DDR von A-Z, Band 1956
Güstrow (1956)
Stadt im mecklenburgischen Bezirk Schwerin, Kreisstadt, an der kanalisierten Nebel, mit 37.115 Einwohnern (1955); mittelalterliche Altstadt: frühgotische Domkirche (13./14. Jh.), Schloß (16. Jh.); Landstadt mit Gießereien, Maschinenbau, Holzindustrie, Torfgewinnung.
G. entstand um 1200 und erhielt 1228 Schweriner Stadtrecht. Von 1316–1436 Sitz der Fürsten zu Wenden, war die Stadt seit 1520 Residenz der Herzoge von Mecklenburg-G. (1628–1629 residierte Wallenstein in G. als Herzog von Mecklenburg). Nach dem Aussterben der Güstrower Linie (1695) kam G. zu Mecklenburg-Schwerin.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 102