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Screenshot dw.com

Artikel | Debatte

Russland: Kinderfreizeit im Internierungslager?

Juri Rescheto

Der Nachbau eines finnischen Internierungslagers für russische Zivilisten aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in Russland für Aufruhr. Kinder sollen dort den Alltag der Häftlinge nacherleben können. Juri Rescheto berichtet für die Deutsche Welle über eine Kontroverse, die in Russland über einen "Themenpark" geführt wird, den eine gemeinnützige russische Stiftung mit finanzieller Unterstützung des Staates eingerichtet hat. Dort sollen demnächst russische Kinder "patriotische Wochenende" verbringen. Lesen Sie mehr auf dw.com

Screenshot der Webseite

Online-Ressource

Totalitarian Buildings of Memory and Conscience

Zum Gedenken an die zahlreichen Opfer der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts gründete die Platform of European Memory and Conscience das Projekt Totalitarian Buildings of Memory and Conscience. Dieses Pilotprojekt verfolgt das Ziel, das Gedenken an die Opfer der totalitären Regime aufrechtzuerhalten. Die totalitären Regime ließen zahlreiche Haftanstalten, Konzentrationslager, Gefängnisse und Arbeitslager errichten, in denen Millionen Menschen Opfer von Gewalt und Repressionen wurden und zahlreiche Inhaftierte ums Leben kamen. Die Plattform wendet sich gegen die Zerstörung dieser Orte, um diese als Gedenkstätten und Orte der Aufklärung und des Erinnerns zu bewahren. Das Projekt besteht aus einer interaktiven Karte, in der Orte der totalitären Repression in Südost- und Osteuropa verzeichnet sind. Die Karte soll so die Aufmerksamkeit auf die Gebäude und ihre Zerstörung lenken, die mit totalitärer Gewalt in Verbindung stehen. Zusätzlich sollen Initiativen unterstützt werden, die darauf abzielen, Erinnerungsorte an Opfer totalitärer Verbrechen zu erhalten und zu schützen. Das Ausmaß der Unterdrückungssysteme im kommunistischen Rumänien, in der Tschechoslowakei und in Ungarn wird durch die Karte eindrücklich visualisiert.

Themenheft Geschichte und Geschehen Oberstufe Epochenjahr 1917

Didaktisches Material

Epochenjahr 1917. Themenheft Klasse 11-13

Tobias Arand

Das Themenheft reflektiert ausführlich das Epochenjahr 1917. Im vierten Kriegsjahr erschütterten Meutereien die französische Armee, während die politische und militärische Führung des Deutschen Reiches zwischen Vorstellungen von einem Verständigungs- und einem Siegfrieden schwankte. Letzteren wollte sie unter anderem mit der Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges erreichen - provozierte damit allerdings den Kriegseintritt der USA, der die globale Dimension des Weltkriegs umso mehr verstärkte. Die Oktoberrevolution in Russland prägte mit ihren Konsequenzen schließlich nicht nur den Verlauf des Krieges, sondern maßgeblich auch den gesamten Verlauf des 20. Jahrhunderts. Die "zehn Tage, die die Welt erschütterten" (John Reed), bedeuteten nicht zuletzt den Beginn der ideologischen Rivalität zwischen West und Ost, die später im Kalten Krieg mündete.Inhaltlich beschreibt das Heft den Begriff „Epochenjahr 1917“, die wichtigsten Ereignisse des Jahres sowie die Folgen dieser Zeit. Es eignet sich nicht nur zum Lernen für das Zentralabitur, sondern vermittelt anschaulich und farbig moderne Geschichtstheorie sowie die Kompetenz, sowohl bestehende Geschichtsbilder als auch die Authentizität von Quellen kritisch zu hinterfragen.

Screenshot des Lehrfilms "Die letzten Zeugen des Gulag"

Lehrfilm

Die letzten Zeugen des Gulag

Der Lehrfilm Die letzten Zeugen des Gulag handelt von den Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion. Anhand von Archivmaterial und Schilderungen durch Zeitzeugen und Gulagopfern wird ein Bild der Lebensumstände der Gefangenen gezeichnet. Millionen von Inhaftierten wurden in der Sowjetunion unter der Terrorherrschaft Stalins deportiert, oft an die äußersten Grenzen der Zivilisation, zum Beispiel nach Sibirien. Auch Tausende Gefangene aus der Sowjetischen Besatzungszone kamen in russische Straflager. Unter den Deportierten befanden sich viele Künstler und Intellektuelle; der Film thematisiert die Kunst, die im Lager und später als Strategie der Aufarbeitung entstanden ist. Auch die Massengräber, beispielsweise in Sandarmoch, Donskoje und Butowo, kommen zur Sprache. Des Weiteren geht es um die Aufarbeitung der Verbrechen in der Sowjetunion, unter anderem durch die deutsche Lagergemeinschaft Workuta. Thematisiert wird sowohl die russische Menschenrechtsorganisation Memorial, aber auch um die Verdrängung der Geschichte im heutigen Russland. Der Lehrfilm Die letzten Zeugen des Gulag ist für Schüler der Oberstufe geeignet.

Screenshot des "Wissenspool China" auf der Website planet-schule.de

Onlinedossier

Wissenspool China

Im Wissenspool China des Internetangebots planet-schule.de sind Dokumentarfilme, Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien über die Volksrepublik versammelt. Im Mittelpunkt der Dokumentarfilmreihe stehen Menschen im heutigen China, ihre Leben, Träume und Zukunftschancen. Der rasante wirtschaftliche Aufstieg Chinas vom Entwicklungsland zu einer der führenden Industrienationen der Welt hat zwar viele Chinesen reich gemacht, doch nicht alle haben teil am wirtschaftlichen Aufschwung. So wird der Abstand zwischen Arm und Reich immer größer. Auch die Umwelt leidet unter der schonungslosen Ausbeutung und der mit dem wirtschaftlichen Aufstieg einhergehenden Verschmutzung, was immer mehr chinesische Umweltschützer auf den Plan ruft. Die Begleittexte geben geschichtliche Hintergrundinformationen, zum Beispiel zu Mao Tsetung und seiner rücksichtslosen Politik oder zu den Auswirkungen der "Ein-Kind-Politik" auf die chinesische Gesellschaft. Somit stellt der Pool wichtige Bildungsmaterialien zur Kommunismusgeschichte der Volksrepublik China bereit. Planet-schule.de ist das gemeinsame Internetangebot des Schulfernsehens von SWR und WDR. Der Wissenspool China eignet sich für den Erdkunde-, Geschichts-, Politik- und Sozialkundeunterricht der Jahrgangsstufen 9 bis 13.

Logo von Memorial International

Politische Bildung

Memorial International, Moskau, Russland

Memorial ging aus einer in den Jahren der Perestroika entstandenen Massenbewegung hervor. Erste Initiativgruppen gehen bereits auf das Jahr 1987 zurück. Im Jahr 1988 wurde die Gesellschaft Memorial gegründet. Sie war die erste Massenvereinigung in der Sowjetunion, die nicht aufgrund einer Parteientscheidung entstand, sondern von ehemaligen politischen Gefangenen und ihren Angehörigen sowie von jungen, politisch Interessierten gegründet wurde. Heute ist Memorial eine internationale Gesellschaft, eine Konföderation von über 80 nationalen und regionalen Organisationen aus neun Ländern (Russland, Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, Lettland, Polen, Deutschland, Italien und Frankreich). Die vornehmliche Aufgabe von Memorial ist die Aufarbeitung der politischen Repressionen in der Sowjetunion, die Errichtung von Denkmälern, die Sammlung und Veröffentlichung von dokumentarischen Quellen, wissenschaftliche Untersuchungen, Ausstellungen, die Durchführung von Lehrveranstaltungen in Bildungseinrichtungen sowie landesweiten Schülerwettbewerben zur Geschichte. Darüber hinaus ist Memorial u.a. tätig in der sozialen und juristischen Betreuung von Opfern politischer Repression und ihrer Angehörigen und der Unterstützung bei der Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen. Memorial verfolgt das Ziel, am Aufbau der Zivilgesellschaft mitzuwirken.

