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Screenshot von abmo.it

Online-Ressource

Archivio Biografico del Movimento Operaio

Das Archivio Biografico del Movimento Operaio (ABMO; dt.: Biographisches Archiv der Arbeiterbewegung) ist ein italienisches Online-Archiv, dass sich zum Ziel setzt, die Biografien der (vornehmlich italienischen) Arbeiter zugänglich zu machen, die der Öffentlichkeit nicht namentlich bekannt sind. Damit soll ihr Engagement und Aktivismus für die Arbeiterbewegung anerkannt werden. Über die Suchfunktion sowie die alphabetische Liste der Einträge sind die Biografien von insgesamt 1.705 Personen zugänglich. Die Profile sind, wenn vorhanden, zusätzlich um Bilder, Schriften, Video- und Tonaufnahmen sowie Dokumente, wie zum Beispiel Polizeiberichte, ergänzt. Die biografischen Informationen sind nur auf italienisch verfügbar; Informationen zur Nutzung des Archivs auch auf Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen. Auf der Webseite wird angekündigt, dass weiteres Material digitalisiert werden soll. Wenn Nutzer über das bereits online verfügbare Material hinaus nach Biografien suchen, werden sie gebeten, mit dem Betreiber der Seite Kontakt aufzunehmen. 

Logo des European Network of Official Authorities in Charge of the Secret Police Files

Netzwerk

European Network of Official Authorities in Charge of the Secret Police Files

Das European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files wurde 2008 in Berlin gegründet und besteht aus sieben mittel- und osteuropäischen staatlichen Archiven. Erstmals schlossen sich damit Vertreter der Geheimpolizei-Archive Osteuropas zu einem Netzwerk zusammen. Gemeinsam verfolgt das es das Ziel, durch den Zugang zu den Geheimpolizei-Akten die Aufarbeitung der kommunistischen Diktaturen zu fördern und voran zu bringen. Die Geheimpolizeien waren in den kommunistischen Regimen das wichtigste Unterdrückungsinstrument und hatten die Aufgabe, die Macht der herrschenden Parteien zu erhalten. Zu diesem Zweck kontrollierten sie nahezu alle gesellschaftlichen Lebensbereiche, überwachten die Bürger und missachteten dabei oftmals die Menschenrechte. Die Akten der Sicherheitsbehörden bilden deshalb eine elementare Quelle für die Aufarbeitung der kommunistischen Herrschaft. Gründungsmitglieder des Netzwerkes sind die jeweiligen zentralen Stellen aus Bulgarien, Deutschland, Polen, Rumänien, Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn. Die Zusammenarbeit der verschiedenen nationalen Institutionen in diesem Netzwerk soll verdeutlichen, dass die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur keine rein nationale Angelegenheit darstellt, sondern dass diese in einen internationalen und europäischen Rahmen integriert ist. Die Institutionen wollen durch dieses Netzwerk enger zusammenarbeiten und sich wechselseitig bei der Forschung zur kommunistischen Vergangenheit unterstützen. Das Netzwerk organisiert einmal jährlich eine Konferenz, auf der die wesentlichsten Aufarbeitungsergebnisse eröertert werden. Seit 2013 können weitere Länder für die jährlichen Konferenzen einen Gaststatus erhalten.

Screenshot der Webseite

Zeitzeugenportal | Archiv

Political Prisoners, Prag, Tschechien

Die Webseite Political Prisoners.eu ist ein Archiv der gleichnamigen Forschungsinitative aus Prag, deren Hauptaufgabe in der Sammlung und Dokumentation von Zeitzeugenberichten ehemaliger politscher Gefangener während der kommunistischen Herrschaft in der CSSR besteht. Zeitlich beschäftigt sich das Archiv vor allem mit der Zeit von 1940 bis in die 1950er-Jahre. Auf der Webseite werden die Zeitzeugenberichte von politischen Gefangenen veröffentlicht, die die stalinistischen Gefängnisse und die Arbeitslager in der ehemaligen Tschechoslowakei und in anderen europäischen Ländern überlebten. Während seiner totalitären Herrschaft ließ Stalin nicht nur vermeintliche politische Gegner in Arbeitslagern inhaftieren, sondern auch ethnische Minderheiten, Priester, Mönche oder ausländische Kommunisten. Ziel des Projekts ist es, das Gedenken an die Opfer des Stalinismus zu fördern. Die ehemaligen politischen Gefangenen stellen wichtige historische Zeugen und Überlieferer der totalitären Vergangenheit dar. Die Webseite liefert zusätzlich zu den Zeitzeugenberichten eine Vielzahl historischer Informationen, unter anderem über die Entwicklung der Tschechoslowakei nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, den Erfolg der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei nach Kriegsende, über die chinesischen Arbeitslagern, die so genannten Laogais. Zusätzlich veranstaltet die Forschungsgruppe Workshops, Konferenzen und Veranstaltungen.

Screenshot von askiweb.eu

Archiv

Contemporary Social History Archives Athens

Das Archiv für zeitgenössische Sozialgeschichte ASKI legt seinen Schwerpunkt auf die Geschichte politischer und sozialer Bewegungen und konzentriert sich darin wiederum besonders auf die Geschichte der Griechischen Linken. Das Archiv wurde 1992 als Non-Profit-Organisation gegründet, inzwischen bündelt es die umfangreichste Sammlung des Landes zur Sozialgeschichte Griechenlands. Das Archiv besitzt mehr als 5 Millionen Dokumente, die sich in die folgenden Sammlungen unterteilen: Dokumentationen der linken Parteien Griechenlands; 2. Weltkrieg, Griechischer Bürgerkrieg, Aktivitäten der griechischen Linken in der Nachkriegszeit; Militärdiktatur in Griechenland 1967-1974; Bürgerrechte, soziale Bewegungen und Graswurzelbewegungen; Persönliche Archive griechischer Politikerinnen und Politiker, Intellektueller und Gewerkschaftsmitglieder. Darüber hinaus besitzt das Archiv einen großen Bestand Bildmaterial, eine Oral History Sammlung sowie eine Bibliothek. Der Leseraum des Archivs ist an drei Tagen in der Woche geöffnet und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Screenshot von russiainphoto.ru

Fotoarchiv | Online-Ressource

Die Russische Geschichte in Fotografien

Das Portal История России в фотографиях (Die Russische Geschichte in Fotografien) versammelt eine beeindruckende Auswahl von (bisher) 70 000 Fotografien aus insgesamt 40 russischen Archiven sowie aus Privatbeständen. Die Bilder sind in Themen und Unterthemen aufgeteilt. Die Bandbreite der Themengebiete ist groß: Von „Krieg und Revolution“, „Architektur“, „Landschaft“ und „Transport“ über „Kunst“, „Berufe“ und „Industrie“ bis hin zu „Alltag“, „Tiere“, „Bildung“, „Jugend“ und „Mode“. Innerhalb dieser Kategorien haben Besucherinnen und Besucher dann die Möglichkeit, die angezeigten Bilder anhand eines Zeitstrahls auf einen Zeitraum zwischen 1840 und 1999 einzugrenzen. Das ambitionierte Ziel, die neuere russische Geschichte an einem Ort fotografisch zu versammeln, wird maßgeblich durch die beteiligten Archive unterstützt: die Sammlung umfasst die digitalisierten fotografischen Bestände von so bedeutenden Partnern wie dem Staatlichen Archiv der Russischen Föderation und dem des Staatlichen Museums der politischen Geschichte Russlands, von Kunstarchiven wie dem Staatliche Architekturmuseum Schtschussew oder dem Theatermuseum Bachruschin und der (bereits zu Sowjetzeiten aktiven) Presseagentur Tass. Bisher ist die Webseite nur auf Russisch verfügbar.

Screenshot der Website des Archivs

Archiv

Archiv des Institute of National Remembrance, Warschau, Polen

Das Archiv des Institute of National Remembrance (Instytut Pamięci Narodowej, kurz IPN) wurde im Jahr 2000 gegründet. Seine Sammlung umfasst eine Vielzahl an Dokumenten und Artefakten aus den Jahren 1933 – 1990 und legt somit einen Fokus auf die Zeit der deutschen Besatzung sowie des kommunistischen Regimes. Das IPN-Archiv betreibt rund 20 Außenstellen in ganz Polen; diese haben einen Umfang von über 90.000 Regalmetern an Dokumenten und anderen Artefakten. Das IPN befasst sich mit der polnischen Geschichte der Jahre 1939–1989 und behandelt so die Zeit des Nationalsozialismus ebenso wie die sowjetische Herrschaft. Durch die direkte Auseinandersetzung mit der kommunistischen Vergangenheit Polens in der Gegenwart, steht auch das IPN im Brennpunkt öffentlicher Diskussionen. Es greift als staatlicher Akteur in den öffentlichen geschichtspolitischen Diskurs ein.

