Zentrales Forschungsinstitut für Arbeit (ZFA) (1985)
Siehe auch:
- Zentrales Forschungsinstitut für Arbeit, Dresden: 1969
Forschungsinstitut des Staatssekretariats für Arbeit und Löhne mit Sitz in Dresden. Das ZFA entstand aus dem Institut für Arbeitsökonomik und Arbeitsschutzforschung, nachdem dessen Aufgaben auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes einschl. der Arbeitserleichterungen das Zentralinstitut für Arbeitsschutz (ZIAS), Dresden, übernommen hatte. Seine Aufgabe erstreckt sich vor allem auf wissenschaftliche Forschungen auf den Gebieten Arbeitsstudium, Arbeitsgestaltung und Arbeitsnormung sowie der Lohngestaltung (Lohnformen und Lohnsystem). Das ZFA betreibt sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung und bietet darüber hinaus unmittelbare Unterstützung bei der Fortentwicklung der staatlichen Arbeitspolitik.
Bedeutung gewann das ZFA für die inhaltliche Leitung und Koordinierung der Forschung als Leitinstitut des Koordinierungsbereiches Arbeit und Löhne. Heute übt es diese Funktion im Rahmen des Wissenschaftlichen Rates für Fragen der Ökonomie und Organisation der Arbeit (Wissenschaftlicher Rat für die wirtschaftswissenschaftliche Forschung bei der AdW) aus, der seinen Sitz im ZFA hat. Zu den Aufgaben des ZFA rechnen auch die Dokumentation und Information auf wissenschaftlichem Gebiet sowie die ständige Mitwirkung am Ausbau des Arbeitsrechts. Neben arbeitsorganisatorischen und -wissenschaftlichen Problemen stehen im Zeitraum des Fünfjahrplans 1981–1985 besonders Themen im Vordergrund, die sich mit der Anhebung des Wirkungsgrades des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens und in diesem Zusammenhang auch mit der leistungsorientierten Lohnpolitik befassen. Direktor des ZFA ist (1983) Prof. Dr. Heinz Hauspach.
Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 1537
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