispensaire-Prinzip mit Reihenuntersuchungen, Führung von Nachtsanatorien und (neuerdings) Krankenhäusern, schließlich Arbeits- und Betriebshygiene (Arbeitssanitätsinspektionen), Unfallverhütung und Überwachung der Werksküchen. Der Versuch, die Einrichtungen des B. jedes Wirtschaftszweiges in jedem Kreis unter Leitung einer Betriebspoliklinik zusammenzufassen, war allenfalls in einzelnen hoch industrialisierten Distrikten realisierbar. Nur „für die wichtigsten Industriezweige sind an der Stelle ihrer größten Konzentration Leiteinrichtungen aus Betriebspoliklinik, Betriebskrankenhaus und arbeitshygienischer Abteilung einzurichten“ (Perspektivplan, S. 22). In der Regel werden alle Einrichtungen des B. in jedem Kreis organisatorisch verbunden und unter die Leitung der größten Betriebspoliklinik des Kreises gestellt. Sie soll ein Betriebskrankenhaus oder mindestens eine Bettenstation für die „Begutachtung“, d. h. die Kontrolle des Leistungsvermögens von Belegschaftsmitgliedern, und außerdem mindestens ein Nachtsanatorium einrichten. In jedem Fall soll das gesamte B. jedes Kreises als „Abteilung“ dem Gesundheitszentrum eingeordnet sein. Bestand Anfang 1961: (a) 1.558, (b) 1.649, © 161, (d) 74. Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw., von Erwin Jahn völlig umgearb. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 98 S., Teil II (Anlagen) 189 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 68 Betriebsberufsschulen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Betriebsgewerkschaftsleitung

DDR A-Z 1962

Parteiauftrag (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Auftrag mit Befehlscharakter an Mitgl. einer bolschewistischen Organisation. Besonders wichtiges Mittel zur Durchsetzung von Parteibeschlüssen in Verwaltung, Wirtschaft, Massenorganisationen usw. Es gibt aber auch P., die lediglich der „bolschewistischen Festigung“ der Mitlieder dienen und sie zu aktiver Parteiarbeit heranziehen sollen. P. werden von den Leitungen mit festen Terminen an die Mitgl. vergeben. P. werden u. a. erteilt zur Bespitzelung von Arbeits- oder Studienkollegen sowie zur Werbung für die Nationale Volksarmee. Auch die SED-Mitgl., die Anfang 1958 die Kollektivierung durchsetzen, erhielten P. Ablehnung des P. oder Nichterfüllung bedeuten Verletzung der Parteidisziplin. Dem P. entspricht der Verbandsauftrag der FDJ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 319 Parteiaktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteidisziplin

DDR A-Z 1962

Betriebsschulen, Technische (1962)

Siehe auch: Betriebsschulen: 1985 Betriebsschulen, Technische: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Betriebliche Einrichtungen zur beruflichen Ausbildung und zur Qualifizierung insbesondere ungelernter Arbeiter in Kursen. Ziel ist, „das technisch-kulturelle Niveau der Masse der Werktätigen zu heben“. Durch den Besuch der B. haben die Belegschaftsmitglieder folgende Möglichkeiten: „Erwerb des technischen Minimums, Qualifizierung in der derzeitigen oder einer höheren Lohngruppe, Erlernung eines zweiten, artverwandten Berufes, Kenntniserwerb für einen größeren beruflichen Wirkungskreis.“ Es laufen auch Kurse für Ingenieure, Techniker, Meister und Facharbeiter. Für letztere ist die Facharbeiter-Prüfung, deren Ablegung Voraussetzung für Höhergruppierungen ist, das Schulziel. Der praktische Unterricht erfolgt entweder als Klassenunterricht oder als sogenannter Brigade-Unterricht, bei dem der zu Qualifizierende einer Arbeitsbrigade mit höher bewerteter Tätigkeit zugeteilt wird. Ein erheblicher Teil des Unterrichts besteht aus „Gesellschaftlicher Schulung“, d. h. politischem Unterricht im Sinne der SED. Die Technischen B. bestehen nur noch in solchen Betrieben, in denen bisher keine Betriebsakademie errichtet wurde. (Produktionspropaganda) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 70 Betriebsräte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Betriebsschutz

