DDR von A-Z, Band 1956
Greiz (1956)
Siehe auch das Jahr 1969
Stadt im thüringischen Bezirk Gera, Kreisstadt, an der Weißen Elster nördlich der Einmündung der Göltzsch, mit 40.771 Einwohnern (1955); überragt vom Oberen Schloß (1697–1714); bedeutende Textilindustrie, daneben Feuerungsbau, Maschinen-, Papier- und chemische Industrie.
G. ist hervorgegangen aus einer neben der für 1225 bezeugten Burg Groiz entstandenen Siedlung und kam im 13. Jh. in den Besitz der Reußen. 1802 brannte die Stadt fast völlig nieder. Bis 1918 war G. Residenz der Fürsten Reuß ältere Linie. Seit 1920 gehört die Stadt zu Thüringen.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 100