Zeitz (1956)
Siehe auch das Jahr 1969
Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, am Südrand der Leipziger Tieflandsbucht, an der Weißen Elster, mit 45.935 Einwohnern (1955); Moritzburg (mit 976 erbauter Krypta und spätgotischer Schloßkirche), Rathaus (1502–09), gotische Michaeliskirche (10./16. Jh.); bedeutende Schwer- und umfangreiche Bedarfsgüterindustrie, Hydrierwerk, Mineralölgewinnung.
Z. entstand aus einer Burgsiedlung, die größere Bedeutung erlangte, als Otto d. Gr. 968 das Bistum Z. stiftete, das 1028 nach Naumburg verlegt wurde. Als Stadt erscheint Z. erstmals um 1200. Mit dem Hochstift Naumburg 1564 in kursächsischen Besitz gelangt, war die Stadt von 1656–1718 Residenz der Herzoge von Sachsen-Z.; nach Erlöschen dieser Albertinischen Nebenlinie fiel Z. an Kursachsen zurück. 1815 wurde die Stadt an Preußen abgetreten (Provinz Sachsen).
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 303