DDR von A-Z, Band 1956

Arnstadt (1956)

 

 

Siehe auch das Jahr 1969


 

Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Nordrand des Thüringer Waldes, beiderseits der Gera, mit 27.392 Einwohnern (1955); spätromanisch-gotische Liebfrauenkirche (13. Jh.), Rathaus (16. Jh.), barockes Schloß (18. Jh.); vielseitige Industrie: Maschinen, Rundfunkröhren, Fern[S. 28]sehgeräte, Handschuhe, Leder, Porzellan.

 

A. wird 704 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1266 Stadtrecht. Seit 1273 Sitz verschiedener thüringischer Grafen, war A. von 1306–1716 im Besitz der in der Stadt residierenden Grafen und Fürsten von Schwarzburg und kam nach deren Aussterben an das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Seit 1920 gehört A. zu Thüringen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 27–28


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.