DDR von A-Z, Band 1956

Zwickau (1956)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969


 

Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, Kreisstadt, an der Zwickauer Mulde, mit 135.751 Einwohnern (1955); spätgotische Marienkirche (12. Jh.), Katharinenkirche (13. Jh.); Mittelpunkt des Zwickauer Steinkohlenbeckens mit umfangreichem Steinkohlenbergbau (Kohlenindustrie) und bedeutender Industrie: Maschinen, Kraftfahrzeuge (vorm. Auto-Union, Kraftwagenerzeugung), Textilien, Grubenlampen, Keramik.

 

Z. wird 1118 erstmals erwähnt und 1212 als Stadt genannt. Anfang des 14. Jh. gelangte Z. mit dem Pleißnerland in den Besitz der Markgrafen von Meißen. Bei der Landesteilung 1485 kam die Stadt an die Albertinische Linie der Wettiner; seither gehört Z. zu Sachsen. Nach Aufnahme des Schneeberger Silberbergbaues (1470) entwickelte sich Z. zu einer blühenden Stadt.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 306


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.