Screenshot des Website von radioWissen

Onlinedossier | Podcast | Didaktisches Material

radioWissen

Das Format „radioWissen“ des Bayerischen Rundfunks bietet zu vielfältigen Themen eine Auswahl an Podcasts, Online-Dossiers und didaktischem Material. Neben Beiträgen zu Religion, Natur, Literatur und Musik finden sich auch Einträge zur Geschichte des Kommunismus und seiner Akteure und Akteurinnen. Biographien von Lenin, Chruschtschow und weiteren werden in den zeitlichen Kontext gebettet; die Beiträge erläutern außerdem einschneidende Ereignisse wie den Beginn der Russischen Revolution 1917 oder den Prager Frühling 1968. Um das Auffinden der Beiträge zur Kommunismusgeschichte zu erleichtern, finden Sie in unserer Kategorie Hören die thematisch relevanten Podcasts. Zahlreiche Beiträge enthalten didaktisches Material zur Verwendung im Unterricht, um Schülern die Themen mit Arbeitsblättern und auszuwertenden Audios näher zu bringen. Beispiele hierfür finden Sie bei diesem Beitrag unter "Interne Links".Die Manuskripte der Sendungen mit den Gesprächsprotokollen finden Sie ausschließlich zum privaten Gebrauch auf der Website des BR. Eine anderweitige Verwendung bedarf der Genehmigung des Bayerischen Rundfunks.

Weltmacht Sowjetunion, Aufstieg und Niedergang

Handbuch | Didaktisches Material

Weltmacht Sowjetunion

Harald Focke, Katrin Grotelüschen, Martin Kaehmer Johann, Carl Wilhelm

Der Oberstufenband befasst sich mit der Geschichte des russischen Zarenreiches bis zum Ende der Sowjetunion und erläutert ausführlich die epochenübergreifenden Grundbegriffe Autokratie und Ideologie.Die Begeisterung für den kommunistischen Gesellschaftsentwurf mobilisierte breite Schichten der Bevölkerung, dennoch dienten Gewalt und Terror als Schlüsselelemente mit denen Stalin und die Bolschewiki die Sowjetisierung durchsetzten. An der Schwelle zum hundertsten Jahrestag der Oktoberrevolution sind Infrastruktur, Wirtschaft, Politik und die gesellschaftlichen Praktiken in Russland noch immer vom ambivalenten Erbe dieser spezifischen Moderne geprägt. Neben der Klärung der Grundbegriffe wird in diesem Lehrbuch die Methodenkompetenz mithilfe von exemplarischen Methodenbausteinen zu Themen wie "Personenkult in der bildenden Kunst" und "Architektur in Stalins Staat: der Palast der Sowjets" anschaulich vertieft und gibt letztlich einen Exkurs in die sowjetische Außenpolitik in der Dritten Welt.

Screenshot der Lernplattform

Didaktisches Material | Website

segu – Lernplattform für Offenen Geschichtsunterricht

Der Name der Lernplattform segu steht für „selbstgesteuert-entwickelnder“ Geschichtsunterricht, in dem Schüler eigenständig und in Teams Themen bearbeiten. Dafür stellt die Webseite Lernmodule zur Verfügung, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade berücksichtigen und in denen vielfältige didaktische Methoden zur Anwendung kommen. Die Materialen sind als Open Educational Resources frei zugänglich und sollen den offenen Geschichtsunterricht unterstützen. Die Bearbeitung der Module kann direkt auf der Webseite gespeichert und als PDF ausgedruckt werden. Lehrerinnen und Lehrer können aus den Quizformaten, Videos, Zeitleisten und anderen Informationsseiten zudem eigene Arbeitsblätter zusammenstellen sowie einen Unterrichtsplaner generieren. Die Lernmodule decken die historischen Epochen von der Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert ab. Daneben gibt es einen Einstieg zum Thema „Was ist Geschichte?“ und ein epochenübergreifendes Modul mit dem Titel „Geschichte quer Denken“. Die Modulserien „Ost-West-Konflikt“ sowie „Russische Revolution und Sowjetunion“ befinden sich derzeit noch im Aufbau.

Didaktisches Material

Revolutionen in Europa: 1789-1917-1989

Hermann Both, Andreas Gestrich

Der moderne Begriff der Revolution definiert eine grundlegende Umgestaltung der gesellschaftlichen Struktur, der politischen Organisation und den kulturellen Wertvorstellungen eines bestimmten geografischen Bereiches, die sich in einem kurzem Zeitraum vollzieht und wesentlich auf der Erfahrung der Französischen Revolution beruht, die zum Vorbild aller modernen Revolutionen wurde.Das Werk "Revolutionen in Europa: 1789-1917-1989" zeigt einen Längsschnitt der Revolutionen. Vom Sturm der Pariser Bevölkerung auf die Bastille, über Stalins Herrschaft bis zur "friedlichen" Revolution in der DDR erhält der Leser einen tiefgreifenden Einblick, wie sich die Definition des Begriffs Revolution gewandelt hat und sich Ursachen und Wirkungen revolutionärer Gestaltungsversuche der Gesellschaft ausgewirkt haben. Neben der ausführlichen Erläuterung der epochalen Bedeutung der französischen und russischen Revolution, werden die unterschiedlichen Wege eines heute geeinten Europas sichtbar.

Seite "Kapitalismus - Segen, Fluch oder beides?" des Tiroler Bildungsservice

Onlinedossier

Kapitalismus - Segen, Fluch oder beides?

Dieter Draxl

Das Dossier auf dem Tiroler Bildungsserver über das Thema Kapitalismus bietet eine sehr gute und ausführliche Zusammenfassung der Thematik und viel wertvolle und für die Bildungsarbeit verwendbare Links. Die Unterseiten bieten eine didaktisch Einführung in die politische Ökonomie. Nicht nur die Geschichte des Kapitalismus wird beleuchtet, sondern auch die Theorien wichtiger Ökonomen (Adam Smith, Karl Marx, John Maynard Keynes, Friedrich von Hayek) werden in den Blick genommen. Das Dossier kann also zu einem Verständnis der Funktionsweisen des kapitalistischen Weltsystems und der kommunistischen Planwirtschaft beitragen. Das Portal richtet sich an Lehrkräfte und verfolgt das Ziel neue Medien mehr im Unterrichtsgeschehen zu integrieren.  

Cover der Unterrichtsmaterialien

Didaktisches Material

Geschichte betrifft uns: Stalinismus

Eva-Maria Stolberg

Die 03/2016-Ausgabe der Reihe „Geschichte betrifft uns“ beschäftigt sich mit der Entstehung des Stalinismus, der Bedeutung des Personenkults, mit sozialer Repression und Gewalt, dem Transfer des Stalinismus nach Mittel- und Osteuropa, der Entstalinisierung und der Erinnerungskultur im postsowjetischen Russland. Die Bedeutung des Stalinismus für die Sowjetunion und den „Ostblock“ kann anhand von Bild- und Textquellen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Neben Farbfolien zum Thema liegt der Ausgabe ebenfalls eine CD-ROM mit Videomaterial bei. Die Ausgabe ist für die Sekundarstufe II gedacht und kann über die Seite des Verlags als gedruckte Ausgabe kostenpflichtig bestellt oder heruntergeladen werden.

