DDR von A-Z, Band 1975

Apparat (1975)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985


 

Bezeichnung für die Gesamtheit der von hauptamtlichen Funktionären besetzten, hierarchisch gegliederten Dienststellen der SED (Partei-A.), der Staatsverwaltung (Staats-A.) und der Massenorganisationen (z. B. FDJ-A.). Dem Aufbau und der Funktion der A. liegen die auch heute noch generell gültigen Vorstellungen Lenins und Stalins über die Organisationsprinzipien der Kommunistischen Partei und die Theorie des revolutionären Prozesses zugrunde. Danach „muß eine solche Organisation hauptsächlich aus Leuten bestehen, die sich berufsmäßig mit revolutionärer Tätigkeit befassen“ (Lenin in seiner 1902 veröffentlichten Schrift „Was tun?“). Dabei wird die „Einheit programmatischer, taktischer und organisatorischer Auffassungen“ (Stalin, Werke, Bd. I, Moskau 1947) vor allem auch durch den A. garantiert. Die Untergliederung der A. in Büros, Sekretariate, Abteilungen und Sektoren entspricht in den Massenorganisationen dem Vorbild des Partei-A. Die Gliederung des Partei-A. dient u. a. einer möglichst effektiven Anleitung und Kontrolle des Staatsapparates. Demokratischer Zentralismus; Marxismus-Leninismus; Kader.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.