Formgestaltung, Industrielle (1979)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 1985
Der IF. wird seit der 1965 erfolgten Neubildung eines speziellen „Rates für Gestaltung“ beim damaligen „Deutschen Amt für Material- und Warenprüfung“ (DAMW) sowie durch Einbeziehung von Kriterien der IF. bei der Erteilung des Gütezeichens „Q“ verstärkte Aufmerksamkeit gewid[S. 405]met (Qualität der Erzeugnisse). Nach Ausgliederung dieses Rates aus dem DAMW und gleichzeitiger Umgestaltung in ein „Amt für industrielle Formgestaltung“ (Leiter: Staatssekretär Martin Keim, SED) als ein zentrales Organ der DDR mit Wirkung vom 1. 2. 1972 übernahm diese neue Institution alle wesentlichen Funktionen der „Auftragslenkung und -kontrolle auf dem Gebiet der Formgestaltung industrieller Erzeugnisse …“ (GBl. 1, 1973, S. 373–375, GBl. I, 1977, S. 412). Gemäß Beschluß des Sekretariats des ZK der SED und des Ministerrats der DDR vom 13. 4. 1978 vergab das Amt für IF. anläßlich der Leipziger Frühjahrsmesse (erstmalig am 14. 3. 1978) für 50 DDR-eigene Exponate die Auszeichnung „Gutes Design DDR“. Weitere in diesem Beschluß vorgesehene Maßnahmen betreffen sowohl die Erweiterung oder den Aufbau besonderer „Gestaltungszentren“ in ausgewählten Industriebereichen bis 1985 als auch verschiedene Stimulierungsregelungen, u. a. Preiszuschläge beim Prädikat „gestalterische Spitzenleistung“ (SL) oder aber Preisabschläge bei unzureichender Gestaltung. Zwecks Verbesserung des bislang z. T. noch unbefriedigenden Niveaus der IF. in der DDR sind entsprechende Kriterien sowohl im Plan „Wissenschaft und Technik“ als auch im Pflichtenheft (GBl. I, 1977, S. 145–147) der einzelnen Forschungs- und Entwicklungsgruppen festzulegen.
Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 404–405