Screenshot der Website Reunification Revisited

Didaktisches Material | Website

REUNIFICATION REVISITED

vom 01.12.2020 | bis zum 10.12.2020

Zu dreißig Jahre deutsche Wiedervereinigung hat das Goethe Institut in New York die Website „REUNIFICATION REVISITED“ erstellt. Dort finden sich umfangreiche, multimediale Materialien, die sich gleichermaßen mit dem geteilten Deutschland, als auch mit den Jahren seit 1990 auseinandersetzen. Interviews u.a. mit der Historikerin Prof. Dr. Christina Morina, Universität Bielefeld, sowie von Ihrem Fachkollegen Prof. Dr. Frank Wolff, Universität Osnabrück, aber auch mit prominenten Zeitzeugen wie etwa mit David Gill, deutscher Generalkonsul in New York und erster Pressesprecher der Gauck-Behörde, leuchten höchst unterschiedlche Themen der deutsch-deutschen Geschichte aus. Die Bandbreite reicht von der Wirtschaftsgeschichte, über die Kultur- und Alltagsgeschichte bis hin zur Frage, ob und wie die Grundrechte in den beiden deutschen Staaten gewährleistet worden waren. Reunification Revisited lädt Studierende der deutschen und modernen deutschen Geschichte ein, das Leben in Ost- und Westdeutschland zu erkunden. Für schulische und außerschulische Bildungsarbeit von besonderem Interesse sind die Arbeitsblätter für Schüler, die online ausgefüllt werden können. Sie finden sich in der Rubrik „For Educators“.

Screenshot der Website

App | Führung

Der Matrosenaufstand 1918

Im Jahr 2018 jährt sich die Gründung der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, zum 100. Mal. Der Matrosenaufstand von 1918 bildete den Ursprung der revolutionären Ereignisse: Die Revolution 1918/19 griff von Kiel ausgehend auf das gesamte Deutsche Reich über und führte schließlich zum Ende des Ersten Weltkrieges und zum Untergang der Monarchie in Deutschland, an deren Stelle die Weimarer Republik als parlamentarische Demokratie trat. Die App „KulturSpuren“ lädt Interessierte ein, auf dem historischen Rundgang "Der Matrosenaufstand 1918" die historischen Stellen des Aufstandes in Kiel zu begehen. An insgesamt elf Stationen können die zentralen Stellen des Matrosenaufstandes besichtigt werden. Der neun Kilometer lange Rundgang beginnt am Wiker Balkon, wo auch die Ereignisse des Matrosenaufstandes im November 1918 ihren Anfang fanden, führt dann über das ehemalige Kasernengelände als Zentrum der Erhebungen, über die Gustav-Garbe-Brücke hin zum Schlosshof und endet schlussendlich am Platz der Kieler Matrosen. Der Rundgang kann aber auch an jeder beliebigen Station begonnen werden, die App leitet interessierte Nutzer dann automatisch zur nächsten Station des Rundwegs. Die App liefert während des interaktiven Rundgangs zahlreiche Informationen zur Kieler Geschichte, zu historisch bedeutsamen Personen und den damaligen Ereignissen. Die App kann kostenlos im App-Store (für iPhone) und bei Google Play (für Android) heruntergeladen werden und bietet insgesamt vier unterschiedliche "KulturSpuren"-Routen an. Für den Rundweg, der den Matrosenaufstand 1918 nachzeichnet, sollte man circa drei Stunden Zeit einplanen.

Cover des Buches "UdSSR - Genese einer Weltmacht. Geschichte und Geschehen", Ernst Klett Verlag

Didaktisches Material

UdSSR - Genese einer Weltmacht

Hansjörg Zimmermann

Dieses Themenheft für Schüler der Oberstufe zeigt die Hintergründe der Entstehung der Sowjetunion auf sowie deren Aufstieg zur Weltmacht. Das Heft ist chronologisch aufgebaut und führt die Schüler von der Zeit des Zarenreiches über das Stalin-Regime bis hin zur Verbreitung des Kommunismus als Befreiungsideologie in Entwicklungsländern. Es beginnt bei den Ereignissen und gesellschaftlichen Bedingungen in Russland, die zum Sturz des Zaren und somit zum Ende der Monarchie führten. Anschließend werden die Theorien des Marxismus und Leninismus erläutert. Das Jahr 1917 mit der Februar- und der Oktoberrevolution wird ebenso vertieft wie der anschließende Bürgerkrieg. Das totalitäre Regime unter Stalin und der Mythos, der sich um den Diktator rankt, sind ein weiterer Schwerpunkt des Themenheftes. Abschließend wird dargelegt, wie sich der Kommunismus als globale Befreiungsideologie etablierte und wie er als Dekolonialisierungsmodell diente, zum Beispiel in Vietnam. Das Themenheft UdSSR – Genese einer Weltmacht aus der Reihe Geschichte und Geschehen des Klett-Verlags ist für die Schulklassen 11 bis 13 konzipiert.

Screenshot des Lehrfilms "Revolutionen in Russland 1900 - 1924"

Lehrfilm

Revolutionen in Russland 1900 - 1924

In diesem Lehrfilm werden die Ursachen, Voraussetzungen und Wirkungen der Revolutionen in Russland von 1900 bis 1924 behandelt. Das Russland zu Anfang des 20. Jahrhunderts ist geprägt von einer tiefen Kluft zwischen Arm und Reich. Der reiche Adel, der fast alles Land besitzt, steht den armen Bauern gegenüber, die die große Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Auf der Suche nach Arbeit und mehr Freiheit ziehen viele Bauern in die gerade aufblühenden Städte. Dort leben sie jedoch in Elendsvierteln und arbeiten für Hungerlöhne. Das russische Zarenreich setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Volksgruppe zusammen, was zudem zu nationalen Spannungen führt. Die Unzufriedenheit in der russischen Bevölkerung, gepaart mit dem Erstarken linksgerichteter revolutionärer Bewegungen und dem brutalen Durchgreifen des Zaren gegen diese, führen zur Russischen Revolution von 1905. Diese veränderte die gesellschaftlichen Verhältnisse jedoch kaum. Für die radikalen, linksgerichteten Strömungen, die zu dieser Zeit entstehen, sind die Russen jetzt aber umso empfänglicher. So kommt es im Jahr 1917, nach Jahren des auszehrenden Krieges, zunächst zur Februar- und anschließend zur Oktoberrevolution unter der Führung Lenins. Der Lehrfilm Revolutionen in Russland 1900 - 1924 ist der erste Teil der Reihe Konflikte in Europa. Die Zielgruppe des Films sind Schüler der Mittel- und Oberstufe.

Screenshot von amazon.de

Spiel

Kolejka – In dieser Schlange warten Sie lange!

Kolejka ist ein Brettspiel, das 2011 vom polnischen Institut für Nationales Gedenken in Zusammenarbeit mit dem Spieleautor Karol Madaj herausgegeben wurde. Ausgangssituation des Spieles ist die von Planwirtschaft geprägte Situation im kommunistischen Polen. In dieser müssen die Spielerinnen und Spieler versuchen, bestimmte Waren zu besorgen, indem sie sich vor Geschäften anstellen, ihre Mitspielerinnen und Mitspieler austricksen, oder auf dem Schwarzmarkt kaufen. Ziel der Entwickler ist es, den Spielerinnen und Spielern –  durch eine überspitzte und dennoch realitätsnahe Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse –  Wissen über den Alltag im Kommunismus zu vermitteln. Das Institut für Nationales Gedenken wird von Kritikerinnen und Kritikern vor allem als staatliches Instrument zu patriotischer Erziehung angesehen und geriet zuletzt im Februar 2018 in den Fokus internationaler Medien. Zu dem Zeitpunkt wurde  das “Gesetz über das Institut für nationales Gedenken” verabschiedet, welches den Diskurs über die deutsche Besatzungszeit regelt. Es stellt, unter anderem, Äußerungen, die Polen „faktenwidrig die Verantwortung oder Mitverantwortung für Verbrechen“ zuschreiben, unter Strafe. Seit 2012 gibt es das Spiel auch in Deutschland unter dem Namen Kolejka – In dieser Schlange warten Sie lange! zu kaufen. 

