Ministerium für Erzbergbau, Metallurgie und Kali (1985)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979
Nach Auflösung des Volkswirtschaftsrates (VWR) (Ende 1965) gebildetes zentrales Anleitungs- und Kontrollorgan für die Wirtschaftsgruppe Erzbergbau, den Industriebereich Metallurgie und die Wirtschaftsgruppe Kaliindustrie. Die Stellung, Aufgaben, Rechte und Pflichten dieses M. ergeben sich im einzelnen aus dem „Rahmenstatut für die Industrieministerien — Beschluß des Ministerrates“ vom 9. 1. 1975 (GBl. I, S. 133 ff.) sowie aus dem „Statut des Ministeriums für Erzbergbau, Metallurgie und Kali — Beschluß des Ministerrates“ vom 9. 1. 1975 (GBl. I, S. 345).
Zum Verantwortungsbereich dieses M. gehören u.a. (Stand Juni 1981):
- VEB Bandstahlkombinat „Hermann Matern“, Eisenhüttenstadt (Beschäftigte: 20.000);
- VEB Qualitäts- und Edelstahlkombinat, Brandenburg (32.000);
- VEB Rohrkombinat, Riesa (33.000);
- VEB Kombinat Kali, Sondershausen (32.000);
- VEB Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“, Freiberg (11000);
- VEB Mansfeld-Kombinat „Wilhelm Pieck“, Eisleben (46.000);
- VEB Kombinat Metallaufbereitung, Halle (4.500).
- Stahlberatungsstelle, Freiberg (Sachs.);
- Zentralinstitut der Metallurgie;
- Ingenieurschule für Automatisierung und Werkstofftechnik, Hennigsdorf;[S. 902]
- Ingenieurschule für Walzwerk- und Hüttentechnik, Riesa.
(Bergbau; Eisen- und Stahlindustrie; Kaliindustrie.) Die industrielle Warenproduktion im Bereich der dem M. unterstellten Betriebe betrug 1976 (letzte verfügbare Angabe) 17.914,1 Mill. Mark; das waren 7,8 v.H. der gesamten industriellen Warenproduktion.
Minister ist seit 1967 Dr. Kurt Singhuber (SED); Staatssekretär Dr. Klaus Blessing (SED).
Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 901–902
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