DDR von A-Z, Band 1975

Metallverarbeitende Industrie (1975)

 

 

Siehe auch die Jahre 1969 1979 1985


 

Entsprechend der bis 1967 gültigen Industriezweigsystematik der wichtigste Bereich der Industrie, dessen Anteil 1967 an der industriellen Bruttoproduktion 38 v. H. betrug. Von den in der Industrie Beschäftigten arbeiteten fast 40 v. H. in der MI. Folgende Industriezweige zählten zur MI.: Schwermaschinenbau, Allgemeiner Maschinenbau, Fahrzeugbau, Schiffbau, Gießereien und Schmieden, Metallwarenindustrie, Elektrotechnische Industrie, Feinmechanische und Optische Industrie. Ab 1968 fällt die MI. unter die Industriebereiche Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Elektrotechnik/Elektronik/Gerätebau.

 

Unter sämtlichen zehn Industriebereichen der DDR haben sich die beiden genannten gemäß ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung seit Mitte der 50er Jahre am schnellsten entwickelt. Von 1960–1973 stieg die Bruttoproduktion des Maschinen- und Fahrzeugbaus um fast das 2,36fache, die der Elektrotechnik/Elektronik/Gerätebau sogar um das 3,28fache. Beide Bereiche zusammen haben einen Anteil von 35,1 v: H. an der industriellen Bruttoproduktion; 42,3 v. H. aller in der Industrie Beschäftigten sind hier tätig (1973).

 

In der MI. werden die meisten Exporterzeugnisse hergestellt. Ihr Anteil am Gesamtexport der DDR betrug 1973 über 56 v. H.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 560


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.