Screenshot: Datenbaknk Soviet Samizdat Periodicals

Datenbank | Online-Ressource

Project for the Study of Dissidence and Samizdat

Das Project for the Study of Dissidence and Samizdat baut auf dem Archiv der Oppositionsliteratur und der verbotenen Literatur der UdSSR der Universität Toronto Libraries auf und zielt darauf ab, die seltenen Materialien für eine breitere Gruppe von Interessierten zugänglich zu machen.Leiterin des Projekts ist Ann Komaromi, die sukzessive ausgesuchte Literatur des Archives online bereitstellt und um illustrierte Zeitleisten zu oppositionellen Bewegungen innerhalb der Sowjetunion ergänzt. Darüber hinaus veröffentlicht die Wissenschaftlerin Interviews mit Protagonisten des sowjetischen Samizdats. Die Website möchte ein Forum für weiterführende Diskussionen über die Geschichte der Dissidenz in der Sowjetunion bieten.Die Datenbank Soviet Samizdat Periodicals ist Teil des Projektes und umfasst den Zeitraum von 1956 bis 1986 der Sowjetherrschaft und verzeichnet ungefähr 300 Titel. Darunter finden sich alle bekannten Arten von Samisdat-Literatur, beispielsweise Menschenrechtsberichte, Musikmagazine, Religiöse Texte und Lyriksammelbände. Sie können nach Entstehungsort, Genre, Sprache und Archivort durchsucht werden. Die Sammlung ist online durchsuchbar und man erhält zu jedem Titel detaillierte bibliographische Informationen.

Logo der Harvard University

Online-Katalog | Archiv

English-Language Primary Sources for the Study of Soviet History

Die Website English-Language Primary Sources for the Study of Soviet History listet als Onlineressource für die Untersuchung der sowjetischen Vergangenheit relevante Quellen auf. Sie wurde zusammengestellt von Professor Terry Martin von der Harvard University. Sie richtet sich in erster Linie an amerikanische Studenten, die Hausarbeiten zu einem Thema der sowjetischen Geschichte schreiben, enthält aber auch umfangreiche Bibliografien, die für ein breites interessiertes Publikum relevant scheinen. Die Gliederung auf der Website erfolgt anhand von Unterkategorien (z. B. state publishing) und soll helfen, einen Überblick über die verfügbaren Texte und Materialien zum Themenkomplex zu erhalten. Die Listen enthalten beispielsweise genaue bibliografische Angaben, etwa zu Quelleneditionen. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Website Women´s Memory

Archiv

Women´s Memory - International Project on Oral History

Women's Memory ist ein internationales Projekt, das von der Nichtregierungsorganisation Gender Studies in Prag initiiert wurde und koordiniert wird. Als Reaktion auf die westeuropäischen und amerikanischen feministischen Theorien, die nicht auf die Lebensrealität von Frauen in postsozialistischen Ländern angewendet werden konnten, entstand in den 1990er-Jahren die Idee, die Lebenserfahrungen und Einstellungen von Frauen aus dem Ostblock zu erfragen. Bis jetzt haben sechs interdisziplinäre Forscherteams aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Deutschland, Polen, Kroatien, Serbien, Montenegro und der Urkaine etwa 470 Interviews geführt und 20 000 Transkriptseiten erstellt, die im Archiv des Gender Studies Center in Prag aufbewahrt werden. Das gesammelte Material steht für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung. Darüber hinaus soll es zunehmend für didaktische Zwecke in geschlechtersensiblen Bildungsprogrammen zum Einsatz kommen.

Logo: Universität Harvard

Online-Ressource | Archiv

Harvard Project on the Soviet Social System Online

Das Projekt The Harvard Project on the Soviet Social System Online ermöglicht den Zugang zu digitalisierten Materialien des Harvard Project on the Soviet Social System (HPSSS). Es handelt sich vor allem um Ergebnisse von über 700 Interviews, die Anfang der 1950er-Jahre, also zu Beginn des Ost-West-Konflikts mit sowjetischen Geflüchteten in Deutschland und den USA geführt worden sind. Mithilfe einer Suche kann der Nutzer die Materialen nach Inhalten durchforsten. Die thematischen Zuschnitte sind dabei vielfältig: Die Interviews, entweder die persönlichen Geschichten der Interviewten oder „spezielle Themenbereiche“ behandelnd, spiegeln politische und wirtschaftliche, aber auch soziale, kulturelle und alltägliche Zustände in der Auffassung der Interviewten wider. Das Projekt geht zurück auf den Soziologen Alex Inkeles sowie den Psychologen Raymond Bauer, die das groß angelegte Interviewunterfangen bereits 1949 in die Wege leiteten und somit eine einzigartig frühe Quellensammlung schufen.

Screenshot des Stalin Digital Archive

Online-Ressource | Archiv

Stalin Digital Archive

The Stalin Digital Archive ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Russischen Staatlichen Archivs für Sozial- und Politikgeschichte und der Yale University Press. Im Rahmen des Fachinformationsdienstes Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa wurde mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die digitale Quellensammlung lizenziert, die die Forschung zu Stalin und der Sowjetunion für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erheblich erleichtert, denn die digitalisierten Archivalien lassen sich mit einem Zugang zu TSDA ganz einfach online über Ostbib abrufen.OstBib ist das Blog der Osteuropaabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und versteht sich als Fachcommunity der deutschen und internationalen Osteuropastudien, die die interessierte Öffentlichkeit über besondere Quellen, Materialien und Ereignisse in Bibliotheken informieren will.In der Quellensammlung finden sich um die 28.000 Dokumente mit ca. 404.000 Seiten, darunter Stalins Biographie, von ihm verfasste Dokumente aus den Jahren 1889 bis 1952, über 390 Bücher aus Stalins Privatbibliothek mit dessen Anmerkungen und Kommentaren, sowie biographische Materialien wie Zeugnisse und Polizeiprotokolle.

Logo Staatliches Archiv der Russischen Föderation

Archiv

Staatliches Archiv der Russischen Föderation, Moskau, Russland

Das Staatliche Archiv der Russischen Föderation (GARF) in Moskau ist das größte staatliche Archiv des Landes und bewahrt etwa sieben Millionen Bestände zur Geschichte Russlands im 19. und 20. Jahrhundert auf. Es wurde 1992 von der Russischen Föderation gegründet und ist Nachfolger des Hauptstaatsarchives der Oktoberrevolution und des Zentralarchivs der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. Die Archivalien umfassen Dokumente zur Geschichte des Russischen Reiches seit Anfang des 19. Jahrhunderts, der Provisorischen Regierung zwischen Februar- und Oktoberrevolution 1917, der Sowjetunion bis 1991 sowie der Russischen Föderation seit 1992. Einen wichtigen Teil machen die personenbezogenen Bestände aus, zu denen die vieler bekannter Politiker, Staatsbeamter und Gewerkschaftsführer aus der vorrevolutionären Zeit bzw. der Sowjetunion gehören. Archiviert sind auch die Unterlagen der Zarenfamilien.

Screenshot der Webseite

Online-Ressource

Sowjetische militärische Standorte in Deutschland

Die Online-Ressource Sowjetische militärische Standorte in Deutschland, die von dem Deutsch-Russischen Museum (DRM) Berlin-Karlshorst betreut wird, dokumentiert die Geschichte der sowjetischen Truppen in Deutschland. Die Datenbank ist ein gemeinschaftliches Projekt des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) Potsdam und des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Moskau. 1945 eroberte das Militär der Sowjetunion Berlin und beendete dadurch den Zweiten Weltkrieg. Nach Kriegsende blieben die sowjetischen Truppen in Ostdeutschland stationiert. In der ehemaligen DDR gab es Bunker, Militärstädte, Übungsplätze – insgesamt über 1000 sowjetische Militärstandorte. 1990 begann mit der Deutschen Wiedervereinigung der Abzug der sowjetischen Truppen, der erst im August 1994 vollständig abgeschlossen war. Die Datenbank erfasst die gesamte Anzahl der sowjetischen Stationierungsorte erstmals komplett und macht sie für Interessierte zugänglich. Eine Chronik präsentiert chronologisch die wichtigsten Daten und Ereignisse in Bezug auf die sowjetische Stationierung in Deutschland und über eine interaktive Karte lassen sich einzelne Orte gezielt auswählen.

