Staatliches Komitee für Forstwirtschaft (SKF) (1979)
Siehe auch:
Das SKF wurde am 23. 4. 1965 durch Beschluß des Ministerrates vom 8. 4. 1965 gegründet als zentrales Organ zur Planung und Leitung der Forstwirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes. Die Anleitung der Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebe erfolgte über 5 VVB Forstwirtschaft, die dem SKF direkt unterstellt waren und deren gegenseitige territoriale Abgrenzung sich an der naturräumlichen Gliederung der DDR orientierte. Im Tiefland arbeiteten im Norden der VVB F. Waren/Müritz, im Mittelbereich der VVB F. Potsdam und im Süden der VVB F. Cottbus. Die Waldflächen des Erzgebirges, des Elbsandsteingebirges und des angrenzenden Hügellandes wurden durch den VVB F. Karl-Marx-Stadt verwaltet. Für den Harz, den Thüringer Wald mit angrenzendem Hügelland war als erste der VVB F. Suhl eingerichtet worden.
Mit der 1975 erfolgten Umbildung des 1972 eingerichteten Ministeriums für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (MfLFN) wurden sowohl die VVB Forstwirtschaft (GBl. I, S. 139) als auch das SKF (GBl. I, S. 449) aufgelöst. Das SKF wurde als Hauptabteilung Forstwirtschaft in das Ministerium eingegliedert. Die nach Naturräumen gegliederte Leitung der Forstwirtschaft ist aufgegeben und anstelle der VVB sind in allen Bezirken mit Wirkung vom 1. 9. 1975 bei den Räten der Bezirke Abteilungen Forstwirtschaft gebildet worden (GBl. I, S. 449).
Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 1026