Logo: LeMO - Lebendiges Museum Online

Online-Plattform | Politische Bildung

LeMO - Lebendiges Museum Online

LeMO ist eine Online-Portal, das Objekte, Texte, Medien, Zeitzeugenberichte und Dokumente zur deutschen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert. Anhand eines Zeitstrahls können zeitliche Schwerpunkte, darunter einzelne Kapitel und wiederum untergeordnete Themen aufgerufen werden. Über das Hauptmenü sind zudem übergeordnete Themen mit Gegenwartsbezug, Zeitzeugeninterviews, der gesamte Materialbestand sowie Lernmaterialen abrufbar. Die drei Projektträger stellen das gesamte Angebot kostenlos bereit, das damit leicht und jederzeit zugänglich ist: Das Deutsche Historische Museum präsentiert die Zeit vor 1945. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik stellt die Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart dar, und vom Bundesarchiv stammen die Dokumente, Bilder und Medien. Das Angebot richtet sich an die breite interessierte Öffentlichkeit. Besonders geeignet ist es für den Einsatz in der Geschichtsvermittlung an Schüler und Jugendliche, wobei das selbstständige recherchieren und informieren eingeübt werden kann.

Cover des Themenheftes

Didaktisches Material

Zeiten und Menschen - Die Sowjetunion - Genese einer Weltmacht

Friedrich Wilhelm Bratvogel

Unter der Herrschaft der kommunistischen Einheitspartei KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion), war die Sowjetunion als zentralistisch regierter, föderativer Einparteienstaat in der Zeit ihres Bestehens der größte Staat der Erde.Beginnend mit der Oktoberrevolution der Bolschewiki im Jahr 1917 in Russland unter der Führung von Wladimir Iljitsch Lenin und endend mit der Alma-Ata-Deklaration, die während der Amtszeit von Michail Gorbatschow am 21. Dezember 1991 die Auflösung der Sowjetunion bestätigte, stellt Russland auch nach dem Zerfall der UdSSR weiterhin eine Großmacht dar. Das Themenheft für den Geschichtsunterricht der Oberstufe arbeitet die Entwicklung der einstigen Weltmacht multiperspektivisch auf. Vom Untergang des Zarenreiches bis zum Ende der Stalin-Ära werden alle relevanten Ereignisse thematisiert und mittels farbiger Abbildungen und kompakter Beschreibungen zur Vermittlung für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II bereitgestellt.

Geschichte und Geschehen Online: Vom Zarenreich zur Sowjetunion, Screenshot von der Website

Didaktisches Material

Vom Zarenreich zur Sowjetunion

Das Lehrwerk "Geschichte und Geschehen: Vom Zarenreich zur Sowjetunion“ beschäftigt sich im dritten Kapitel des Schülerbands mit dem Ende der Zarenherrschaft und der bolschewistischen Oktoberrevolution. Online werden thematisch passende Arbeitsblätter und ein Quiz angeboten, mit dem das eigene Wissen erarbeitet und überprüft werden kann. Das Übungsmaterial vergleicht das zaristische Russland und das Deutsche Reich im Jahr 1895, ermöglicht die selbstständige Erarbeitung von Wissen über die russischen Parteien, sowie ihrer Sitzverteilung, thematisiert die Struktur der Doppelherrschaft im Jahr 1917 und erörtert Russlands Territorialentwicklung vom 15. bis ins 19. Jahrhundert. Der gesamte Band geht darüber hinaus auch auf den Aufstieg der USA zur Weltmacht, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg, sowie auf die Welt nach 1945 ein. Der Schlussteil "Was Menschen früher voneinander wussten und heute wissen" regt dazu an, erlerntes zu wiederholen und die im Buch vorherrschenden Thematiken in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen.

Screenshot des Lernmoduls

Didaktisches Material

segu Lernmodul: Bipolare Welt und Kalter Krieg

Der Name der Lernplattform segu steht für „selbstgesteuert-entwickelnder Geschichtsunterricht“, in dem Schüler eigenständig und in Teams Themen bearbeiten. Dafür stellt die Webseite Lernmodule mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung, in denen vielfältige didaktische Methoden zur Anwendung kommen. Das Lernmodul „Bipolare Welt und Kalter Krieg“ bietet Informationen und Aufgaben zum Ost-West-Konflikt sowie zu internationalen Bündnissen und Organisationen. Eine Zeitleiste, Unterrichtsmaterialien zur Russischen Revolution und Sowjetunion, zu den Themen „Diktatur des Proletariats“, „Weltmacht USA, Truman-Doktrin 1947“, „Atomare Bedrohung, Kuba Krise 1962“ sowie zu den Vereinten Nationen und zur Europäischen Integration sind frei zugänglich. Darüber hinaus werden Informationen zu weiterführenden Themen und Links angeboten.

Cover der Publikation "Praktische Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft, Bundeszentrale für politische Bildung

Handbuch | Didaktisches Material

Praktische Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft

Die Publikation ist eine Materialsammlung für Lehrer und Multiplikatoren in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, die auf die Erfordernisse der Migrationsgesellschaft im Geschichtsunterricht vorbereiten will. Mit neuen thematischen und methodischen Ansätzen soll die Zeitgeschichte auch für diejenigen zugänglich gemacht werden, denen der persönliche Bezug zur deutschen Vergangenheit fehlt. Das Praxisbuch umfasst 46 Bausteine, die Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialen zur Verfügung stellen und neben anderen auf die Themen Migrations- und Familiengeschichte sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit eingehen. Ziel ist es, den Unterricht dahingehend zu unterstützen, dass persönliche Geschichten und konkrete Lebenssituationen in den Vermittlungsprozess integriert werden. Dabei sollen das Verständnis für historische Prozesse, aber auch die Identitätsbildung sowie Teilhabe an der deutschen Erinnerungskultur und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert werden.

Logo Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Website | Netzwerk

Bildungsserver Berlin-Brandenburg (bbb)

Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg (bbb) ist eine seit 2009 bestehende Informations-, Kommunikations- und Kooperationsplattform für die schulische und außerschulische Bildung in Berlin und Brandenburg. Er versteht sich als Wegweiser zu Online- und Fortbildungsangeboten, die zumeist Bezug zu den beiden Ländern haben, und er will die Vernetzung von Bildungsinstitutionen und -organisationen in Berlin und Brandenburg unterstützen. In der Rubrik „Unterricht“ werden neben Lehrplänen und anderen Informationen fächerspezifische Angebote gemacht. Für das Fach Geschichte bietet der Bildungsserver verschiedene Literatur- und Linklisten, etwa zu didaktischen Materialien, zu Bibliothekskatalogen und Zeitzeugenportalen. Aktuelle Veranstaltungen oder neue Publikationen werden prominent angekündigt und zu einzelnen historischen Themen jeweils eigene Materialsammlungen und weiterführende Links offeriert.

Cover des Heftes

Didaktisches Material

Geschichte betrifft uns: Deutschland im Fokus des Kalten Krieges

Dirk Zorbach

Deutschland im Fokus des Kalten Krieges aus der Reihe Geschichte betrifft uns thematisiert den Zeitraum von der Berlin-Krise 1948/49 bis zum NATO-Doppelbeschluss 1979. Dirk Zorbach portraitiert Deutschland als Hauptschauplatz des Kalten Krieges, in dessen Geschichte sich die Aufteilung der Welt in zwei Machtblöcke widerspiegelt. Das Heft für Lehrer/innen der Sekundarstufe 2 beinhaltet ein Einstiegsmodul zur Berlin-Blockade, einen Grundkurs zu atomarer Abschreckung, zu Propaganda und Feindbildern sowie Aufbaumodule zum Mauerbau und zu Abrüstung und Friedensbewegung. Ergänzend zu Analysen von Texten und Bildern finden sich handlungsorientierte Aufgaben in historischen Szenarien und Aufgaben zur Entwicklung eigener Produkte durch die Schüler/innen. Zudem bietet das Heft Vorschläge zur Gestaltung des Unterrichtsverlaufs, Folien und einen Klausurvorschlag. Zusätzliche Arbeitsmaterialien und Videofilme finden sich auf der beigefügten CD. Das Heft ist hier zu bestellen.

