Zentralschulen der SED (1956)
Siehe auch:
Im Mai 1953 in Betrieb genommene hochschulähnliche Institute zur Ausbildung von SED-Spitzenfunktionären zu leitenden Fachkräften der Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Finanzverwaltung. Zunächst drei Hochschulen. Zielsetzung: Noch mehr, als durch die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften erreicht, die „Synthese vom politischen Funktionär und hochqualifizierten Spezialisten“ zu erzielen. Kursdauer: 1 Jahr. Entsprechend der Zielsetzung stehen neben den Spezialfächern die Hauptfächer marxistisch-leninistische Philosophie, Geschichte (in bolschewistischer Sicht), Studium der Geschichte der ➝KPdSU und bolschewistische Staatslehre sowie Politökonomie. Außerdem wird Russisch als Pflichtfach gelehrt. (Parteischulen)
Literaturangaben
- Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 303
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