DDR von A-Z, Band 1956

Eisenach (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969


 

Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Nordwestrand des Thüringer Waldes, an der Hörsel, mit 50.038 Einwohnern (1955); am Fuße der Wartburg, mittelalterlicher Stadtkern mit spätromanischer Nikolaikirche (12. Jh.), Rathaus (16./17. Jh.), Schloß (18. Jh.), Lutherhaus, Geburtshaus J. S. Bachs, Reuterhaus; Sommerfrische und Badeort; vielseitige Industrie: Kraftfahrzeuge (EMW, vorm. BMW, Kraftwagenerzeugung), Landmaschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, Textilien, Farben; Sitz des Landesbischofs der Ev.-Luth. Kirche in Thüringen.

 

Als eine der ältesten Städte Thüringens ist E. im 12. Jh. am Fuße der Wartburg, dem Sitz der Landgrafen von Thüringen, entstanden. Von 1596–1741 war E. mit kurzen Unterbrechungen Residenz der ernestinischen Herzöge von Sachsen-E. und fiel mit dem Aussterben des Herzogshauses an Sachsen-Weimar, dessen Herzögen und Großherzögen die Stadt bis 1918 als zweite Residenz diente. Seit 1919 gehört E. zu Thüringen. Im 1. Weltkrieg wurde insbesondere die Innenstadt stark zerstört.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 70


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.