DDR von A-Z, Band 1956

Lehrkombinat (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962


 

Pj. für Lehrausbildungsstätten, die Lehrwerkstatt, Berufsschule und Internat umfassen. An der Spitze des L. steht: Kombinatsdirektor. Ihm unterstehen: Ausbildungsleiter mit Lehrausbildern, Schulleiter mit Lehrern, Heimleiter mit Heimerziehern. Alle Führungskräfte im L. müssen Mitglied der SED und der FDJ sein. Der Tagesablauf im L. wird durch vom Direktor und FDJ-Sekretär verantwortlich unterzeichneten Tagesplan auf die Minute festgelegt. Für Berufsausbildung bleiben nur etwa 50 v. H. aller Stunden. Breitesten Raum in Schule und Heim nimmt politischer Unterricht ein. Durch die L. werden die Jugendlichen vollständig dem Einfluß des Elternhauses entzogen und der Kollektiverziehung unterworfen. Die L. sind im Pj. „eine höhere Form der Berufsausbildung“.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 162


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.