Koenen, Wilhelm (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963
* 7. 4. 1886 in Hamburg, Volksschule, kaufm. Angestellter. 1903 SPD, bis 1917 Redakteur verschiedener SPD-Zeitungen, 1917 USPD, 1918 KPD, 1920 bis 1921 Organisator der mitteldeutschen Aufstände, 1921 in der SU. In der Weimarer Republik lebte K. verschiedentlich in der Illegalität; er war Mitgl. des ZK der KPD, M.d.R., Redakteur der „Roten Fahne“. 1933 floh er über Prag und Paris nach England, war bis 1942 interniert, wurde 1944 Mitarbeiter am Soldatensender Calais; 1945 Rückkehr nach Deutschland, KPD-Mitgl., KPD- und dann [S. 135]SED-Landesvorsitzender in Sachsen, 1949 Vorsitzender des Sekretariats des „Deutschen Volksrates“, ab 7. 1. 1950 bis Febr. 1953 Vorsitzender des Büros des Präsidiums des Nationalrats der Nationalen Front. Seit 7. 10. 1949 Leiter des Sekretariats der Volks- und Länderkammer sowie Abg. der Volkskammer, seit 25. 6. 1955 auch Vors. der Interparlamentarischen Gruppe der „DDR“. Seit 1946 ununterbrochen Mitgl. des Parteivorstandes bzw. des ZK der SED, im Mai 1953 Parteirüge „wegen mangelnder politischer Wachsamkeit“. 6. 5. 1955 „Vaterländischer Verdienstorden“ in Silber, 7. 4. 1956 „Karl-Marx-Orden“.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 134–135
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider.
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