DDR von A-Z, Band 1956

Weißenfels (1956)

 

 

Siehe auch das Jahr 1969


 

Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, an der Saale, mit 46.940 Einwohnern (1955); barockes Schloß Augustusburg (17. Jh., mit Grab von Novalis), Gustav-Adolf-Erinnerungsstätten; vielseitige Industrie; Schuhe, Papier, Eisenwaren, Zucker.

 

Ursprünglich im Besitz der Landgrafen von Thüringen, fiel W. im 12. Jh. an die Wettiner. Im Weißenfelser Vertrag 1249 setzte Markgraf Heinrich der Erlauchte von Meißen seine Anerkennung als Landgraf von Thüringen durch.

 

[S. 292]Bei der Landesteilung 1485 kam W. an die Albertinische Linie. Von 1656–1746 war die Stadt Residenz der Herzöge von Sachsen-W., einer Nebenlinie des Kurhauses Sachsen. 1815 wurde W. an Preußen abgetreten (Provinz Sachsen).


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 291–292


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.