DDR von A-Z, Band 1956

Schneeberg (1956)

 

 

Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, im westlichen Erzgebirge, mit 30.687 Einwohnern (1955); spätgotische Stadtkirche (16. Jh., mit Altargemälde von Lucas Cranach d. Ä.); früher Bergstadt mit Silber-, Kobalt- und Wismutbergbau, Nickelhütte sowie Textil- und Metallwarenindustrie, Spitzenklöppelei. Spielwarenherstellung und Holzschnitzerei; seit 1946 neben Johanngeorgenstadt Mittelpunkt des sächsischen Uranbergbau-Gebietes.

 

Sch. verdankt seine Entstehung dem 1471 aufgenommenen Silberbergbau und wurde 1481 als Bergwerksstadt gegründet. Seit Aufnahme des Uranbergbaues hat die Stadt eine erhebliche Ausdehnung und Bevölkerungszunahme erfahren; das eingemeindete Bad Oberschlema, eines der stärksten Radiumbäder der Welt, fiel dem Uranbergbau zum Opfer (Heilquellen verschüttet, Badebetrieb eingestellt).


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 226


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.