DDR von A-Z, Band 1975

Buchexport (1975)

 

 

Siehe auch:


 

Volkseigener Betrieb der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig, (offizielle Bezeichnung der 1972/73 umbenannten Firma „Deutscher Buchexport- und -import GmbH“, Leipzig). 1953 in Leipzig hervorgegangen aus der seit 1945 als VEB geführten Firma Koehler und Volckmar, Leipzig.

 

Der B. gehört zu den wichtigsten Organisationsformen des weitgehend verstaatlichten Buchhandels der DDR. Die gesamte Ein- und Ausfuhr graphischer Erzeugnisse läuft über den B. Er betreibt eine intensive Exportwerbung und war 1972 an 25 Ausstellungen und Buchmessen sowie an mehr als 250 Kongressen und Ausstellungen auf Tagungen beteiligt. Der Werbeetat für Auslandswerbung liegt bei mehr als 3 Mill. Mark pro Jahr. Der B. hat das Außenhandelsmonopol der DDR für Bücher und besitzt ein starkes Mitspracherecht nicht nur bei Exportlieferungen sondern auch bei Lizenzvergaben ostdeutscher Publikationen.

 

Der Import und Export antiquarischer Druck- und Kunstwerke, die Verwaltung bzw. Veräußerung der Bibliotheksbestände enteigneter Großgrundbesitzer sowie von Republikflüchtigen wird zum Teil vom B. direkt, bzw. vom „Zentralantiquariat der DDR, Leipzig“ durchgeführt. Generaldirektor des B. ist Otto Herold.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 177


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.