DDR von A-Z, Band 1956

Kaderbearbeiter (1956)

 

 

Siehe auch das Jahr 1958


 

Politischer Funktionär in der staatl. Wirtschaft und Verwaltung mit weitgehenden Befugnissen. Zum Zuständigkeitsbereich des K. gehören die Einstellung von Arbeitskräften, die Aushändigung und Entgegennahme von Personalfragebogen, das Führen und Verwalten der Personalakten und der Personalkarteien. K. haben insofern eine Sonderstellung in den Betrieben, als auch der Betriebsleiter nicht das Recht zur Einsicht in die Personalakten hat, dagegen hat der Beauftragte des SSD jederzeit unbeschränkt Einblicksmöglichkeit. K. geben dem Betriebsleiter und dem Personalbearbeiter nur mündliche Auskünfte. Der Personalbearbeiter ist in den staatlichen Betrieben und Verwaltungen nur Regler des inneren Dienstes.

 

Literaturangaben

  • Schultz, Joachim: Der Funktionär in der Einheitspartei — Kaderpolitik und Bürokratisierung in der SED (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 8). Stuttgart 1956, Ring-Verlag. 285 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 130


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.