Didaktisches Material

Die Sowjetunion und Russland

Manfred Bormann | vom 14.08.2020

Im Wochenschau Verlag ist in der Reihe "Geschichtsunterricht praktisch" das Heft "Die Sowjetunion und Russland. 1922 bis heute" erschienen. Autor ist Dr. Manfred Bormann, Studiendirektor a.D. für Geschichte, Geografie, Politik sowie Pädagogischer Ausbilder am Studienseminar Braunschweig für das Lehramt an Gymnasien. Das 24 Seiten umfassende DIN A4 Heft gliedert sich in folgende Abschnitte: Die Konsolidierung der Sowjetunion und Neue Ökonomische Politik Herrschaft Stalins  Aufstieg zur Weltmacht Wirtschaft und Gesellschaft nach 1945 Russland nach dem Untergang der Sowjetunion Manfred Bormann ist eine hervorragende Zusammenstellung von Quellen, Statistiken und Abbildungen der unterschiedlichsten Art gelungen, die ein facettenreiches Bild der sowjetischen und russländischen Geschichte zeichnen.Kompetenzorientierte Aufgabenstellungen befördern einen differenzierenden Geschichtsunterricht. Durch den Aufbau und das Format des Heftes stehen Kopiervorlagen rasch und unkompliziert für die Vorbereitung bzw. den Einsatz im Unterricht zur Verfügung. 

Logo Haus der Bayerischen Geschichte

Online-Ressource | Didaktisches Material

Revolution! Bayern 1918/19

Im Jahr 2018 jährt sich die Novemberrevolution von 1918/19 zum 100. Mal. Dieses historische Ereignis führte zum Ende des Ersten Weltkrieges und zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich, wodurch der Weg frei war für die erste parlamentarische Demokratie Deutschlands - die Weimarer Republik. Das Land Bayern war das erste deutsche Land, das am 7. November 1918 die Monarchie stürzte. Kurt Eisner rief daraufhin den Freistaat Bayern aus, wodurch der Weg zur Demokratie für Bayern frei war. Diese junge Demokratie jedoch war bestimmt von Machtkämpfen zwischen Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten, wodurch eine stabile Regierung unmöglich war. Bayern wurde zu einem Experimentiergebiet der revolutionären Ideen. Mit dieser Thematik beschäftigt sich das Haus der Bayerischen Geschichte auf seinem Informationsportal „Revolution! Bayern 1918/19“. Das Portal stellt eine Vielzahl didaktischer Materialien rund um die Revolution in Bayern bereit. Das Angebot richtet sich besonders an Schulen und Lehrkräfte, die sich mit dem Revolutionsthema im Unterricht beschäftigen. Hierfür können Unterrichtsboxen mit umfangreichem Material zur Revolution 1918/19 in Bayern angefordert werden. Dem Nutzer stehen eine umfassende Plakatsammlung, Karikaturen, Quellenmaterial und Arbeitsblätter zur Verfügung. Die Materialien sind für Bildungseinrichtungen und alle Schularten in Bayern kostenlos. Auf der Website selbst werden PDF Dokumente für Methodentraining, Literaturlisten von Schriftstellern während der Revolution und Lehrerhandreichungen zum Methodentraining als Download bereitgestellt. Die Ausstellungsposter können bestellt und in Schulen als kleine Ausstellung aufgehangen werden, für eigene Erarbeitungen zum Thema können zusätzlich blanko Plakate mitgeliefert und in die Ausstellung integriert werden. Zusätzlich zu den didaktischen Materialien zur Revolutionszeit bietet die Website umfassende Informationen zur Geschichte Bayerns. Die Website bietet eine Portalübersicht an, die sich mit Themen rund um Bayern und seine Geschichte beschäftigen. Dadurch sind Informationen zur Zeit der NS-Zeit, Zeitzeugendokumente, zur Geschichte des bayerischen Parlaments seit 1819, der deutschen Nachkriegsgeschichte abrufbar. Unter der Kategorie „Ausstellungen“ finden Nutzer Informationen über aktuelle und geplante Ausstellungen. Über den Reiter „Laden“ können Informationsmaterialien direkt im Shop bestellt werden. Unter der Rubrik „Das Haus“ stellt sich das Haus der bayerischen Geschichte vor und informiert über seine Entstehung, Entwicklung und Aufgaben.  

Cover der Abi Box Geschichte "Krisen, Umbrüche und Revolutionen", Brinkmann.Meyhöfer

Didaktisches Material

Die russischen Revolutionen von 1917

Arne Borstelmann, Axel Ehlers, Friedrich Hoche, Kay Siecken, Michael Spiertz

Das Wahlmodul 4 in der Abi-Box Geschichte Krisen, Umbrüche und Revolutionen behandelt die Oktoberrevolution und ihre Folgen. Die soziale Schichtung in Russland zu Beginn des Ersten Weltkrieges wird genauso thematisiert wie Ursachen, Verlauf und Folgen der Revolution, Lenins April-Thesen, die Grundsatzerklärung der Provisorischen Regierung im März 1917 und die Gründe für den Sieg der Roten Armee am Ende des russischen Bürgerkrieges. Ein Kapitel befasst sich mit dem Rätesystem und am Ende des Moduls bietet eine Zeitleiste einen Überblick über den Ablauf der Ereignisse. Das Wahlmodul zu den russischen Revolutionen von 1917 ist Teil der Abi-Box Geschichte Krisen, Umbrüche und Revolutionen, die für das erste Halbjahr der Abiturjahrgänge 2018 und 2019 in Niedersachsen konzipiert ist. Neben dem Schülerarbeitsbuch ist außerdem eine Lehrermappe erhältlich mit Unterrichtsvorbereitungen, Klausuren sowie Lösungen für die Aufgaben im Schülerarbeitsbuch.

Screenshot des Lehrfilms "Die Sowjetunion unter Stalin 1924 - 1945"

Lehrfilm

Die Sowjetunion unter Stalin 1924 - 1945

Dieser Lehrfilm ist der zweite Teil der Reihe Konflikte in Europa. Er zeigt, wie Stalin die Sowjetunion mit eiserner Hand von einem rückständigen Agrarland in eine Weltmacht verwandelt. Nach dem Tod Lenins 1924 beginnt in der jungen Sowjetunion ein unerbittlicher Machtkampfes um das politische Erbe. Zwei Rivalen stehen sich hasserfüllt gegenüber: Josef Stalin und Leo Trotzki. Stalin schafft es, zunächst die Macht Trotzkis durch eine Verleumdungskampagne zu schwächen, um ihn anschließend nach Sibirien deportieren zu lassen. Als Generalsekretär der Kommunistischen Partei durchsetzt Stalin das Zentralkomitee mit seinen Anhängern und vertreibt nach und nach seine Gegner aus den höheren Parteipositionen. So wird Stalin im Jahr 1927 zum Alleinherrscher über die UdSSR. Anhand historischer Aufnahmen zeigt der Film, wie Stalin mit seiner Machtversessenheit und Brutalität zum totalitären Diktator aufsteigt und wie er das erste sozialistische Land zu einer industriellen und militärischen Großmacht transformiert. Der Lehrfilm und das dazugehörige Begleitmaterial richten sich an Schüler der Mittel- und Oberstufe.

