SEW (1975)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1979
Abk. für Sozialistische Einheitspartei West-Berlins. Hervorgegangen aus den West-Berliner Kreisorganisationen der SED, die sich am 26. 4. 1959 eine eigene Leitung gaben. Eine Delegiertenkonferenz nahm am 24. 11. 1962 ein eigenes Statut an und bezeichnete die organisatorisch selbständige Partei als SED West-Berlin. Der I. Parteitag (21./22. 5. 1966) beschloß als programmatisches Dokument „Vorschläge für eine friedvolle und glückliche Zukunft unserer Stadt“ und ein neues Statut. Ein außerordentlicher Parteitag änderte am 15. 2. 1969 den Namen von SED-W in SEW und nahm ein Programm und Statut an. Die Leitung übernahmen auf dem I. Parteitag ein Parteivorstand, sein Büro und Sekretariat. Vorsitzender der Partei wurde Gerhard Danelius, den auch der II. Parteitag (22.–24. 5. 1970) bestätigte und den der III. Parteitag (21.–22. 10. 1972) wiederwählte. Die SEW zählt über 7.000 Mitglieder, bei den Wahlen im März 1971 erhielt sie 34.000 Stimmen (2,3 v. H.). Organ des PV ist die „Wahrheit“.
Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 770
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