Christliche Friedenskonferenz (CFK) (1975)
Siehe auch:
- Christliche Friedenskonferenz: 1969
Die CFK — auch Prager (christliche) Friedenskonferenz — wurde 1961 als 1. Allchristliche Friedensversammlung gegründet. Ursprünglich vor allem von den protestantischen Kirchen der ČSSR und anderer Staaten des Ostblocks sowie der Russisch-Orthodoxen Kirchen getragen, konnte die CFK bis Ende der 60er Jahre auch zahlreiche Sympathisanten innerhalb der westlichen Kirchen gewinnen. Diese Entwicklung kam zum Stillstand, als von Mitgliedern der CFK — so u. a. auf der Regionalkonferenz in der DDR im November 1968 — die militärische Intervention des Warschauer Paktes in der ČSSR („Beitrag zur Erhaltung des Friedens“) unterstützt wurde. Als politische Ziele dieser Bewegung werden genannt: Die Erhaltung des Friedens durch Mobilisierung sowohl der Kirchen wie der einzelnen Christen, die weltweite Abrüstung, die Abschaffung der Atomwaffen, die Überwindung des Blockdenkens und die Zusammenarbeit aller Völker auf der Basis der friedlichen Koexistenz. Mitglieder der CFK können sowohl Kirchen und kirchliche Vereinigungen wie Einzelpersonen werden. Die DDR hat die CFK seit ihrer Gründung in wachsendem Maße unterstützt. Bisher ist von den evangelischen Landeskirchen in der DDR nur die Thüringische Gliedkirche (damals unter Leitung von Bischof D. Mitzenheim) der CFK als korporatives Mitglied beigetreten. Vors. des Regionalausschusses der CFK in der DDR ist Prof. K.-H. Bernhardt, Dekan der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin (Ost).
Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 183
| Christlich-Demokratische Union (CDU) | A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z | Cisinski-Preis |