DDR von A-Z, Band 1979

Schnelle Medizinische Hilfe (1979)

 

 

Siehe auch das Jahr 1985


 

Entsprechend den Notarztdiensten mit speziell ausgerüsteten Rettungsfahrzeugen in den meisten westlichen Industrieländern ist in der DDR 1976 ein medizinischer Notfalldienst unter der Bezeichnung „Schnelle Medizinische Hilfe“ (SMH) eingerichtet worden (Anw. d. Ministeriums für Gesundheitswesen vom 9. 3. 1976): Krankentransport, Dringliche Medizinische Hilfe und Dringlicher Hausbesuchsdienst des Deutschen Roten Kreuzes, von diesem bis dahin in alleiniger Zuständigkeit durchgeführt, wurden koordiniert und zusammen mit dem Bettennachweis ei[S. 923]ner „Leitstelle der SMH“ unterstellt, die bei der Abteilung Gesundheitswesen des Rates jedes Kreises neu eingerichtet worden ist. SMH ist „ein neuer Leistungszweig des Gesundheitswesens, der nach straffen Prinzipien geleitet wird“. Besondere Notarztwagen sind zu diesem Zweck entwickelt worden.

 

Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Wirksamkeit der Intensivmedizin bei Unfällen, Herzinfarkten, Vergiftungen u. ä. zu erhöhen und „nicht gerechtfertigte Krankentransportanforderungen“ zu vermeiden.

 

Gesundheitswesen; Rettungsdienst.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 922–923


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.