DDR A-Z 1960

DDR A-Z 1960

Gewerbebanken (1960)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Banken für ➝Handwerk und Gewerbe, Bankwesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 144 Gesundheitszentrum A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gewerkschaftsaktiv

DDR A-Z 1960

Maron, Karl (1960)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 * 27. 4. 1903 in Berlin als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Maschinenschlosser. Seit 1926 KPD-Mitgl., führend im Arbeitersport tätig, ab 1929 aus politischen Gründen arbeitslos, 1932 Vors. des Arbeitersportvereins „Fichte“. 1934 nach Dänemark emigriert, von dort in die SU, 1943 Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland und stellv. Chefredakteur der Kriegsgefangenenzeitung „Freies Deutschland“, im Mai 1945 1. Stellv. des Oberbürgermeisters von Berlin, 1947 Vors. der SED-Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, im Nov. 1948 Stadtrat für Wirtschaft im Magistrat von Ost-Berlin. Im Nov. 1949 stellv. Chefredakteur des SED-Zentralorgans „Neues Deutschland“, ab 31. 8. 1949 Generalinspekteur und Chef der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei. Seit 28. 6. 1955, als Nachfolger von Stoph, Minister des Innern. Generalleutnant der DVP. Seit April 1954 gehört er dem ZK der SED an. Abg. der Volkskammer seit Nov. 1958. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 252 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1960 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/maron-karl verwiesen. Marktproduktion A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Marx, Karl

DDR A-Z 1960

Registrierverwaltung (1960)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Registrierabteilung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 338 Registrierabteilung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rehabilitation

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Volkswirtschaftsplan (1960)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Jahresplan im Fünfjahrplan. (Kontrollziffer) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 439 Volkswald A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Vollendung des Sozialismus

DDR A-Z 1959

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Nationale Streitkräfte (1959)

Siehe auch: Nationale Streitkräfte: 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte: 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte, Nationale: 1958 1960 Halbamtliche, auch im Pj. von Mai 1952 bis Jan. 1956 verwendete Bezeichnung für die Streitkräfte, also für Kasernierte Volkspolizei. Seit 18. 1. 1956 Nationale Volksarmee und auch Bewaffnete Organe. (Militärpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 250 Nationales Aufbauwerk A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationale Volksarmee

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Bräutigam, Alois (1959)

Siehe auch die Jahre 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 28. 4. 1916 in Grünlos (jetzt CSR) als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Maurer und Bergmann. 1930 KJV, 1934 KP der CSR und Bund der Freunde der Sowjetunion in der CSR. 1937 bis 1937 Angehöriger der tschechoslowakischen Armee. 1939 bis 1942 Kriegsdienst in der deutschen Wehrmacht. 1942 bis 1945 Bergmann. 1946 in die SBZ, 1946 bis 1948 Stadtverordneter der KPD/SED in Schmalkalden, 1947 bis 1949 SED-Kreisvorsitzender in Schmalkalden. 1950 bis 1951 1. SED-Kreissekretär Weimar. 1951 bis 1952 Besuch der SED-Parteihochschule, anschließend Mitarbeiter der SED-Bezirksleitung Erfurt. 1954 bis 1958 1. Sekretär der SED-Gebietsleitung Wismut, seit 1958 1. Sekretär der Bezirksleitung Erfurt und Mitgl. des ZK der SED. Abgeordneter der Volkskammer seit 1958. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 67 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1959 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/braeutigam-alois verwiesen. BPO A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brandenburg

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Wissenschaftlicher Sozialismus (1959)

Siehe auch: Sozialismus, Wissenschaftlicher: 1969 1975 1979 Wissenschaftlicher Sozialismus: 1953 1954 1956 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bolschewismus, Utopie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 403 Wissenschaftler des Volkes, Hervorragender A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Wittkowski, Margarete

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Volksbegehren (1959)

