DDR von A-Z, Band 1956

Grenzpolizei (1956)

 

 

Siehe auch:


 

Operative Truppe des MfS zur Bewachung und Sicherung der Zonengrenzen. Im Juli 1948 auf Befehl der SMAD aufgestellt. Am 1. 12. 1955 wurde der GP die alleinige „Sicherung der Grenzen“ offiziell von der sowj. Besatzungsmacht übergeben. Gliedert sich in GP-Bereitschaften, GP-Kommandanturen. GP-Kommandos, Kontrollpassierpunkte (KPP) — wie z. B. Marienborn — und Kontrollpunkte (KP). Stärke: rund 34.000 Mann.

 

Operative Abschnitte: Grenze Nord (Ostseeküste), „Staatsgrenze“ (Oder-Neiße-Linie), Demarkationslinie und Ring um Berlin. Chef: Generalmajor Stock. Spitzenbehörde: HVDGP im MfS, Sitz in Pätz bei Königswusterhausen. Die GP wurde am 15. 5. 1952 dem damaligen MfS. unterstellt und nach dem 17. 6. 1953 der HVDVP angegliedert. Erneute Unterstellung unter den SSD im Mai 1955. — Seit Okt. 1952 trägt die GP die olivgrüne Felduniform der KVP mit grünen Kragenspiegeln und führt militärische Dienstgrade. Ausbildung: politisch, im Sinne der SED, Grenzfachausbildung und militärische Ausbildung. GP-SEE: sichert als Verband der GP die Ostseeküste, untersteht der HVDGP; verfügt über Küstenwachschiffe und Schnellboote. Nicht zu verwechseln mit der VP-SEE oder der Wasserschutzpolizei. (Kasernierte Volkspolizei)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 100


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.