Museum für Deutsche Geschichte (1985)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979
Das 7. Plenum des ZK der SED forderte am 20. 10. 1951 „die Schaffung des Museums für Deutsche Geschichte zu beschleunigen“, um „die Aufklärung der Bevölkerung und besonders der Jugend“ verbessern zu können. Das M. wurde am 18. 1. 1952 als zentrales historisches M. der DDR im wiederaufgebauten Gebäude des Zeughauses in Berlin (Ost) gegründet und am 5. 7. 1952 eröffnet. Ein Wissenschaftlicher Rat des M. soll dazu beitragen, daß sich das M. an der jeweiligen marxistisch-leninistischen Interpretation der deutschen Geschichte orientiert. Der größte Teil der mehreren hunderttausend historischen M.-Stücke sind — nach einer Rekonstruktionsphase — seit 1981 entsprechend den Abschnitten der deutschen Geschichte, der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und der Geschichte der DDR ausgestellt. Zu historischen Daten finden Spezialausstellungen statt. Das M. verfügt über eine geschichtswissenschaftliche Spezialbibliothek. Erster Direktor des M. war Prof. Alfred Meusel (SED), danach 1963–1967 Prof. Walter Nimtz (SED), seit 1967 Wolfgang Herbst (SED). Die dem M. 1957 angegliederte Sammlung „Waffen und Uniformen …“ ging Anfang 1961 an das neue Deutsche Armeemuseum über (Nationale Geschichtsbetrachtung). Museen.
Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 919