DDR von A-Z, Band 1979

Friedrich-Schiller-Universität Jena (1979)

 

 

Siehe auch die Jahre 1969 1975 1985


 

Die U. wurde am 15. 8. 1557 gegründet. Ihren gegenwärtigen Namen erhielt sie am 10. 11. 1934. Sie wurde am 15. 10. 1945 wiedereröffnet. Die U. war von den 6 „klassischen“ U. am stärksten von der 3. Hochschulreform betroffen. Nach 1967 sollte „das gesamte Wissenschaftspotential“ auf die Bedürfnisse eines einzigen Industriezweiges, des als zukunftsträchtig angesehenen wissenschaftlichen Gerätebaus (vor allem des VEB Carl Zeiss Jena) konzentriert werden. Es wurden seinerzeit eigens Sektionen (Physik. Chemie, Technologie) für den wissenschaftlichen Gerätebau eingerichtet. Diese einseitige Ausrichtung, die die Strukturreform von 1968/69 bestimmt hatte, ist nach 1971 wieder zurückgenommen worden. Nach wie vor bestehen aber enge Kooperationsbeziehungen zu diesem Industriezweig.

 

Für die über 5.000 Studenten (1978) werden 26 Grundstudienrichtungen angeboten. Besondere Bedeutung erlangte die U. bei der Ausbildung von Staatsanwälten und Wirtschaftswissenschaftlern sowie im Bereich der Psychologie (vor allem der Sozialpsychologie). Für die [S. 434]beiden zuletzt genannten Fächer sind Ende der 60er Jahre eigene Sektionen gegründet worden. Universitäten und Hochschulen.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 433–434


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.