Internationale (1985)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979
Zusammenschlüsse der sozialistischen Parteien und Gewerkschaften auf zwischenstaatlicher Grundlage. Die unter entscheidendem Einfluß von Marx und Engels gegründete 1. I. (1864–1872) vereinigte kleine sozialistische Gruppen, die 2. I. (1889–1914) war ein loser Zusammenschluß sozialistischer Parteien; sie zählte vor 1914 3,3 Mill. Mitglieder und 12 Mill. Wähler, brach aber bei Kriegsausbruch auseinander. Die unterschiedlichen Haltungen zum Krieg und zur Frage der Revolution führten während des I. Weltkrieges und insbesondere nach der Oktoberrevolution 1917 in Rußland zur Herausbildung linksradikaler kommunistischer Parteien, die sich 1919 zur 3. I., der kommunistischen I. (Komintern) zusammenschlossen. Die Mehrzahl der sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien gründeten 1919 die 2. I. neu, während einige linkssozialistische Parteien u.a. mit dem Ziel eines Brückenschlages zwischen der 2. I. und der 3. I. in einer internationalen Arbeitsgemeinschaft (auch 2½. I. genannt) zusammenarbeiteten. Nach dem Scheitern dieses Versuches vereinigten sich die 2. I. und die 2½. I. zur sozialistischen Arbeiter.-I. (SAI). Nach dem II. Weltkrieg fanden sich 1951 die sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien erneut zu einer sozialistischen I. zusammen.
Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 666
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