Siehe auch die Jahre 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Plebiszit zur Vorbereitung einer Volksabstimmung (Volksentscheid); in der SBZ verfassungsmäßig garantiert (Verfassung), bisher jedoch noch nie durchgeführt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 377 Volksaufstand A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Volksdemokratie

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Rechtsauskunftsstelle (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Gerichtsverfassung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 252 Rechtsanwaltschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rechtsgutachten

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ZKSTK. (1958)

Abk. für Zentrale Kommission für staatliche Kontrolle (Kontrollkommission). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 361 ZK A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Zölle

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Rettungsmedaille (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Staatliche Auszeichnung, für die SBZ gestiftet durch VO vom 28. 5. 1954 (GBl. S. 565). Die R. wird verliehen für unter Einsatz des Lebens durchgeführte Errettung aus Lebensgefahr, ohne Rücksicht auf Alter und Staatsangehörigkeit. Die Verleihung er[S. 264]folgt durch den Minister des Innern. — Die R. besteht aus einer ovalen Medaille (36×46 mm) an einem weißen Bande, deren Vorderseite einen Lebensretter und die Inschrift „Für Lebensrettung“ zeigt. R. und Urkunde verbleiben nach dem Tode des Beliehenen den Hinterbliebenen. Sachschaden, der dem Lebensretter bei der Rettungstat entsteht, wird von der Deutschen ➝Versicherungsanstalt ersetzt. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 263–264 Ressourcen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Reuter, Fritz

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Währungspolitik (1958)

Siehe auch: Währung: 1962 1963 1965 1966 1969 Währungspolitik: 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Währungsreform: 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Währung/Währungspolitik: 1975 1979 1985 Reparationsentnahmen der SU, Zwangsexporte, Materialmangel und das dadurch verursachte Minderangebot an Gebrauchsgütern sind die Ursachen eines hohen Kaufkraftüberhanges, der die Währung ständig gefährdet. Eine Reihe von Maßnahmen der Sowjetzonenregierung soll den Geldumlauf so niedrig wie möglich halten. Hierher gehören die verschiedenen Verordnungen zur Regelung des Zahlungsmittelumlaufes, die Anordnungen zur bargeldlosen Zahlung und Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes, die intensive Werbung der Sparkassen zur Spartätigkeit, die Einrichtung neuer Sparmöglichkeiten und Gewährung von Vergünstigungen für Sparer, die Zentralisierung der Kassenbestände öffentlicher Kassen bei der Deutschen ➝Notenbank, die allgemeine Kreditpolitik mit dem Ziel möglichst geringer Kreditvolumen und — nicht zuletzt — die hohe Besteuerung des Verbrauchs. Laut Beschluß der SBZ-Regierung vom 29. 10. 1953 wurde die Ostmark auf „Goldbasis“ gestellt und der Goldgehalt auf 0,399902 a je DM Ost festgesetzt. Das Verhältnis der Ostmark zum US-Dollar wurde auf 2,22 DM Ost, zum Rubel auf 1,80 Rubel für eine DM Ost festgelegt. Die Deutsche Notenbank wurde ermächtigt, auf Grund dieser „Goldbasis“ die Wechselkurse für andere ausländische Währungen festzulegen. Die Umstellung verändert den bis dahin gültigen Rubelkurs von 0,833 DM Ost auf 0, 555 DM Ost. Die offiziell angeordneten Devisen-Umrechnungssätze stehen in krassem Gegensatz zur tatsächlichen Bewertung der Ostmark außerhalb des Sowjetblocks. (Steuerwesen, Geldumtausch 1957) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 341 Wählerversammlung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Währungsreform

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Erschwerniszuschläge (1956)

Siehe auch: Erschwerniszuschlag: 1969 Erschwerniszuschläge: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Für Beschäftigte in schwerer, gefährlicher oder gesundheitsschädigender Ar[S. 75]beit werden Sonderzuschläge bis zu 15 v. H. gewährt. (§. 10 der Verordnung vom 20. 5. 1953, GBl. S. 347) Die Höhe des Zuschlages und der Kreis der Berechtigten werden in einer Anlage zum Betriebskollektivvertrag für jeden Betrieb einzeln bestimmt. (Arbeitsrechtliche ➝Mantelbestimmungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 74–75 Ermisch, Luise A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Erwachsenenbildung