Logo der National Archives of Latvia

Archiv

The National Archives of Latvia, Riga, Lettland

Die National Archives of Latvia in Riga sammeln und bewahren Dokumente und Unterlagen zur Geschichte Lettlands und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. Sie unterstehen dem lettischen Kulturministerium. Unter der Vielzahl an Dokumenten, Bildern, Video- und Audiomaterialien werden hier außerdem die Unterlagen der sowjetischen Geheimdienste aufbewahrt. Diese dokumentieren die Tätigkeiten der Geheimdienste während der sowjetischen Besatzung Lettlands zwischen 1945 und 1990. Seit 2013 ist die Institution Gastmitglied bei der jährlichen Konferenz des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Screenshot der Website des Archivs der Republik Slowenien

Archiv

Archiv der Republik Slowenien, Ljubljana, Slowenien

Das Archiv der Republik Slowenien (Arhiv Republike Slovenije) ist das zentrale Staatsarchiv Sloweniens. Es hat seinen Sitz in der Hauptstadt Ljubljana und umfasst vorwiegend Archivalien, die den Gesamtstaat betreffen und untersteht dem slowenischen Kultusministerium. Nach dem Ende Jugoslawiens erhielt das Archiv 1991 seinen heutigen Namen. Die sogenannten Sonderarchive aus der Zeit der kommunistischen Diktatur wurden bereits 1990 aufgehoben und in das Archiv integriert, ebenso wie das Historische Archiv des Zentralkomitees der kommunistischen Liga und 1992 das Institut für die Geschichte der Arbeiterbewegung, das seither den Namen Institut für Zeitgeschichte trägt. 1998 wurde auch das Archiv des Ministeriums für Innere Angelegenheiten einbezogen, das zahlreiche Geheimdienstunterlagen umfasst. Die Bestände des Archivs stammen vor allem aus der Regierungstätigkeit, aber auch von anderen Institutionen, die dem öffentlichen Recht unterliegen und vom Staat finanziert werden. Hinzu kommen private Bestände und Filmmaterial. Außerdem unterhält das Archiv ein Gesamtregister aller Archivalien Sloweniens, darüber hinaus eine Zusammenstellung von Archivalien im Ausland, die Slowenien oder die Slowenen betreffen.

Screenshot der Webseite

Online-Ressource

Bibliografische Landkarte der Novemberrevolution 1918/19

Vor rund hundert Jahren veränderte die Novemberrevolution die Staatsform des Deutschen Reiches. Die Revolution in der Endphase des Ersten Weltkrieges führte zum Untergang der Monarchie im Deutschen Reich und zur Gründung der Weimarer Republik als erste parlamentarische Demokratie Deutschlands. Die Revolution war nicht nur ein Ereignis, dass sich in den deutschen Großstädten vollzog, sondern sie ergriff eine Vielzahl regionaler Gebiete und Städte. Die Friedrich-Ebert-Stiftung stellt auf ihrem Portal zur Geschichte der Sozialdemokratie eine „Bibliografische Landkarte der Novemberrevolution 1918/19“ zur Verfügung. Diese bietet interessierten Nutzern zahlreiche Literatur und Quellen zur Regionalgeschichte der Novemberrevolution. Für 88 deutsche Städte stehen insgesamt über 300 Titel, in Form von Aufsätzen, Monographien und Sammelbänden, und umfangreiches Material zur Verfügung. Die einzelnen Städte können über eine alphabetisch angeordnete Suchfunktion oder über die interaktive Karte angewählt werden. Auf der Karte wird angezeigt, wie viele Publikationen zum Revolutionsgeschehen für die ausgewählte Stadt zur Verfügung stehen. Unterhalb der bibliografischen Landkarte werden alle verfügbaren Publikationen aufgelistet. Die Website bietet eine umfangreiche Informations- und Materialsammlung für historisch Interessierte, die sich mit regionalgeschichtlichen Aspekten der Novemberrevolution von 1918 beschäftigen.

Screenshot Website

Online-Ressource

NKWD und Gestapo

Die Website „NKWD und Gestapo“, die von dem Juristen Wilhelm Mensing betrieben wird, bietet zahlreiche Informationen zu Arbeits- und Politemigranten, die besonders aus Deutschland, auf Grund drohender Arbeitslosigkeit und dem Terror durch die Gestapo in die Sowjetunion emigrierten. Die Sowjetunion nahm während der Zeit der Weimarer Republik und des NS-Regimes über 1000 deutsche Politemigranten auf. Die größte Gruppe derer bildeten die Kommunisten, die vor dem nationalsozialistischen Terror in die Sowjetunion flüchteten. Nach Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes 1939 wurden zahlreiche ehemalige Emigranten Opfer des NKWD-Terrors. Von den sowjetischen Behörden wurden Arbeitsemigranten und vor allem Politemigranten, aber auch Unpolitische und Kommunisten an die NS-Polizei ausgeliefert. Die Website bietet vielfältige und detaillierte Listen mit alphabetischen Personenaufstellungen, nach verschiedenen zeithistorischen Gesichtspunkten geordnet: Unter dem Bereich „Emigration SU“ finden Interessierte eine Auflistung deutscher Emigranten in die Sowjetunion während der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Eine ausführliche, nach Datum aufgestellte Zusammenstellung der Personen, die nach Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes an Deutschland ausgeliefert wurden, ist unter der Kategorie „Auslieferung 1939/41“ zu finden. Zudem ist eine Aufstellung zur Remigration der Politemigranten aus der Sowjetunion verfügbar. Die Komintern war seit 1936 bemüht, die Zahl der emigrierten Personen zu reduzieren. Zur Umsetzung dessen wurde eine Liste von über 800 größtenteils deutschen Emigranten angefertigt, die für eine anschließende Remigration ausgewählt wurden. Diese Liste ist mit zahlreichen Ergänzungen unter „Anerkennungsentzug – Liste B draussen“ zu finden. Der Autor der Website stützt seine Recherche auf zahlreiche Publikationen zu diesem Themengebiet und auf bereits veröffentliche Auflistungen.

Screenshot der Website des Archivs

Online-Ressource

Stalinka: Digital Library of Staliniana

Das Online-Archiv "Stalinka" sammelt Darstellungen mit Bezug zur Regierungszeit des sowjetischen Machthabers Stalin. Diese beinhalten Fotografien, Poster, Gemälde, Banner, Skulpturen, Porzellan und vieles mehr. Die abgebildeten Artefakte reichen von sowjetischen Propagandamaterial, welches Stalin und Ereignisse seiner Regierungszeit heldenhaft positiv darstellt über dokumentarisches Bildmaterial bis hin zu Karikaturen. Die Bestände beinhalten Darstellungen des und Auseinandersetzungen mit dem sowjetischen Machthaber aus der ganzen Welt. Der Bestand lässt sich nach Sammlung, Urheber, Datum, und Art der Ressource filtern. Das Archiv wurde mit der Intention ins Leben gerufen, einen Ressourcenpool für Studierende, Lehrende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schaffen, die zu Stalin und dem Stalinismus forschen. Das Online-Archiv ist Teil der „ULS Digital Collections" der University of Pittsburgh.