1917: Die Revolutionsrevue

Theaterstück

1917: Die Revolutionsrevue

Im Frühjahr 1917 glich das zaristische Russland einem Pulverfass. Die Menschen starben zu tausenden, an der Kriegsfront vor allem wegen inkompetenter Offiziere, in der Heimat an Hunger. Nach der Februarrevolution endete die Herrschaft des Zaren, das Regime der Bolschewiken unter Lenin begann nach der Oktoberrevolution. Nachdem Regisseur Tom Kühnel bereits die französische Revolution auf die Bühne gebracht hat, inszeniert er nun in seiner Revolutionsrevue das Epochenjahr 1917 in Russland. Vom anschließenden jahrelangen Bürgerkrieg der sozialistischen „Roten“ gegen die zaristischen „Weißen“ schlägt er die Brücke zur Genese der sowjetischen Supermacht, deren Untergang und heutigen Überreste.Die HAZ findet die aufwändige Inszenierung des Stücks bemerkenswert: Die zentralen Figuren Lenin, Stalin oder Trotzki sind durch die hervorragende Arbeit der Maskenabteilung leicht zu erkennen, das Bühnenbild zeigt den Zarenpalast, das Lenin-Mausoleum, einen roten Traktor inmitten einer Kolchos-Musical-Szene oder auf einer riesigen Leinwand Ausschnitte aus historischem Filmmaterial, in das die Schauspieler und Schauspielerinnen sogar mittels Green-Screen-Technik hinein kopiert werden.Mit gesungenen oder modern interpretierten Texten von Marx, Lenin, Trotzki und anderen Sozialisten werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die letztlich wieder in die Neuzeit zurückführen. Denn obwohl heutige Revolutionen eher technischer als gesellschaftlicher Natur sind, existiert der "Traum vom guten Leben für alle" auch noch hundert Jahre später.

Cover des Buches "Geteiltes Deutschland: Handlungsorientierte Ideen", Persen Verlag

Didaktisches Material

Geteiltes Deutschland: Handlungsorientierte Ideen

Sebastian Barsch

Die online erhältlichen Arbeitsblätter Geteiltes Deutschland: Handlungsorientierte Ideen enthalten Anregungen für handlungsorientierte Unterrichtsaktivitäten. Sie fokussieren sich besonders auf die Ebenen Methoden- und Urteilskompetenz und fördern das Entwickeln und Begründen von Meinungen und Einstellungen. Inhalte der handlungsorientierten Aufgabenstellungen sind u.a.: Zeitzeugeninterviews, historische Quellenarbeit und Filme als Reflexionsanlass. Geteiltes Deutschland: Handlungsorientierte Ideen ist ein Download-Auszug aus dem Originaltitel Zeit des geteilten Deutschlands - einfach & klar des Autors Sebastian Barsch. Die kurze Unterrichtseinheit kann auf dem Computer gelesen werden, aber auch einfach auf DIN-A4-Größe ausgedruckt und direkt als Kopiervorlage genutzt werden. Abstrakte Zusammenhänge werden in den Arbeitsblättern speziell für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf einfach, konkret und anschaulich aufbereitet.

Cover des Themenhefts

Didaktisches Material

Zeiten und Menschen - China - Der Weg vom Kaiserreich zur Moderne

Friedrich Wilhelm Bratvogel

China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Der Werdegang vom Kaiserreich, das mit Unterbrechungen 2132 Jahre lang bestand, bevor es am 1. Januar 1912 zur Ausrufung der chinesischen Republik durch den Revolutionär Sun Yat-sen kam, steckt voller Details früherer und moderner historischer Ereignisse. Am 1. Oktober 1949 proklamierte Mao Zedong in Peking die Volksrepublik China und errichtete einen kommunistischen Staat. Mit diesem Datum endete nach chinesischer Lesart auch das „Jahrhundert der Schande“, doch die Außenpolitik jener Zeit war von Isolation, besonders dem chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis geprägt. Der Autor Dr. Friedrich Bratvogel, der selbst als Direktor des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums in Lemgo 15 Jahre lang Geschichte lehrte, hat mit diesem Themenheft ein aufschlussreiches Lehrwerk für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II. geschaffen, das einen kompakten Überblick über die Dynastien, das Ende der Monarchie und den Weg zur Volksrepublik China gibt.

Logo der Victims of Communism Memorial Foundation

Politische Bildung

Victims of Communism Memorial Foundation, Washington D.C., USA

Die 1994 ins Leben gerufene amerikanische Victims of Communism Memorial Foundation ist eine nicht-gewinnorientierte Organisation mit Sitz in Washington DC. Sie verfolgt die Absicht, aktuelle und zukünftige Generationen über Ideologie, Geschichte und Vermächtnis des Kommunismus aufzuklären. Sie verleiht jährlich die Truman-Reagan Medal of Freedom, die den Einsatz für Frieden und Demokratie und Opposition gegenüber dem Kommunismus und anderen Formen der Diktatur auszeichnet. Sie betreibt u.a. die Webseiten „Virtual Exhibits on Communism“ und „The Gulag Museum of Communism“, die einen interaktiven Zugang zum Thema erlauben. Auf ihrer eigenen Website stellt die Organisation mit dem „Witness Project“ Zeitzeugenberichte aus kommunistischen Regimes weltweit in Videoform bereit. Die Victims of Communism Memorial Foundation organisiert zudem Veranstaltungen und stellt Material für schulische Bildung zum Kommunismus zur Verfügung. Die Stiftung gab 2014 den Highschool-Lehrplan "Communism. Its ideology, its history, and its legacy" heraus, der von Prof. Paul Kengor und Dr. Lee Edwards verfasst wurde. Eine dem Lehrplan entnommene Beispiellektion mit dem Titel "Stalin and the Soviet Union" kann online eingesehen werden.

Seite "Russland, die UdSSR und ihre Nachfolgestaaten" des Tiroler Bildungsservice

Onlinedossier

Russland, die UdSSR und ihre Nachfolgestaaten

Dieter Draxl

Das Dossier auf dem Tiroler Bildungsserver zur Geschichte Russlands und der UdSSR bietet eine sehr gute und ausführliche Zusammenfassung der Thematik und viele für die Bildungsarbeit verwendbare Links. Auf den Unterseiten des Dossiers wird die Geschichte der Oktoberrevolution 1917, die Genese der Sowjetunion, der Stalinismus und viele andere Themen behandelt. Die Stärke des Dossiers liegt vor allem darin, dass es auch immer eine sozial- und kulturgeschichtliche Perspektive integriert. In Kapiteln zu Vodka, Religion, Architektur und Erinnerung wird der Blick geweitet. Das Portal richtet sich an Lehrkräfte und verfolgt das Ziel, neue Medien mehr im Unterrichtsgeschehen zu integrieren.  

Screenshot des Webportals "Lernen aus der Geschichte"

Magazin | Didaktisches Material

LaG-Magazin: Der "Große Terror" in der Sowjetunion

Agentur für Bildung - Geschichte. Politik und Medien (Hrsg.)

Das monatlich von der Agentur für Bildung - Geschichte. Politik und Medien herausgegebene LaG-Magazin enthält zu einem jeweiligen Schwerpunkt Diskussionsbeiträge, Berichte aus der Praxis und Rezensionen von Materialien für die Bildungsarbeit. Es informiert über zeitgemäße historisch-politische Bildung und deren theoretische Bezüge. Die Ausgabe vom 29. März 2017 beschäftigt sich mit dem „Großen Terror“ der stalinistischen Sowjetunion, der sowohl im schulischen Lernen als auch in der außerschulischen Bildungsarbeit wenig behandelt wird. Die Diskussionsbeiträge von Christoph Jünke, Wladislaw Hedeler und Marcel Bois führen in das Thema ein, gefolgt von Materialien und Fachbüchern, die die Redaktion zur weiteren Vertiefung und zur Verwendung im Schulunterricht empfiehlt. Die vorliegende Ausgabe des Magazins wurde durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Screenshot des Histoproblogs

Blog

Histoproblog – Geschichte macht Schule

Manfred Pretz (Hrsg.)

