DDR von A-Z, Band 1956

Pirna (1956)

 

 

Siehe auch das Jahr 1969


 

Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, Kreisstadt, am Austritt der Elbe aus der Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge), mit 40.420 Einwohnern (1955); überragt von Schloß Sonnenstein (16. Jh.), ehem. Dominikanerkloster (14. Jh.), spätgotische Marienkirche (16. Jh.), Rathaus (16. Jh.), zahlreiche Bürgerhäuser in Renaissancestil; bedeutende Sandstein-, Kunstseiden-, Zellstoffund Papierindustrie, daneben Glasindustrie und Maschinenbau.

 

P. gehörte bereits Anfang des 13. Jh. zur Mark Meißen und erhielt zwischen 1234 und 1245 Stadtrecht. 1291 erwarb der Bischof von Meißen die Stadt, die er 1293 Böhmen überließ. Im 15. Jh. gelangte P. erneut an die Wettiner, kam bei der Landesteilung 1485 an deren Albertinische Linie und verblieb in der Folgezeit bei Sachsen. Die im Mittelalter blühende Stadt geriet durch den Dreißigjährigen Krieg in Verfall. 1756 kapitulierte die sächsische Armee im Lager von P. vor Friedrich d. Gr.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 195


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.