Screenshot der Webseite des Hoover Institution Archives

Online-Ressource | Archiv

Hoover Institution Library and Archives, Stanford, USA

Die Hoover Institution Archives sind Teil des Bibliothekennetzwerkes der Stanford University und zählen zu den weltweit bedeutendsten Archiven für Regierungsdokumente und unveröffentlichten politischen und ökonomischen Schriften. Sie beherbergen zudem eine umfangreiche Sammlung politischer Plakate. Ein besonderer Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Russischen Revolution, der Sowjetunion, russischen Emigranten, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, der Pariser Friedenskonferenz und politischen und ideologischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Der Bestand des Russland-Archivs gliedert sich wie folgt: Aufstieg der Parteien, diplomatische Archive des imperialistischen Russlands, die revolutionäre Bewegung, „Ochrana“ (Geheimdienste des zaristischen Russlands), Russisch-Japanischer Krieg und die sowjetische Beteiligung im Zweiten Weltkrieg. Somit befinden sich wichtige Dokumente zur Vorgeschichte der Russischen Revolution, den Anfangsjahren der Sowjetunion und dem Stalinismus in den Beständen der Hoover Institution. Die Sammlung ermöglicht es, durch ihren Schwerpunkt die Rolle der internationalen Beziehungen bei den Ereignissen in Russland und der Sowjetunion zu untersuchen.Das 1919 von Herbert Hoover (US-amerikanischer Präsident) gegründete Hoover Institut macht es sich zur Aufgabe, Krieg, Revolution und Frieden im 20sten und 21sten Jahrhundert zu dokumentieren.

Logo von Memorial

Archiv

Memorial Soсiety Archivеs

Die Archive der MEMORIAL-Gesellschaft beinhalten Zeugnisse der jüngeren Geschichte Russlands. Der Fokus liegt dabei auf den Opfern staatlicher Gewalt, dem Widerstand gegen die Staatsgewalt, und den schwierigen Bedingungen für die Etablierung einer Erinnerungskultur, die diesen Ereignissen gerecht wird. Die Sammlungen des Archivs sind thematische gegliedert: Die Geschichte politischer Repression in der UdSSR (1918-1956); die Geschichte des Widerstands (1953-1987); die Geschichte der Repression gegenüber ethnischen Polinnen und Polen; die Geschichte der „Ostarbeiter“. Eine weitere Abteilung ist den Ergebnissen des jährlichen Recherchewettbewerbes für Schülerinnen und Schüler gewidmet. Weiterer Teil der Archive ist das Zentrum für Oral History und Biografien. Neben der Sammlung von Interviews und anderen Materialien mündlicher Überlieferung dient das Zentrum außerdem der Vernetzung von regionalen Projekten, die in diesem Bereich aktiv sind. Die Archive beinhalten eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Fotografien, Briefen und Manuskripten; Privatpersonen sind eingeladen, die Archive um Gegenstände aus ihren Familien zu erweitern. Die Arbeit der Archive wird durch die Zusammenarbeit mit regionalen MEMORIAL-Initiativen in Russland, der Ukraine, Lettland, Kasachstan, Deutschland, Italien und Frankreich unterstützt.

Akten der Communist Party of Australia, Screenshot von der Website der Universität Melbourne

Archiv

Akten der Communist Party of Australia (Bundesstaat Victoria), Melbourne, Australien

In den Archiven der Universität Melbourne sind seit November 2015 Bestände der Communist Party of Australia (CPA) zu finden. Die CPA wurde 1920 gegründet, entwickelte ihre größte Stärke in den 1940er-Jahren, war 1951 von einem Parteiverbot bedroht und wurde 1991 aufgelöst. Obwohl es der Partei nie gelang einen großen Wahlerfolg zu erzielen, hatte sie bedeutenden Einfluss auf die australischen Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und der gesamten politischen Kultur Australiens. Von 1935 bis in die 1960er-Jahre errangen CPA-Mitglieder die Führung in zahlreichen bedeutenden Gewerkschaften und standen im Zentrum australischer Streikbewegungen. Die CPA und ihre Mitglieder setzten sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und höhere Löhne der Industriearbeiter ein, opponierten gegen Faschismus und Diktaturen und stritten für die Rechte von Frauen und Aborigines. Teilweise hatte sie Erfolge auf diesen Gebieten und ihre Positionen wurden später von der australischen Politik umgesetzt. Dennoch hatte die CPA zu keinem Zeitpunkt eine breite gesellschaftliche Unterstützung für ihre Ideen vom Kommunismus. Die Partei verteidigte jahrelang die stalinistische Politik, die sie erst ab den 1960er-Jahren zu kritisieren begann.Das Archiv enthält eine umfangreiche Materialsammlung und ermöglicht so einen intensiven Zugang zum Thema Kommunismus in Australien.

Screnshot der Startseite von „Playing Soviet“

Online-Ressource | Archiv

Playing Soviet - Visual Languages of Early Soviet Children’s Book, 1917-1953

Das Online-Archiv Playing Soviet der Princeton University bietet eine umfangreiche Sammlung russischer Kinderbücher aus den Jahren 1917 bis 1953 mit Fokus auf Bilderbüchern. Es dient so als praktisches Werkzeug zur Untersuchung der „Visual Languages of Early Soviet Children’s Book“. Wie sämtliche Literatur unterstanden auch Kinderbücher im kommunistischen Russland strengen staatlichen Auflagen. So spiegeln sich in den staatlich kontrollierten Publikationen dieser Zeit politische wie gesellschaftliche Entwicklungen des Landes wider. Gleichzeitig läßt sich an ihnen die Vielfalt der russischen Grafik nachvollziehen. Die Stile der Kinderbücher umfassen Fotocollagen, experimentelle Typographie und Sozialistschen Realismus.Die Datenbank beinhaltet Seitenansichten in hoher Auflösung, die entweder direkt nach Titel oder Verfasser aufgerufen werden können oder über Suchbegriffe wie zum Beispiel Autor, Themen, Materialien oder Techniken durchsucht werden können. Playing Soviet befindet sich noch im Aufbau und soll zukünftig noch detailliertere Informationen über die Kinderbücher anbieten wie beispielsweise Querverbinundungen zwischen verschiedenen Autoren.

Der Betreiber des Archives Harry Cleaver hält eine Vorlesung an der University of Texas, Wikicommons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Harry_cleaver_teaching.jpg#filelinks

Online-Katalog | Archiv

Texas Archives of Autonomist Marxism

Die Texas Archives of Autonomist Marxism umfassen Werke aus der marxistischen Tradition, die die Eigenständigkeit der Arbeiterklasse betonen. Das Archiv wurde vom ehemaligen Professor Harry Cleaver der University of Texas in Austin initiiert, der die Autonomie der Arbeiterklasse als bestimmende Kraft für die kapitalistische Entwicklung und Krisen untersucht. Die Website ist ein Nebenprodukt des Forschungsprojekts. Die gesammelten Werke sind sowohl von Anhänger der Marxistischen Lehre verfasst worden, als auch von Kritikern. Sie sollen vor der Vergessenheit bewahrt werden und für weitere Forschung insbesondere mit einem Bottom-Up Ansatz für Historiker bereit stehen. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf theoretischen Texten der 1960er- und 1970er-Jahre.Die Werke sind in einem alphabetischen Index aufgeführt und können auf Anfrage und nach Übernahme der Kosten bestellt werden, bzw. abfotografiert werden. Eine kleine Auswahl der gelisteten Werke wurde auch zur freien Verfügung online bereitgestellt.

Archivgut der SED und des FDGB

Online-Ressource | Archiv

Archivgut der SED und des FDGB

Die Website ist auf Initiative von Archivarinnen und Archivaren aus den Staatsarchiven der neuen Bundesländer und der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv entstanden. Ihr Ziel ist es, ausführliche Informationen über die Bestände der umfassenden schriftlichen Hinterlassenschaften der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) bereitzustellen. Sie bietet leicht zugängliche ausführliche Hintergrundinformationen und wurde in Kooperation mit allen beteiligten Archiven aufgebaut. 2005 wurde beschlossen das Netzwerk SED-Archivgut um das FDGB-Archivgut zu erweitern. Die Unterlagen des FDGB und seiner Einzelgewerkschaften sind auf Grund ihrer herausgehobenen Stellung in der DDR von großer Bedeutung. Der FDGB war die größte Massenorganisation in der DDR. Die Website bietet eine Suchfunktion über das Archivportal Europa und eignet zum Einstieg für die Recherche zu SED und FDGB.