Der nichtkommerzielle Histoproblog wird von Manfred Pretz, Studienrat am Gymnasium Renningen, herausgegeben und stellt eine Lernplattform für das Fach Geschichte dar. Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte können sich hier über den Unterrichtsstoff von Klasse 6 bis 10 informieren. Für jede Klassenstufe werden Themen aufgeführt, zu denen sich Zusammenfassungen und Zeitleisten finden und von denen aus weiterführendes Material zugänglich ist. Für Schüler stellt der Blog eine Ergänzung zum Geschichtsunterricht dar, er bietet auch Informationen zur Vorbereitung von Klassenarbeiten und Prüfungen. Geschichtslehrer können in der Kategorie „Allgemein“ Unterrichtsmaterial, Leselisten, didaktische Hinweise und darüber hinausgehende Onlineangebote abrufen. Die Leselisten, Buchrezensionen und Themenüberblicke in dieser Kategorie sind ebenso für Studierende und Interessierte anregend.

Cover der Arbeitsblätter "Die Russische Revolution 1917", Kohl Verlag

Didaktisches Material

Die Russische Revolution 1917

Friedhelm Heitmann

Nach einer kompakten Einleitung zu den Themen "Zarenherrschaft" und "Bevölkerung und Gesellschaft in Russland um 1913", setzt sich das Lehrwerk von Friedhelm Heitmann intensiv mit der Februarrevolution und der Oktoberrevolution 1917 auseinander. Behandelt werden dabei sowohl die Vorgeschichte, als auch die Auswirkungen der beiden kurz hintereinander folgenden Ereignisse, die in der Praxis die sozialistische/kommunistische Bewegung auslösten. Auch Lenin, der als Politiker und Revolutionär eine zentrale Rolle in den damalig vorherrschenden Geschehnissen spielt, wird unter der Fragestellung "Lenin - wer war das?" thematisiert. 1903 gründete er eine eigene Fraktion in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands, die Bolschewiki, die spätere Kommunistische Partei Russlands. Auf die Parolen und die Herrschaft der Bolschewisten, die weitere innen- und außenpolitische Entwicklung Russlands und Meinungen über Lenin, geht das Werk ausführlich ein und bietet Arbeitsblätter in Form von Kopiervorlagen, die neben vielfältigen Informationen auch zwei Tests zur Thematik beinhalten.

Ein Ausschnitt aus der "Weltkarte des Kommunismus" © Hans Antonius

Kunstwerk

Weltkarte des Kommunismus

Dai Hua (代化)

Im Auftrag des Kunstfests Weimar 2017 fertigte der in Peking geborene Künstler Dai Hua (代化) eine „Weltkarte des Kommunismus“ an, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Russischen Revolution an der Außenfassade des Kasseturms in Weimar ausgestellt wurde. Das Kunstwerk illustriert den Aufstieg der kommunistischen Idee und die Etablierung kommunistischer Systeme im 20. Jahrhundert mit ihren Siegen und Niederlagen. Die besonders farbenfrohe Darstellung entspringt der Verwendung von Pixeln (Bildpartikel), die der Künstler zu großen Panaromabildern zusammensetzt. Dai Hua greift historische Ereignisse auf und arrangiert seine Bilder in einer Weise, die an frühe Computerspiele, aber auch an Parteipropaganda erinnert. Er hat mit Werken wie „I Love Beijing’s Tiananmen“ (2006) und „Birth and Destruction“ (2008) bereits sein Geschick in der Illustration der Geschichte von Nationen und politischen Ideen bewiesen. Die „Weltkarte des Kommunismus“ wurde im Rahmen des von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vielfach geförderten Kunstfest Weimars 2017 am Kasseturm Weimar sowie in der ACC Galerie ausgestellt.

Screenshot des Projekts auf br.de

Messenger-Projekt

Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern

vom 14.10.2018 | bis zum 21.02.2019

Bei "Ich, Eisner! 100 Jahre Revolution in Bayern" handelt es sich um ein Storytelling-Projekt des Bayerischen Rundfunks. Über die Nachrichtendienste WhatsApp, Telegram und Instagram werden mehrfach die Woche Informationen zu Ereignissen der Novemberrevolution verschickt, die Abonnentinnen und Abonnenten auf ihren Handys empfangen können – jeweils am 100. Jahrestag dieser Ereignisse. "Absender" der Nachrichten ist Kurt Eisner, Anführer der Revolution 1918 und erster Ministerpräsident Bayerns. Leserinnen und Leser erhalten einen detaillierten Einblick in die Revolution 1918/19 aus Eisners Perspektive; einige Nachrichten beinhalten darüber hinaus Audio-, Video- und Bildmaterial. Der Inhalt der Nachrichten ist extrem vielseitig und orientiert sich eng an Originaltexten wie Zeitzeugenberichten, Protokollen der Ministerratssitzungen sowie Eisners eigenen Texten und Reden. Die erste Nachricht wurde am 14. Oktober 2018 verschickt, dem Jahrestag von Eisners Entlassung aus der Haft in Stadelheim. Bis zu seiner Ermordung im Februar 1919 wird sich Eisner täglich zu Wort melden. Alle bisher verschickten Nachrichten können online eingesehen werden. Die wichtigsten Personen der Revolution und die wichtigsten Begriffe werden in einem online verfügbaren Glossar erklärt.  

Screenshot des Trailers zum Medienpaket "Kommunismus. Zwischen Ideologie und Realität"

Didaktisches Material

Kommunismus. Zwischen Ideologie und Realität

Das Medienpaket Kommunismus. Zwischen Ideologie und Realität setzt sich aus Lehrfilmen, Reportagen, Soundcollagen, Fotostrecken und pädagogischem Begleitmaterial zusammen. In den Lehrfilmen werden beispielsweise wichtige Begriffe, Strömungen und Persönlichkeiten des Kommunismus erklärt und dessen Geschichte sowie Kritikpunkte beleuchtet. Anhand alltagsnaher Reportagen wird aufgezeigt, wie kommunistische Grundideen noch heute im Denken vieler Menschen eine Rolle spielen, unter anderem am Beispiel einer Wohngemeinschaft oder eines Pfadfinderlagers. Das Zusatzmaterial beinhaltet klassische Arbeitsblätter, Diskussionsfragen und Übungen, aber auch interaktive Aufgaben zur Bearbeitung am PC, Tablet oder am interaktiven Whiteboard. Das Medienpaket Kommunismus. Zwischen Ideologie und Realität ist konzipiert für Schüler der Mittelstufe.

Screenshot des Lehrfilms "Die Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert"

Lehrfilm

Die Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert. Vom Kaiserreich zur Volksrepublik

History Vision

Dieser Lehrfilm zeigt die politische und gesellschaftliche Entwicklung Chinas vom Untergang der letzten Dynastie über Mao Zedongs Kulturrevolution bis zum Tod des Diktators im Jahr 1976. Am Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Kaiserreich China zerrüttet von einer miserablen wirtschaftlichen Lage und einem korrupten Staatsapparat. So bildet sich eine Opposition, die den Kaiser schließlich zwingt abzudanken. Am 1. Januar 1912 wird China zur Republik, womit das 2000-jährige Kaiserreich endet. Als Gegengewicht zur konservativen Regierungspartei Guomindang und inspiriert von den Lehren Marx', Engels' und Lenins, gründet sich die Kommunistische Partei Chinas. Nach vielen Jahren des Bürgerkrieges erringt diese unter der Führung Mao Zedongs die Macht im Land. Im Jahr 1949 ruft Mao die kommunistische Volksrepublik China aus. Während seiner Herrschaft setzt er verschiedene politische Aktionen, die sogenannten Kampagnen, in Gang, die das Land modernisieren und den Kommunismus fördern sollen, die aber auch viele Opfer fordern. Der Lehrfilm ist für Schüler der Mittel- und Oberstufe geeignet.

