Rudolstadt (1956)
Siehe auch das Jahr 1969
Stadt im thüringischen Bezirk Gera, Kreisstadt, am Zusammenfluß von Saale und Schwarza, mit 27.015 Einwohnern (1955); überragt von Schloß Heidecksburg (im 18. Jh. neu erbaut, Rokoko-Säle), gotische Stadtkirche, Schloß Ludwigsburg (1735); bedeutende Industrie in R.-Schwarza: „Kunstfaserwerk ‚Wilhelm Pieck‘“, daneben Porzellanindustrie, Röntgenröhrenfabrikation, Klavierbau.
R. wird 800 als kirchlicher Besitz erstmals urkundlich erwähnt, erscheint 1247 im Besitz der Grafen von Orlamünde(-Weimar), kam 1335 an die Grafen von Schwarzburg-Leutenberg und wird 1361 als Stadt bezeugt. Von 1573–1918 war R. Residenz der Fürsten von Schwarzburg-R. In R. kam es 1794 zur ersten Begegnung zwischen Goethe und Schiller. Seit 1920 gehört die Stadt zu Thüringen.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 219