Screenshot der Institutshomepage cnsas.ro

Archiv

National Council for the Study of the Securitate Archives, Bukarest, Rumänien

Der National Council for the Study of the Securitate Archives (CNSAS) ist Rumäniens zentrales Archiv für die Unterlagen der früheren kommunistischen Geheimpolizei Securitate. Es wurde 2000 gegründet. Der Gründung gingen jahrelange hitzige Debatten in Politik und Zivilgesellschaft voraus, wie mit den Unterlagen der Securitate zu verfahren sei. 1999 wurde schließlich ein Gesetz erlassen, welches allen rumänischen Staatsangehörigen, sowie Angehörigen anderer Staaten, die aber nach 1945 die rumänische Staatsangehörigkeit besaßen, Zugang zu ihren Securitate-Akten garantiert. Die CNSAS wurde als neue Institution gegründet und mit der Umsetzung des Gesetzes beauftragt; sie untersteht dem rumänischen Parlament. Neben der Gewährleistung des Zugangs zu Unterlagen ist es außerdem Aufgabe der CNSAS, ehemalige die ehemaliegen Securitate-Mitarbeiter und ihre Handlungen öffentlich zu machen, um so die repressiven Strukturen der Geheimpolizei in Gänze sichtbar zu machen. Das Archiv ist Mitglied des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Logo der National Archives of Estonia

Archiv

The National Archives of Estonia, Tartu, Estland

Die National Archives of Estonia sind Estlands Zentrum für archivarische Verwaltung; es bestehen Zweigstellen in Tallinn, Tartu, Rakvere und Valga. Die Institution versteht es als ihre Aufgabe, das "schriftliche Gedächtnis" des Landes zu sammeln, bewahren, und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Nationalen Archive wurden bereits 1920 gegründet; während der sowjetischen Besatzungszeit arbeiteten die Archive als Stadtarchive unter Moskauer Kontrolle weiter. In den 1990er-Jahren wurde die Führung der Archive als nationale estnische Institution wiederhergestellt. Unter den fast neun Millionen Dokumenten, 17 Millionen Bildern und neuneinhalb Millionen Metern Film lagern hier auch die Unterlagen, die die ehemaligen sowjetischen Geheimdienste und deren Aktionen in Estland betreffen. Seit 2013 ist die Institution Gastmitglied bei der jährlichen Konferenz des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Screenshot der Website: Bulgarian Communism: Critical Readings

Online-Katalog

Bulgarian Communism: Critical Readings

Das Webportal Bulgarian Communism: Critical Readings ist ein Onlinekatalog für sozial- und geisteswissenschaftliche Literatur zum bulgarischen Kommunismus. Der Katalog listet wissenschaftliche Publikationen, Bibliografien und Institutionen zum Thema Kommunismus in Bulgarien auf und möchte so den Informationsaustausch zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Akteuren verbessern. Das Projekt zielt darauf ab lokale und internationale Forschungsnetzwerke über den Zugang zu Quellen, Materialen und Archiven zu informieren. Darüber hinaus wird auf Konferenzen, öffentliche Veranstaltungen, Call for Papers und Neuerscheinungen hingewiesen. Die Seite ist 2005 auf Initiative des Centre for Advanced Study Sofia entstanden. Die Website wird auf Bulgarisch und Englisch betrieben, es wird jedoch auch auf Literatur in anderen Sprachen verwiesen. Die fremdsprachige Literatur wird nur auf der englischsprachigen Version der Website geführt.  

Logo: Wilson Center

Online-Ressource | Archiv

Wilson Center Digital Archive - International History Declassified, Washington D.C., USA

Das Wilson Center Digital Archive ist ein Online-Portal, auf dem ehemals als geheim eingestufte staatliche Dokumente für die Forschung und Bildung zur Verfügung gestellt werden. Die in Archiven weltweit zur Einsichtnahme freigegebenen, digitalisierten und ins Englische übersetzten Akten geben Einblick in die Geschichte der internationalen Beziehungen seit 1945. Der Fokus liegt auf den Archivalien, die durch das „Cold War International History Project“, das „North Korea International Documentation Project“ und das „Nuclear Proliferation International History Project“ am Wilson Center zusammengetragen wurden. Auf der Webseite können einzelne Dokumente, aber auch Sammlungen zu verschiedenen Ereignissen, Regionen und Themenbereichen aufgerufen werden.

Cover des Deutsches Rundfunkarchiv Spezial "Oktoberrevolution"

Online-Ressource | Archiv

Deutsches Rundfunkarchiv Spezial: Oktoberrevolution

In einer Sonderausgabe zur Oktoberrevolution hat das Deutsche Rundfunkarchiv eine Liste ausgewählter Fernsehproduktionen der DDR sowie Tondokumente und Hörfunkproduktionen zusammengestellt. Darunter sind beispielsweise eine Fernsehsendungen zum "Fest der Freundschaft" in Leipzig anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution, Interviews mit Zeitzeugen der Oktoberrevolution und Lehrfilme für den Schulunterricht in der DDR. Auch Tondokumente sind angeführt, wie Reden Lenins, Trotzkis und Stalins oder auch Walter Ulbrichts und Bertolt Brechts sowie Hörfunkproduktionen, beispielsweise eine Reportage Egon Erwin Kischs von den Revolutionsfeierlichkeiten auf dem Roten Platz in Moskau aus dem Jahr 1931. Weiterhin sind Vorträge, Hörspiele und Musikaufnahmen aufgelistet, unter anderem von Werken der Komponisten Sergej Prokofjew, Dmitri Schostakowitsch und Hanns Eisler.Die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD. Sie stellt ihre Dienstleistungen und Materialien für Zwecke von Kunst, Wissenschaft, Forschung, Erziehung und Unterricht, Ausstrahlung in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, aber auch für gewerbliche und private Nutzung zur Verfügung. Die Veröffentlichung gibt Auskunft über Signaturen, inhaltliche Beschreibungen, Produktionsdetails und Spieldauer der Bestände des Rundfunkarchivs, die mit dem Topos Oktoberrevolution zu tun haben.

Screenshot der Website des Archivs

Fotoarchiv | Online-Ressource

KARTA Center Foundation Photographic Archive

Das Fotografische Archiv des KARTA-Zentrums wurde 1996 gegründet. Sein Ziel ist es, die Geschichte Polens und Ostmitteleuropas vom 19. Jahrhundert bis heute fotografisch zu dokumentieren. Aktuell beinhaltet das Archiv die immense Zahl von über 300 000 Fotografien und wächst durch Spenden aus privaten Beständen kontinuierlich weiter an. Die Fotografien decken ein breites Spektrum polnischen Lebens ab: von Familienfeiern und Einzelpersonen über die Entwicklung ganzer Dörfer und Regionen bis hin zu politischen Großereignissen, der deutschen Besatzung, sowjetischer Repression und schließlich der Solidarnósc-Bewegung zeichnen die Sammlungen ein detailliertes Bild gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen des Landes und vermitteln so einen umfassenden und zugänglichen Eindruck von der Geschichte des Landes in den vergangen beiden Jahrhunderten. Alle digitalisierten Bilder sind online frei zugänglich.

Screenshot der Webseite https://socialhistory.org/en

Online-Ressource | Archiv

Archiv des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte, Amsterdam, Niederlande

Das International Institute of Social History (IISH) in Amsterdam ist eines der größten Dokumentationszentren zur Sozialgeschichte. Der Katalog des Instituts verzeichnet über 4000 Archivbestände sowie mehr als eine Million Druckwerke. Die Bild- und Audiosammlung umfasst über 250.000 Fotos, 120.000 Plakate sowie mehrere tausend Tonaufnahmen. Viele dieser Dokumente sind über den Katalog des IISH als Digitalisate frei zugänglich. Zu den herausgehobenen Beständen des Archives zählen etwa die Sammlungen der Handschriften von Karl Marx und Friedrich Engels, oder die Nachlässe von Karl Kautsky, Leo Trotzki, Wolfgang Abendroth und vielen anderen Protagonisten der europäischen Arbeiterbewegung. Es finden sich aber auch außereuropäische Nachlässe wie beispielsweise die Bestände der US-amerikanischen Anarchistin Emma Goldman wieder. Von großer Bedeutung sind die komplett digitalisierten Dokumente von Institutionen, Zeitschriften und Parteien der Arbeiterbewegung. So ist das Schriftgut der 2. Internationale ebenfalls online. Die Webseite lässt sich durch zahlreiche Filter nach Ländern sowie Themen durchsuchen. Dem Nutzer kommt außerdem zur Hilfe, dass zu jeder einzelnen Sammlung ein Guide zur Verfügung steht. Diese Handreichung liefert Informationen zu Inhalt, Highlights und weiteren, thematisch passenden Archiven oder Links.

