DDR von A-Z, Band 1979

Kulturstätten (1979)

 

 

Siehe auch:


 

Im Jahr 1977 bestanden 1045 hauptamtlich geleitete Kultur- und Klubhäuser, von denen etwa zwei Drittel den staatlichen Organen (einschließlich der Jugend-Klubs und der Kulturhäuser auf dem Lande) und etwa ein Drittel dem FDGB, einige auch der DSF, FDJ, Nationalen Volksarmee (NVA), Volkssolidarität und dem Kulturbund der DDR unterstehen. In ihnen fanden im gleichen Jahr fast 520.000 Veranstaltungen verschiedenster Art statt, die rd. 59 Mill. Besucher zählten. Kunst- und Literaturveranstaltungen sowie Tanz- und Unterhaltungsabende bildeten fast zwei Drittel des Gesamtangebots und fanden den größten Zuspruch.

 

Im Jahr 1977 waren in den K. 9.475 Interessengemeinschaften mit 190.000 Teilnehmern tätig, davon 6.243 Interessengemeinschaften des künstlerischen Volksschaffens (Laienkunst), 906 naturwissenschaftliche, technische und fachliche Interessengemeinschaften sowie 241 Freundeskreise der Kunst. Darüber hinaus bestehen gegenwärtig rd. 10.000 ehrenamtliche Klubs.

 

Die Kulturhäuser sollen für die gesamte Bevölkerung Zentren kultureller Freizeitgestaltung und künstlerischer Selbstbetätigung sein. Sie wurden von staatlichen Organen oder Betrieben durch Neubauten oder Umbau vorhandener Gebäude geschaffen und verfügen in der Regel über einen Saal mit Bühne, Musik- und Spielzimmer, Zirkelräume mit Einrichtungen für die künstlerische Selbstbetätigung und technisch-wissenschaftliches Basteln, Klubräume, Bibliothek, Einrichtungen für die pädagogische Arbeit mit Kindern, technisches Gerät für Filmvorführungen usw. Meist sind den K. Gaststätten angegliedert.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 635


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.