DDR von A-Z, Band 1975

Intershop (1975)

 

 

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 1985


 

Die Handelsorganisation I. ist gegründet worden, um ausländische, meist westliche, Produkte, seltener solche aus der DDR oder aus anderen sozialistischen Staaten, gegen Bezahlung in frei konvertierbarer Währung zu verkaufen. (Westliche Handelswaren — vor allem Zigaretten, Genußmittel und Kosmetika — können z. T. auch in Interhotels und anderen Einzelverkaufsstellen von HO und Konsum zu stark überhöhten Preisen in DDR-Währung erworben werden.)

 

Läden und Verkaufsstellen werden in größeren Städten der DDR sowie in den meisten Interhotels unterhalten. Es werden dort Nahrungs- und Genußmittel, Kosmetika, Bekleidung, Fernsehgeräte usw. angeboten.

 

Die Preise, zu denen die Waren verkauft werden, liegen teilweise unter den Preisen in der Bundesrepublik Deutschland. Dies ist insbesondere bei Genußmitteln (z. B. Zigaretten) der Fall, die in der Bundesrepublik mit hohen Zoll- und Verbrauchssteuerabgaben belastet sind.

 

Seit dem Inkrafttreten des Devisengesetzes der DDR vom 19. 12. 1973 am 1. 2. 1974 (Devisen) dürfen Bewohner der DDR im Besitz von Zahlungsmitteln westlicher Währungen sein, um damit im I. einzukaufen.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 433


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.