Screenshot von der Website des Archivs

Fotoarchiv | Online-Ressource

Memorial Fotoarchiv: Geschichte des Terrors in der UdSSR und Bürgerbewegung in Bildern

Das digitale Fotoarchiv der Organisation MEMORIAL entstand aus dem Gedanken, Fotografien aus den Archiven regionaler MEMORIAL-Organisationen als zentrales Online-Archiv zusammenzuführen. Die Basis bilden die Fotoexponate der MEMORIAL-Verbände in Moskau, Petersburg, Tomsk, Syktyvkar und Krasnojarsk. Sie decken folgenden Themenbereiche ab: Politischen Repressionen in der UdSSR von 1917 – 1956; Politische Repressionen und Bürgerbewegung in der UdSSR von 1956 – 1986; Geschichte und Wirken der Gesellschaft MEMORIAL von 1987 bis heute. MEMORIAL reagiert mit der Schaffung des Online-Archivs auf die zahlreichen Anfragen nach Bildmaterial von Forschenden sowie von Betroffenen. An diese beiden Zielgruppen richtet sich das Archiv vornehmlich. Darüber hinaus wollen die Träger des Archivs einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. Diese ist, in Russland wie auch in anderen Ländern, stark beeinflusst von Stimmen, die an die Zeiten der Sowjetunion nostalgisch an eine Phase der materiellen Sicherheit erinnern. Dem entgegen setzt MEMORIAL bildliche Zeugnisse der autoritären Herrschaft, der die Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion unterworfen waren. Interessenten erhalten einen Zugang zum Online-Archiv, können eigenständig recherchieren und dann zur Klärung von Nutzungsrechten mit Memorial Kontakt aufnehmen.

Screenshot der Website der Institution

Archiv

Behörde für Dokumentation und Untersuchung der Verbrechen des Kommunismus, Prag, Tschechien

Die Behörde für Dokumentation und Untersuchung der Verbrechen des Kommunismus entstand 1995 aus der Zusammenlegung der beiden mit der Aufarbeitung des kommunistischen Regimes beauftragten Abteilungen in Innenministerium und Staatsanwaltschaft. Sie ist bei der tschechischen Polizei angesiedelt. Essentieller Bestandteil der Behörde ist das Archiv: Es sammelt Material, das die Verbrechen des kommunistischen Regimes und seines Repressionsapparats belegt und wertet dieses Material aus. Das Archiv hat uneingeschränkten Zugriff auf andere Archive, unter anderem auf die des Justiz- und Innenministeriums und ermöglicht somit eine umfassende Dokumentation staatlicher Prozesse im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 1945 und dem 29. Dezember 1989. Das Archiv veröffentlicht regelmäßig die  “Securitas Imperii” Reporte, die detaillierte Darstellungen staatlicher Repressionsakte liefern.

Screenshot der Webseite http://www.ceelbas-cdt.ac.uk/

Leitfaden | Online-Ressource

Russian and Ukrainian Archives Guide

Das Centre for East European Language Based Area Studies, kurz CEELBAS in Londen stellt auf seiner Website einen umfangreichen Leitfaden zur Arbeit in den Archiven der postsowjetischen Staaten bereit.Die Handreichung vermittelt nicht nur allgemeine Informationen zu den infragekommenden Archiven, Kontaktdaten, Wegbeschreibungen etc. Hier finden sich auch ganz konkrete Tipps zur Kontaktaufnahme und zum Umgang mit dem Archivpersonal vor Ort sowie Informationen, wie Dokumente zur Einsichtnahme bestellt werden können. Die Verfasser wollen mit dem Leitfaden den Weg durch die - wie sie schreiben - undurchsichtige Archivlandschaft weisen. So unterstünden zwar alle russischen Archive derselben Administration, folgten aber keineswegs denselben Regeln. Um als Archivnutzer der jeweils vor Ort gültigen sozialen Praxis gerecht zu werden, ist der Wegweiser höchst individuell gehalten. Im Abschnitt zum Staatlichen Filmarchiv Russlands wird der prospektive Archivbesucher etwa dazu angehalten sich mit Keksen oder getrockneten Früchten – ideally presented in a pretty basket – an den Pausen der Mitarbeiter zu beteiligen. Mit Vokabelhilfen, Beispielbriefen, mit denen Anträge auf Akteneinsichtnahme gestellt werden können, sowie vielen „Tipps zum Überleben“ im jeweiligen Archiv, ist der Leitfades des CEELBAS eine exzellente Vorbereitung für alle Historikerinnen und Historiker, die zum ersten Mal in einem Archiv in der früheren Sowjetunion Akten lesen möchten.Das CEELBAS ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Bath, Birmingham, Cambridge, Kent, Manchester, Oxford, Sheffield, Warwick, der School of Oriental and African Studies, der University of Londen sowie des University College Londen. Das CEELBAS hat das Ziel, die britische Forschung zu Mittelosteuropa und Russland zu befördern. In diesem Zusammenhang vergibt es u.a. auch Promotionsstipendien.

Screenshot der Website http://www.phm.org.uk/archive-study-centre/

Archiv

The Labour History Archive & Study Centre (LHASC), Manchester, Großbritannien

Das Labour History Archive and Study Centre in Manchester ist ein bedeutendes Archiv zur Geschichte der britischen Arbeiterbewegung. Die Sammlungen bieten einen Einblick in das soziale und politische Leben der Arbeiterschaft der letzten zwei Jahrhunderte. Es ist Teil des People’s History Museums in Manchester. Im Archive and Study Centre werden die Bestände der Labour Party sowie der Kommunistischen Partei Großbritanniens aufbewahrt, aber auch Nachlässe von Politikern, Autoren und Aktivisten wie Douglas Houghton, Michael Foot oder Harry McShane gesammelt.Neben den ungefähr 4000 Boxen umfassenden Schriftzeugnissen finden sich im Archiv auch 95.000 Fotos und 17.000 Flugblätter, entstanden im Zeitraum von 1830 – 2000. Es verwahrt außerdem die Dokumente der Reformbewegungen der Chartisten, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgreich u.a. für die Zulassung von Gewerkschaften und der Erweiterung des Wahlrechts eingesetzt hatte. Neben den Archivbeständen komplettiert die Sammlung des People’s History Museum den Fundus. Ein ausführliches FAQ und mehrere herunterladbare Leitfäden erleichtern die Recherchen im LHASC.

1956 Institute, Screenshot von der Website des Archivs

Archiv

1956 Institute – Oral History Archive, Budapest, Ungarn

Das Oral History Archive (OHA) ist an das 1956 Institut in Budapest angeschlossen und bewahrt die Erinnerungen von mehr als tausend Zeitzeugen der ungarischen Revolution. Im Oktober 1956 protestierten ungarische Bürgerinnen und Bürger in einem Volksaufstand gegen die repressive Politik der kommunistischen „Partei der Ungarischen Werktätigen“ und gegen die Okkupation des Landes durch die Sowjetarmee. Die Ungarische Revolution dauerte vom 23. Oktober bis zum 11. November 1956, als die sowjetischen Streitkräfte den letzten bewaffneten Widerstand in der ungarischen Hauptstadt unterdrückten.Die Wurzeln des Archivs gehen auf die Wende der 1970er und 1980er-Jahre zurück, als Aktivisten begannen Interviews zu führen. Unter den halb-legalen Bedingungen der letzten Jahre des kommunistischen Regimes verarbeitete das OHA die Aussagen von Einzelpersonen und Teilnehmenden der Revolution 1956. Der Zweck dieser auf einem Kassettenrekorder aufgezeichneten Gesprächsreihe war es, die Geschichte der Revolution, wie die Betroffenen sie kannten und erlebten, zusammenzutragen und mit den Aussagen anderer Beteiligter zu erweitern und zu vergleichen. Damit opponierten die Aktivisten gegen die offizielle, verfälschte historische Darstellung der Diktatur.Nach 1989 arbeitete das Archiv weiter, um die Ereignisse einer Neuinterpretation zu unterziehen und Zugang zu authentischen Quellen und Zeitzeugnissen zu schaffen. Das OHA trägt somit maßgeblich zur Aufarbeitung und Historisierung des ungarischen Sozialismus bei und stellt wissenschaftliche Quellen zur Verfügung.