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Landwirtschaftssteuergesetz (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 [S. 157]Bei der Zentralen Abgabenverwaltung liegt ein ausgearbeitetes „Gesetz zur Besteuerung der Landwirtschaft“ vor, das jedoch unter dem Vorwand, die Ergebnisse der gesamtdeutschen Gespräche abzuwarten, noch nicht in Kraft gesetzt wurde. Das L. soll, ähnlich wie im Handwerk, die Grundsteuer, Vermögensteuer, Umsatz- und Einkommensteuer zusammenfassen. Dabei wird von einem „Ertragswert“ ausgegangen, der mit dem Einheitswert des landwirtschaftlichen Betriebes identisch ist, erhöht um einen Zuschlag von 50 DM Ost je ha. Schulden sollen unberücksichtigt bleiben. Das L. soll angeblich wesentliche Erleichterungen für Kleinbauern bis 10 ha bringen. Bei Mittelbauern mit 10 bis 20 ha soll sich in der Steuerhöhe nichts ändern, dagegen ist eine erhöhte Steuerbelastung für Großbauern vorgesehen. Das schon vor Jahren entworfene LG. ist noch nicht verkündet, da seine Inkraftsetzung unübersehbare Folgen nach sich ziehen würde. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 157 Landwirtschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lange, Fritz

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Sichtwerbung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. für die Agitation durch Plakate, Bilder, Transparente, Spruchbänder, Wandzeitungen usw., die an auffallenden Stellen im Straßenverkehr und in vielbesuchten Räumen (Fabrikhallen, Wartezimmern, Bahnhöfen, Aufklärungslokalen usw.) angebracht werden. Die Losungen und Parolen hierzu werden zentral von der SED ausgegeben. Wettbewerbe und ständige Aufforderungen zu vermehrter S. führten dazu, daß das Straßen- und Landschaftsbild von den Darstellungen der S. beherrscht war; in den letzten Jahren wurde sie wesentlich eingeschränkt und bei Kongressen mit ausländischen und westdeutschen Gästen oder während der Leipziger Messe vorübergehend ganz unterdrückt. Zur allgemeinen S. tritt die individuelle, in der persönliche politische Bekenntnisse, ergänzt durch Selbstverpflichtungen, zum Aushang gebracht werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 233 Shukow, Grigorij Konstantinowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Simon, Paul

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Prämienwesen (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 Prämien für besondere Leistungen sollen zu Leistungssteigerungen anreizen, die durch die Lohngestaltung allein nicht erreicht werden (Lohnsystem, Leistungslohn). Prämien werden vor allen Dingen gegeben an Sieger in Wettbewerben (sozialistischer ➝Wettbewerb). Die Auszeichnungen für Erfolge in der Produktion sind in der Regel mit hohen Prämien verbunden. Aus dem Direktorfonds kann ferner individuelle Prämiierung „von besonderen Leistungen, die wesentlich zur Erfüllung und Übererfüllung der Pläne beitragen“, besonders für Zeitlöhner (Zeitlohn), bei denen an sich der Anreiz durch die Lohngestaltung fehlt, sowie von Verbesserungsvorschlägen und Erfindungen erfolgen. (VO. über den Direktorfonds in den Betrieben der volkseigenen Wirtschaft im Planjahr 1955 vom 17. 2. 1955, GBl. S. 133) Materialeinsparungen werden entsprechend der Führung Persönlicher Konten prämiiert. An „ingenieurtechnisches Personal, Meister und leitendes kaufmännisches Personal“ sind Prämien zu zahlen, wenn der Plan der Warenproduktion, der Plan zur Senkung der Selbstkosten und der Gewinnplan erfüllt sind. (VO. vom 17. 2. 1955, GBl. S. 135) Die Höhe dieser Prämien wird nach Musterprämientabellen errechnet. Die übertriebene Aussetzung von Prämien führt zu [S. 199]einer unsozialen Staffelung der Einkommen. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198–199 Prämiensparen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Präsident der Republik

