DDR von A-Z, Band 1956

Wismar (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969


 

[S. 294]Stadtkreis im mecklenburgischen Bezirk Rostock, Kreisstadt, an der Wismarer Bucht, mit 54.834 Einwohnern (1955); Seehafen (Ausbau zum Überseehafen geplant); mittelalterliche Altstadt mit zahlreichen Backsteinbauten aus dem 14. Jh.; vielseitige Industrie: Werften, fischverarbeitende Betriebe, Nahrungsmittel, Metallwaren.

 

W. wird 1229 erstmals als Stadt erwähnt und erhielt 1266 lübisches Stadtrecht. Bis 1358 Sitz der ältesten mecklenburgischen Linie, war W. im Mittelalter eine reiche Hansestadt, geriet jedoch im 16. Jh. in Verfall. 1648 wurde W. an die Schweden abgetreten, die die Stadt 1803 an Mecklenburg-Schwerin verpfändeten (1903 endgültiger Verzicht auf das Einlösungsrecht). Im 2. Weltkrieg erlitt insbesondere die Innenstadt erhebliche Zerstörungen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 294


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.