Logo des COMDOS

Archiv

Committee on Disclosure of Documents and Announcing Affiliation of Bulgarian Citizens to the State Security and the Intelligence Services of the Bulgarian National Army (COMDOS), Sofia, Bulgarien

Das Committee on Disclosure of Documents and Announcing Affiliation of Bulgarian Citizens to the State Security and the Intelligence Services of the Bulgarian National Army (COMDOS) ist Bulgariens zentrales Archiv für die Unterlagen der ehemaligen bulgarischen Geheimdienste. Es wurde 2007 gegründet. Bürgerinnen und Bürger haben dort die Möglichkeit, sämtliche Unterlagen und Informationen, die über sie oder ihre verstorbenen Verwandten gesammelt wurden, einzusehen. Alle Dokumente sind zu Recherchezwecken einsehbar. COMDOS führt Hintergrundrecherchen zu vor 1973 geborene Personen durch, die in hohen gesellschaftlichen Positionen stehen oder standen, um deren etwaige Verbindungen zu den geheimdienstlichen Behörden zu dokumentieren und öffentlich zu machen. Das Archiv ist Mitglied des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Screenshot der Website "Post Bellum"

Zeitzeugenportal | Archiv

Post Bellum, Prag, Tschechien

Die NRO Post Bellum wurde 2001 von einer Gruppe tschechischer Historiker und Journalisten gegründet und widmet sich der Sammlung und Dokumentation von Zeitzeugenaussagen aus dem 20. Jahrhundert. Im Fokus stehen die Berichte von Zeitzeugen über die totalitären Regime. Das Portal umfasst unter dem Projekt Memory of Nations persönliche Berichte von Holocaust-Überlebenden, Widerstandskämpfern, politisch Gefangenen, Dissidenten und ethnischen Minderheiten, aber auch von solchen, die auf der Seite der totalitären Regime standen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts aufmerksam zu machen, zu dokumentieren und aufzuklären. Die Berichte der Zeitzeugen sollen für ein breites Publikum zugänglich sein. Die Zeitzeugenberichte liefern tiefe Einblicke in die Geschehnisse während kommunistischer oder nationalsozialistischer Herrschaft und decken das Wesen totalitärer Herrschaft auf. Unter https://www.pametnaroda.cz/cs gelangen interessierte Nutzer direkt zu den Zeitzeugeninterviews. Diese sind unter folgenden Themenüberschriften geordnet: Holocaust, Kommunismus, Nationalsozialismus, kirchliche und religiöse Gemeinschaften, Veteranen, nationale Minderheiten, politisch Gefangene und Geheimdienste. Memory of Nations ist die größte öffentlich zugängliche Datenbank für Zeugenberichte in Europa. Neben dem Betrieb des Portals wirkt Post Bellum durch die Organisation von Veranstaltungen und Workshops, sowie durch Artikel und Radiobeiträge aktiv an der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Tschechien mit.

Logo der Rosa-Luxemburg Stiftung

Archiv

Bestände des Historischen Zentrums Demokratischer Sozialismus der Rosa-Luxemburg Stiftung

Seit 2017 besteht der Bereich „Historisches Zentrum Demokratischer Sozialismus“ innerhalb der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS). Neben politischer Bildungsarbeit, Forschung, und Bibliothek bildet das Archiv der RLS einen wichtigen Bestandteil des Zentrums. Die Bestände unterteilen sich in folgende Bereiche: Quellen und Unterlagen zu Parteitagen, Parteivorstandssitzungen und Parteivorsitzenden sowie Post aus den Jahren 1989 bis 1991, die Bürgerinnen und Bürger an den Parteivorstand der SED/PDS bzw. PDS schickten; Akten und Unterlagen zu der Bundestagsfraktion der PDS bzw. der Fraktion DIE LINKE im Bundestag (diese schließen die Zeit der frei gewählten Volkskammer der DDR 1990 mit ein); Bestände der Landesverbände der Partei DIE LINKE; Bestände der Landtagsfraktionen der Partei DIE LINKE; Bestände der Delegation der Linken in der Fraktion im Europaparlament; Vor- und Nachlässe und Deposita; Verbände und Institutionen; Sammlungen von Bildmaterial; Unterlagen der RLS selbst. Die Bestände werden online in Form von sogenannten Findbüchern nach und nach zugänglich gemacht.  

Screenshot von archives.gov.by

Archiv

Staatliche Archive Belarus

„Archivy Belarusi“ ist die zentrale Online-Präsenz der staatlichen Archive von Belarus. Die Seite ist auf Englisch und Russisch verfügbar. Am linken Rand der Seite finden sich die Menüpunkte, anhand derer die Seite organisiert ist. Unter „Archives and records authorities and the state archives network“ findet sich eine Liste all derjenigen Archive und Institutionen, die unter der Seite versammelt sind. Unter „Services“ werden die (kostenlosen sowie -pflichtigen) Dienste, die von der Seite angeboten werden, gelistet; hierzu zählen zum Beispiel die Bearbeitung von Fragen nach den Lebenswegen von Militärangehörigen. Unter „Archival directories“ finden sich Übersichtsdokumente zu den Beständen der einzelnen Archive. Unter „Subject guides and databases“ sind unter den Überbegriffen Geschichte, Berühmte Persönlichkeiten und Kultur Themen versammelt, von denen aus man wiederum zu Dokumentensammlungen und Online-Ausstellungen geleitet wird. Unter dem Punkt „Genealogy/Family history“ sammeln die Betreiberinnen und Betreiber der Seite Recherchetipps für Ahnenforschende und bietet außerdem Zugriff auf die Verzeichnisse verschiedener Gemeinden. Unter „Education“ finden sich Hinweise zur den Möglichkeiten akademischer Ausbildung in der Archivarbeit. Am oberen Rand der Seite    finden sich eine Suchoption sowie der News-Bereich der Seite. 

Logo des Archivs

Archiv

Archiv des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Prag, Tschechien

Das Archiv des Instituts für das Studium totalitärer Regime (Ústav pro studium totalitních režimů) versammelt Dokumente, die von den Geheimdiensten der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPTsch) sowie anderen Organisationen, die sich unter der Koalition der Nationalen Front zusammengeschlossen hatten, erstellt wurden. Das gesamte Archivmaterial umfasst 20 000 Regalmeter, die sich auf insgesamt 550 Sammlungen verteilen. Das Archiv bietet eine Online-Suchfunktion an, über die sich Besucherinnen und Besucher mit der Struktur sowie den Beständen des Archivs vertraut machen können. Material kann bestellt und in den Lesesälen des Archivs in Prag und in Brnó eingesehen werden. Das Institut für das Studium totalitärer Regime widmet sich der Erforschung und Dokumentation totalitärer Regime und betrachtet gleichermaßen die Zeit des Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 und des Kommunismus in der Tschechoslowakei zwischen 1948 und 1989.

Screenshot der Website des Archivs

Archiv

Communist Party of Great Britain archive

Das Online-Archiv der Kommunistischen Partei Großbritannien versammelt eine immense Zahl von Dokumenten. Lange Zeit war es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht möglich, sich einen Überblick über die Aktivitäten der Partei zu verschaffen. Mit Auflösung der Partei im Jahr 1991 änderte sich dies, als das Archiv an das  People's History Museum in Manchester, wo auch das Archiv der Labour Party zu finden ist, übergeben wurde. Die Katalogisierung des Archivs in den Jahren 1993 und 1994 offenbarte das Ausmaß des Archivs. Dokumente der Führungsebene der Partei sind seit den 1940er-Jahren  aufbewahrt worden und beinhalten so kleinteilige Dokumente wie handschriftliche Notizen, die sich Parteimitglieder bei Zusammenkünften machten. Das Archiv ist in Sammlungen unterteilt, die sich wahlweise Unterorganisationen, Kampagnen, Personen und juristischen Fällen widmen. Die Informationen zur Sammlung als solche sind einsehbar, zum Zugriff auf die konkreten Dokumente über das Online-Archiv ist eine Lizenz nötig. Das Online-Archiv wird von Microform Academic Publishers betrieben.

