DDR von A-Z, Band 1956

Bautzen (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969


 

Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, Kreisstadt, Hauptort der sächsischen Oberlausitz, an der Spree, mit 42.008 Einwohnern (1955); überragt von Schloß Ortenburg (15. Jh. neu erbaut), reich an mittelalterlichen und barocken Bauten: spätgotischer Petridom (13./15. Jh., Simultankirche); vielseitige Industrie: Waggonbau, Metall- und Papierwaren, Tuche; Sitz des Bischofs von Meißen (seit 1921). Zuchthaus. Die von Markgraf Gero Mitte des 10. Jh. errichtete Ortenburg ging durch den Wendenaufstand verloren und konnte erst 1004 von Heinrich II. zurückgewonnen werden. 1158 kam B. an Böhmen. 1346 wurde die seit dem 12. Jh. aufblühende Stadt Haupt des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. 1635 fiel B. mit der Oberlausitz an Kursachsen. 1813 Sieg Napoleons über Russen und Preußen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 38


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.