DDR von A-Z, Band 1956

Jena (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969


 

Stadtkreis im thüringischen Bezirk Gera, Kreisstadt, beiderseits der Saale, mit 83.073 Einwohnern (1955) drittgrößte Stadt Thüringens; Rathaus (14. Jh.), Stadtkirche (15./16. Jh.), Johanniskirche (11. Jh.); weltbekannte opt. (ehem. Zeiß-Werke) u. Glasindustrie (ehem. Schott u. Gen.), neuerdings auch pharmazeutische Industrie; seit 1558 Universitätsstadt (Friedrich-Schiller-Universität). J. wird zwischen 830 und 850 erstmals erwähnt, 1284 als Stadt genannt und erhielt 1322 Stadtrechte. 1331 gelangte J. in den Besitz der Wettiner und fiel bei der Landesteilung 1485 an deren Ernestinische Linie. Von 1672–90 war die Stadt Residenz der Herzöge von Sachsen-J., kam dann zum Herzogtum Sachsen-Eisenach und fiel mit diesem 1741 an Sachsen-Weimar zurück. 1806 Sieg Napoleons bei J. und Auerstedt. Seit 1920 gehört J. zu Thüringen. Im 2. Weltkrieg erlitt insbesondere die Innenstadt schwerste Zerstörungen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 125


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.