DDR von A-Z, Band 1975

Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) (1975)

 

 

Siehe auch:


 

In den Jahren 1951–1954 errichtetes Hüttenwerk nahe Fürstenberg/Oder. Das EKO war ursprünglich als kombiniertes Hütten-, Stahl- und Walzwerk geplant. Im Zuge des Neuen Kurses wurden Planung und Ausführung auf ein Hüttenwerk beschränkt. 1963 wurde der weitere Ausbau zu einem Kombinat beschlossen - 1968 das mit Hilfe der UdSSR in Betrieb genommene moderne Walzwerk VEB Bandstahlkombinat „Hermann Matern“, Eisenhüttenstadt, dem EKO unterstellt. Dem VEB Bandstahlkombinat sind der VEB Kaltwalzwerk Oranienburg, VEB Walzwerk Finow, die Eisen- und Hüttenwerke Thale und das Blechwalzwerk Olbernhau angegliedert.

 

Wirtschaftlich ist der Standort des EKO außerordentlich ungünstig. Das Eisenerz muß auf dem Landwege aus dem 1000 km entfernten Kriwoi Rog (UdSSR) und der Steinkohlenkoks aus dem oberschlesischen Revier geholt werden, zu dem lange Zeit nicht einmal eine direkte Bahnverbindung bestand.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 253


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.