Nordhausen (1956)
Siehe auch das Jahr 1969
Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Südrand des Harzes nordwestlich der Goldenen Aue, an der Zorge, mit 39.222 Einwohnern (1955); bis 1945 reich an mittelalterlichen Bauten (Fachwerkhäuser), gotischer Dom (12./15. Jh.), Blasiuskirche (13. Jh.), Rathaus (1610); vielseitige Industrie: Maschinen, Fahrzeuge, Branntwein (Nordhäuser Korn), Kautabak, Holzwaren, Beton.
N. wird 874 als Königspfalz erstmals erwähnt, erhielt im 12. Jh. Stadtrecht und wurde 1253 Reichsstadt. Durch den Reichsdeputationshauptschluß 1803 verlor die Stadt ihre Reichsunmittelbarkeit und fiel 1815 an Preußen (Provinz Sachsen). 1944 kam N. mit dem Reg.-Bez. Erfurt an Thüringen. Im 2. Weltkrieg wurde die Innenstadt fast völlig vernichtet.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 183