DDR von A-Z, Band 1959

Brigade der sozialistischen Arbeit (1959)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975


 

Mit Beginn des Siebenjahrplanes eingeführte, vor allem von rührigen FDJ-Leitungen propagierte Form der Gruppenarbeit, wobei die in den B. d. s. A. zusammengeschlossenen Kollegen nach der Devise „gemeinsam arbeiten, gemeinsam lernen, gemeinsam leben“ bzw. „sozialistisch arbeiten, sozialistisch lernen, sozialistisch leben“ möglichst auch ihre Freizeit einschließlich ihrer Familien gemeinsam verbringen sollen. Die A. d. s. A. sollen damit zugleich dazu dienen, die Frauen der Brigademitglieder für ganz- oder halbtägige Betriebsarbeit zu gewinnen, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Vor allem in der chemischen Industrie, daneben aber auch im Baugewerbe, Transportwesen u. a. angebahnte Organisationsform, die September 1959 über 300.000 Teilnehmer in 26.000 B. d. s. A. umfassen soll, aber praktisch nicht von großer Bedeutung ist und von dem Gros der älteren Arbeitskräfte abgelehnt wird, die nicht auf die individuelle Freizeitgestaltung verzichten wollen. (Sozialistische ➝Arbeitsgemeinschaften)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 69


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.