DDR A-Z 1954

DDR A-Z 1954

Parteiaktiv (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., Zusammenfassung aktiver und sachkundiger Mitglieder der SED für jeweils konkrete Zwecke, hauptsächlich zur Erörterung der praktischen Durchführung von Partei- und Regierungsbeschlüssen in Städten, Großbetrieben und im Kreismaßstab durch die entsprechenden Parteileitungen. Keine regelmäßigen Sitzungen, keine festgelegte, sondern nach dem verschiedenen Inhalt der Beschlüsse wechselnde Teilnehmerschaft. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 119 Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteiauftrag

DDR A-Z 1954

Proletkult (1954)

Siehe auch das Jahr 1953 Pj., in der SU entstandene Bezeichnung für den Versuch, in der Kunst mit allen früheren Ausdrucksformen zugunsten einer neuen, proletarischen Aussage zu brechen. Der P., der von Lenin bereits 1920 abgelehnt wurde („Die proletarische Kultur muß die gesetzmäßige Weiterentwicklung jener Summe von Kenntnissen sein, die die Menschheit unter dem Joch der kapitalistischen Gesellschaft, der Gutsbesitzergesellschaft, der Beamtengesellschaft erarbeitet hat“), wurde ähnlich wie der Inhaltismus in der Entschließung des ZK der SED vom 15./17. 3. 1951 als „Gefahr, die die Entwicklung unseres künstlerischen Schaffens hemmt“, bezeichnet. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 126 Proletarier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Propaganda

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Dertinger, Georg (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 25. 12. 1902 in Berlin. Realgymnasium, juristisches und volkswirtschaftliches Studium, Journalist. Redakteur bei der Bundeszeitung des „Stahlhelm“ in Magdeburg; verfolgte die politische Linie des Herrenklubs um Papen und des „Tat“-Kreises. Nach 1933 Berliner Vertreter zahlreicher Provinzzeitungen („Dertinger-Dienst“), Mitarbeiter des „Dienstes aus Deutschland“ (D. a. D.). Nach 1945 Pressereferent der CDU in Berlin, 1946 Generalsekretär der CDU, trat in Opposition zu Jakob Kaiser, der die Selbständigkeit der CDU gegen den kommun. Gleichschaltungsdruck behaupten wollte. Nach der Trennung von Kaiser trat Dertinger bei der Säuberung der Partei hervor und forderte u. a. die vorbehaltlose Anerkennung der Oder-Neiße-Linie. Seit 12. 10. 1949 Außenminister der „DDR“, am 15. 1. 1953 als „Spion“ und „Verräter“ vom SSD verhaftet. (Außenpolitik) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 39 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dertinger-georg verwiesen. Demontagen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DERUNAPHT

DDR A-Z 1954

Werktätiger (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Proletarier. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 193 Weltrevolution A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Westkommission

DDR A-Z 1953

DDR A-Z 1953

Tag der Bereitschaft (1953)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für den Auftakt zu einer größeren Arbeitsperiode in der Landwirtschaft, vor allem zu Beginn der Frühjahrsbestellung. An ihm nehmen die Funktionäre des Dorfes u. a. eine Hof- und Feldbegehung bei allen Bauern vor, wobei auch die MAS und VEG auf ihre „Bereitschaft“ hin kontrolliert werden. Industriearbeiter und werktätige ➝Bauern sollen an diesem Tage ihre Einigkeit in der Bereitschaft für den „Kampf um die Friedenshektarerträge“ dokumentieren. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 138 Stroux, Johannes A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z TAN

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Technik, Kammer der (1953)