Die Fotosammlung des rumänischen Kommunismus, Screenshot von der Website

Fotoarchiv | Online-Ressource

Online communism photo collection

Die Online communism photo collection ist eine Datenbank mit Bildern aus der kommunistischen Zeit in Rumänien. Sie wurde im Juli 2007 initiiert, um das eher gering verbreitete Wissen über die Geschichte des sozialistischen Regimes in Rumänien zu verbessern, dem gesteigerten Interesse der Öffentlichkeit entgegen zu kommen und für die freie Verfügbarkeit von fotografischen Quellen zu sorgen. Am 14. November 2008 haben die National Archives Of Romania und das Institute of the Investigation of Communist Crimes and the Memory of the Romanian Exile (IICCMER) diese erste und größte Online-Bilddatenbank Rumäniens ins Leben gerufen. Sie enthält Fotos aus dem Zeitraum 1921-1989, von denen die meisten zu Propagandazwecken gemacht wurden. Die Bilder dokumentieren in vielfältiger Weise die Entstehungsgeschichte der Diktatur aus dem kommunistischen Untergrund während des zweiten Weltkrieges bis hin zum Sturz der Ceaușescu-Diktatur.Das Archiv beherbergt inzwischen circa 5000 Bilder aus der Zeit der sozialistischen Diktatur in Rumänien. Das Portal möchte einen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten und Multiplikatoren Bildmaterial zur Verfügung stellen.

Die Filmdatenbank der DEFA-Stiftung, Screenshot von der Website

Datenbank | Archiv

Filmdatenbank der DEFA-Stiftung

Die am 17. Mai 1946 gegründete "Deutsche Film-Aktiengesellschaft" war die staatliche Filmproduktionsgesellschaft der DDR und existierte bis 1992. In dieser Zeit entstanden rund 700 Spielfilme und 450 Kurzspielfilme, 950 Animationsfilme, 2000 Dokumentarfilme und etwa 2.500 Wochenschauen. Hauptthema und Leitbild der SED und der DEFA-Filme waren zu Beginn der Antifaschismus sowie der sozialistische Realismus. Denkweisen und Darstellungen von Dekadenz, Formalismus, Spießertum und „bürgerlichen Verhaltensweisen“ sollten im Filmschaffen kritisiert beziehungsweise vermieden und durch sozialistische Ideale ersetzt werden. So entstanden vor allem Filme in der Tradition der Arbeiterklasse und Antikriegsfilme, welche die nationalsozialistische Ideologie entlarven sollten. Die Filme sollten demgegenüber die sozialistischen, humanistischen und kommunistischen Werte, sowie die Liebe zur DDR widerspiegeln. Unter der Prämisse "Vergangenes neu entdecken - Zukunft fördern", erhält die Filmdatenbank der DEFA-Stiftung Filmmaterial aus fast fünf Jahrzehnten DEFA-Produktionen und macht sie als Teil des nationalen Kulturerbes für die Öffentlichkeit nutzbar. Darin befinden sich sämtliche DEFA-Produktionen, Zeitzeugengespräche mit Künstlern der DEFA und ein Zeitzeugen-Archiv, das sich als audiovisuelle Quelle autobiografischen Erinnerns versteht.

Screenshot der Webseite http://www.carcob.eu/

Archiv

Centre Archives du Communisme en Belgique (CArCoB), Brüssel, Belgien

In Belgien sind die Archive, wie auch die kommunistischen Parteien, zweigeteilt. Auf französischer Seite verwahrt das Centre Archives du Communisme en Belgique (C.Ar.Co.B.) die Akten zum Kommunismus. Sein flämisches Pendant ist das Documentatie in Archief van Communistische Beweging (D.A.Co.B.). Trotz der sprachlichen Trennung arbeiten beide Archive Hand in Hand, um ein möglichst breites Angebot zur Verfügung zu stellen.Die Sammlung gliedert sich in vier Bereiche: Bestände der kommunistischen Parteien, Organisationen mit Verbindung zur KPB, andere kommunistische Bewegungen und Nachlässe. Die größten Teile der Kollektion sind bereits online in der Datenbank „PALLAS“ katalogisiert. Dieser Prozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Neben den schriftlichen Beständen verfügen beide Archive auch über große Poster- und Fotosammlungen zur Geschichte der kommunistischen Parteien und Bewegungen in Belgien. Das C.Ar.Co.B. verfügt außerdem über eine aktive Facebook-Seite auf der mehrmals die Woche Veranstaltungen oder Informationen geteilt werden. 

Internetauftritt des "Russian State Documentary Film and Photo Archive at Krasnogorsk", Screenshot von der Website

Online-Ressource | Archiv

Russian State Documentary Film and Photo Archive, Krasnogorsk, Russland

Die Geschichte des Russian State Documentary Film and Photo Archive in Krasnogorsk bei Moskau geht bis zu seiner Gründung ins Jahr 1926 zurück. Vor 1918 waren alle Film- und Fotodokumente das Privateigentum ihrer Schöpfer, mit der Verstaatlichung der gesamten Filmindustrie wurde die Produktion  sowie die Verwendung von Film- und Fotomaterial dem Staat übergeben. Dies wirkte sich auch auf die Geschichte des Archivs aus: Es kam zu mehrfachen Änderungen des Namens und der Archiv-Inhalte. Zwischenzeitlich sollten alle Filmdokumente im Archiv der Oktoberrevolution vereint werden (Archive of October Revolution, AOR). 1992 erhielt es seinen bis heute bestehenden und oft auch unter der Abkürzung RGAKFD genannten Namen. Das Archiv enthält mehr als 1 Million Fotos und beherbergt eine fast vollständige Sammlung von Wochenschauen aus den Jahren 1919 bis 1985, die politische, militärische und weitere Episoden aus der UdSSR zeigen. Zudem dokumentiert die Filmsammlung die gesamte Geschichte des russischen Filmschaffens, beginnend mit Aufnahmen der Krönung des Zaren Nikolaus II. Das Archiv hat Bestände zu Politik, Kriegen, und Katastrophen - aber auch die Welt der Literatur, der Kunst, des Sports und des Alltagslebens der sowjetischen und russischen Bevölkerung ist bei den Aufnahmen deutlich vertreten.   Auf der Website sind kleine Teile des Archivs digitalisiert und frei verfügbar.

Screenshot: The Tamiment Library & Robert F. Wagner Labor Archives

Archiv

The Robert F. Wagner Archives, New York, USA

Das Robert F. Wagner Archive dokumentiert die Geschichte der amerikanischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam mit der Tamiment Library beherbergen sie an der Universität von New York eine der umfangreichsten Sammlungen zum Themenbereich Arbeiterbewegung.Im Jahr 2001 wurden die Bestände des Abraham Lincoln Brigade Archives (ALBA) erworben und dem Archiv hinzugefügt. Die Sammlung mit über 200 Zeitzeugenberichten, Filmen, Fotografien, Plakaten und Aufzeichnungen der Internationalen Brigaden gibt Aufschluss über die Teilnahme amerikanischer Freiwilliger am spanischen Bürgerkrieg. Seit 2006 finden sich hier auch die Dokumente der Kommunistischen Partei der USA, die dem Archiv zudem 20.000 Bücher und Flugblätter sowie tausende Fotografien aus dem Archiv der Zeitung „Daily Worker“ überlassen hat. Auch erwähnenswert sind die Nachlässe der Bürgerrechtsaktivisten Esther und James Jackson, die Aufzeichnungen des radikalen Richters William Kunstler und die des Historikers Howard Zinn.Die Tamiment Library und das Archiv sind in der Elmer Holmes Bobst Library der New York University untergebracht.

Logo der MSU Libraries, Screenshot von der Website

Online-Ressource | Archiv

American Radicalism

Im Digital and Multimedia Center (DMC) der Universitätsbibliothek der Michigan State University lassen sich Scans im Volltext aufrufen. Unter dem Link American Radicalism kann der Nutzer Quellen von radikalen Bewegungen in den USA aufrufen. Man findet beispielsweise Material zur Black Panther Bewegung oder zu dem antikommunistisch motivierten Prozess gegen das Ehepaar Rosenberg während der McCarthy-Ära, welcher trotz internationaler Proteste mit der Hinrichtung der Eheleute endete. Aber auch mehrere Dokumente zur frühen Geschichte der US-amerikanischen Arbeiterbewegung finden sich unter der Rubrik. So gibt es ebenfalls eine Sammlung mit Dokumenten zu den Prozessen gegen die Anarchisten Sacco und Vanzetti, als auch Digitalisate der sozialistischen Zeitschrift The Masses aus den Jahren 1913 bis 1917. Im Opac der Universitätsbibliothek lassen sich zudem die kompletten Findbücher des Archivgutes zu American Radicalism durchsuchen, welche zum Teil im DMC als Digitalisate vorliegen.