DDR von A-Z, Band 1959

Kraftstofferzeugung (1959)

 

 

Siehe auch:


 

Die K. in der SBZ basierte bisher mangels eigener Erdölvorkommen im wesentlichen auf der Verarbeitung von Braunkohle im Synthese- und Hydrierverfahren. Die K. aus importiertem Erdöl betrug 1958 nur etwa ein Drittel der gesamten K. Davon entfielen je etwa die Hälfte auf Benzine und Dieselkraftstoff. Ein Viertel der Gesamtproduktion wurde exportiert, obwohl die Wirtschaft der SBZ selbst unter einer fühlbaren Energielücke leidet (Energieerzeugung). Bis 1965 soll die K. zunehmend von Braunkohle als Ausgangsstoff auf die Verarbeitung von Erdöl umgestellt werden. Die SU will die BZ in ausreichendem Umfange be[S. 190]liefern. Zu diesem Zwecke ist der Bau einer 4.000 km langen Erdölleitung vom Wolgagebiet nach der SBZ geplant. An ihrem Endpunkt, bei Schwedt an der Oder, soll ein riesiges Erdölverarbeitungswerk errichtet werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Aufbau eines Industriezweiges für Petrochemie geplant.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 189–190


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.