Siehe auch: Kammer der Technik: 1963 1965 1966 1969 Kammer der Technik (KdT): 1975 1979 1985 Technik, Kammer der: 1954 1965 1966 1969 1975 1979 Technik, Kammer der (KdT): 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1948 als eine der fachlichen Förderung dienende Institution gegründet. Trat erst 1951, nachdem die Regierung zum Ausbau ihres Ostberliner Hauptsitzes 2 Millionen DM Ost gegeben hatte, als das organisatorische und politische Zentrum der technischen Intelligenz hervor. Wird von FDGB und der Regierung finanziert. Das Präsidium besteht aus Mitgliedern der SED und wird für 2 Jahre gewählt. Die dreifache Aufgabe der KdT ist: Pflege und Förderung der technischen Intelligenz und ihres Nachwuchses; Studium der sowjetischen Technik; „Aufklärung der technischen Intelligenz Westdeutschlands“. Dieser angeblich die Entwicklung fördernde wissenschaftliche Gedankenaustausch zwischen Ost und West ist als Propaganda und Spionage zugleich gedacht. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 139 Tausenderbewegung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technische Intelligenz

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Aktivist (1953)

Siehe auch: Aktivist: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Aktivistenbewegung: 1975 1979 Aktivistenbewegung: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Verdienter: 1956 1958 1959 1960 1962 Pj., nach Stalin Arbeiter, „die die Zeit nicht nur nach Minuten, sondern sogar nach Sekunden messen; sie brechen mit veralteten Normen und schaffen neue, höhere Normen.“ Stachanow, dem ersten A., folgten schnell zahlreiche Kollegen wie Pawel Bykow, Nikolaj Rossijski u. a. Erster A. in der SBZ war der Hauer Adolf Hennecke, der am 13. 10. 1948 die Norm mit 380 v. H. übererfüllte. Die bereits einen Monat später einberufene „Konferenz der Hennecke-A.“ forderte die Verbreitung der A.-Bewegung, weitere Leistungssteigerungen und die Organisation von Wettbewerben. Luise Ermisch, Paul Striemann, Erich Wirth u. a. trieben die Entwicklung voran. Es wurden sowjetische Arbeitsmethoden eingeführt: die Kowaljow-Methode, Persönliche Konten, Komplex-Brigaden, ferner zahlreiche Schnellarbeitsmethoden. Innerhalb ihrer Betriebe stellten die Nationalpreisträger Wolf und Opitz besondere Aktivistenpläne „zum Kampf gegen alle Produktionsverluste“ auf. Das Gesetz der ➝Arbeit bestimmte zum alljährlich gefeierten „Tag der A.“ den 13. 10., an dem die mit der Verleihung von Silber- bzw. Bronze-Abzeichen und Geldprämien verbundenen Titel Held der Arbeit, „Verdienter A.“, „Verdienter Erfinder“ sowie „Brigade der besten Qualität“ und für Wettbewerbe eine Wanderfahne verliehen werden. Zur Ausbildung der A. werden besondere Anweisungen erlassen, man begründete A.-Schulen, gibt Stipendien und weist die Wohnungsämter zu bevorzugter Wohnraumzuteilung an. Die zunächst verblüffenden Norm-Übererfüllungen der A. werden nach sorgfältiger Vorbereitung sämtlicher Arbeitsbedingungen erzielt, [S. 10]sind also eher artistische, nicht aber echte Arbeitsleistungen. (Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 9–10 Aktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktivistenbewegung

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Bruttoproduktionswerte (1953)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 Planwerte in der Wirtschaftsplanung der Sowjetzone. — Weder die [S. 31]schwankenden Selbstkostenpreise noch die veränderlichen Warenabsatzpreise, die für Inlands-, Reparations- und Exportlieferungen verschieden sind, lassen sich bei der Planung als Produktionswerte verwenden. Daher wurde für die Planung in der Sowjetzone der Begriff B. geschaffen, der sowohl eine konstante Vergleichsbasis der Produktionswerte verschiedener Jahre, insbesondere aber bei den über Jahre sich erstreckenden Plänen der SBZ einwandfreie Produktionsmeldungen für die Erfüllungsstatistik ermöglichen soll. Die B. sind also reine Planungswerte, die aus den Stoppreisen von 1944 entwickelt und für jede Erzeugungsart festgelegt wurden. Sie sind lediglich Arbeits- und Additionswerte für die Planungstechnik, keine Effektivwerte von finanztechnischer Bedeutung. Sie sind deshalb nicht mit den Selbstkostenpreisen oder den Warenabsatzpreisen gleichzusetzen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 30–31 Brigadier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BSG

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