Kulturstätten (1975)
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1972 bestanden 924 Kultur- und Klubhäuser, von denen etwa zwei Drittel den staatlichen Organen (einschließlich der Jugend-Klubs und der Kulturhäuser auf dem Lande) und etwa ein Drittel dem FDGB, einige auch der DSF unterstehen. In ihnen fanden im gleichen Jahr 368.215 Veranstaltungen verschiedenster Art statt, die 40,5 Mill. Besucher zählten. Inden K. waren 1972 9.355 Interessengemeinschaften mit über 180.000 Teilnehmern tätig, davon 6.327 Interessengemeinschaften des künstlerischen Volksschaffens (Laienkunst), 656 naturwissenschaftliche, technische und fachliche Interessengemeinschaften sowie 166 Freundeskreise der Kunst. Die Kulturhäuser sollen für die gesamte Bevölkerung Zentren kultureller Freizeitgestaltung und künstlerischer Selbstbestätigung sein. Sie wurden von staatlichen Organen oder Betrieben durch Neubauten oder Umbau vorhandener Gebäude geschaffen und verfügen in der Regel über einen Saal mit Bühne, Musik- und Spielzimmer, Zirkelräume mit Einrichtungen für die künstlerische Selbstbetätigung und technisch-wissenschaftliches Basteln, Klubräume, Bibliothek, Einrichtungen für die pädagogische Arbeit mit Kindern, technisches Gerät für Filmvorführungen usw. Meist sind den K. Gaststätten angegliedert.
Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 493
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