Logo des Vereins Gegen Vergessen - Für Demokratie

Politische Bildung

Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie widmet sich der historischen Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen und setzt sich für die Förderung von Demokratie und politischer Teilhabe ein. Anlass zu seiner Gründung 1993 waren die rassistischen und fremdenfeindlichen Ausschreitungen Anfang der 1990er-Jahre. Mit Vorträgen, Zeitzeugengesprächen, Ausstellungen, Schülerprojekten und Gedenkstättenfahrten will Gegen Vergessen – Für Demokratie die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und an das Unrecht des SED-Regimes wachhalten und zur Auseinandersetzung mit politischem Extremismus in der Gegenwart anregen. Der überparteiliche Verein vermittelt sowohl Informationen als auch Ansprechpartner zur Unterstützung in der politischen Bildungsarbeit. Nicht zuletzt tragen die mehr als 2 000 Mitglieder in 28 Regionalgruppen und Sektionen dazu bei, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern.

Zeitzeugenportal

Kogu Me Lugu!

Estonian Institute of Historical Memory

Kogu Me Lugu (Sammlung unserer Geschichte/Unsere ganze Geschichte) ist ein estnisches Zeitzeugenportal. Die Website ging am 14. Juni 2013 online und wird vom Estonian Institute of Historical Memory betrieben. Auf der Website finden sich weltweit gesammelte Videointerviews mit estnischen Zeitzeugen, die anhand ihrer Biografien und Lebensgeschichten ihre Erfahrungen mit Faschismus, Nationalsozialismus, Kommunismus und Demokratie im 20. Jahrhundert teilen. Das Portal folgt dem Ansatz, dass die estnische Geschichte immer auch die individuellen kulturellen und regionalen Erinnerungen sowie das Familiengedächtnis integrieren muss. Zu den berichteten Diktaturerfahrungen der Zeitzeugen lässt sich auf der Website auch umfangreiches didaktisches Material finden. Die Plattform möchte in der estnischen Öffentlichkeit und darüber hinaus ein Bewusstsein für die individuellen Diktaturerfahrungen der estnischen Bevölkerung schaffen. Die Seite ist auf Russisch, Englisch und Estnisch verfügbar.

Logo SwissEduC Unterrichtsmaterialien

Didaktisches Material

SwissEduc Geschichte

SwissEduc bietet kostenfrei Unterrichtsmaterialien für verschiedene Fächer ab der Sekundarstufe, die von Lehrern zusammengestellt und für die nichtkommerzielle Verwendung aufbereitet wurden. Neben dem didaktischen Material werden auch Hintergrundinformationen, Literatur- und Veranstaltungshinweise vermittelt. Ein Schwerpunkt sind Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter und Aufgaben für Schüler und Schülerinnen zu verschiedenen Themen der modernen Geschichte. Die Lerneinheit zum Kalten Krieg enthält z. B. eine Einführung zum Thema in Form einer Power Point Präsentation. Zusatzinformationen und Videoclips stehen ebenfalls zur Verfügung. Außerdem können Tests heruntergeladen werden, mit denen die Schüler ihr Wissen spielerisch überprüfen können. Die einzelnen Bestandteile des Materials können modifiziert und der jeweiligen Unterrichtssituation angepasst werden.

Logo der Sofia Platform

Politische Bildung | Aufarbeitungsinitiative

Sofia Platform, Sofia, Bulgarien

Die Sofia Platform wurde 2011 im Kontext des „Arabischen Frühlings“ gegründet und hat das erklärte Ziel, Schulungen und Räume für den Austausch von Wissen und Erfahrungen für Länder in Europa und Nordafrika, die sich im Übergang zur Demokratie befinden, bereitzustellen. Als weitere Zielsetzung nennt die Sofia Platform die Förderung der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit Bulgariens mit den Methoden des historischen Dialogs und der politischen Bildung. Die Organisation veranstaltet zahlreiche internationale Projekttage, die Vertreter der Politik und Wirtschaft mit jüngeren Generationen vernetzen und stellt Materialien wie einen Bildungskatalog und Zeitzeugeninterviews zur Verfügung.

Cover der Kurshefte Geschichte: Die Russische Revolution und die Sowjetunion

Didaktisches Material

Die Russische Revolution und die Sowjetunion

Martin Grohmann

Mithilfe anschaulicher Bilder und Fakten vermittelt "Kurshefte Geschichte: Die Russische Revolution und die Sowjetunion" die Geschichtskultur einer Weltmacht. Neben einer Einführung in die übergeordneten Themen Russische Revolution, die Sowjetunion und Russland heute, beschäftigt sich das Lehrbuch mit dem Zarenregime in der Krise, den Folgen der Revolution und dem Sowjetkommunismus nach 1945. Beschrieben werden die Grundzüge der russischen Gesellschaft und des autokratischen Machtstaates, sowie die Sowjetunion unter Stalin und in der Zeit des Kalten Krieges. Das Werk eignet sich insbesondere für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II und sorgt dank weiterführenden Arbeitsanregungen, Kompetenzchecks, sowie Vertiefungs- und Sonderseiten für die Vorbereitung auf das Abitur.

Screenshot des Lexikoneintrags

Lexikon | Website

Kommunismus und Sozialismus

Britta Pawlak

Das Kinder- und Jugendportal helles-koepfchen.de ist ein Netzwerk, das Wissensartikel, aktuelle Nachrichten und Onlinespiele anbietet, um das Interesse junger Menschen für gesellschaftliche, politische, kulturelle und naturwissenschaftliche Themen zu wecken bzw. zu vertiefen. Der in einfacher und verständlicher Sprache formulierte Lexikonartikel zum Thema Kommunismus und Sozialismus geht auf die Herkunft der Begriffe ein sowie auf den historischen Kontext der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, als die Idee des Kommunismus an Zuspruch gewann. Über Karl Marx und die Oktoberrevolution in Russland wird der Bogen bis zur DDR gespannt, an deren Beispiel die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im real existierenden Sozialismus aufgezeigt wird.

Cover der Geschichte lernen Ausgabe "Russische Revolution"

Fachzeitschrift | Didaktisches Material

Geschichte lernen: Russische Revolution

Friedrich-Verlag (Hrsg.)

Zum 100. Jahrestag der „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ thematisiert das Geschichte lernen Heft den Mythos der revolutionären Prozesse in Russland 1917 und bietet Materialien und Ansätze für den Geschichtsunterricht. Das Heft zeichnet die Machtergreifung der Bolschewiki und den darauf folgenden jahrelangen Bürgerkrieg nach und analysiert die mit dem Thema verbunden Feindbilder und Vorurteile. Mit Arbeitsblättern für die Sekundarstufe I und II sollen den Schülern die Ursachen, der Verlauf und die globalen Konsequenzen des Systemwechsels in Russland näher gebracht werden. Enthalten ist ebenso ein „Zeitleisten-Spiel“, das spielerisch die zentralen historischen Daten und Ereignisse vermitteln soll. Neben diesen Praxisbeigaben bietet das Heft auch einen aktuellen Forschungsstand sowie thematische Literatur-, Ausstellungs- und Webtipps.Das Schwerpunktheft kann im Online-Shop des Friedrich Verlags bezogen werden. Für den Unterricht empfiehlt das Heft die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum herausgegebene Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“.

Russland und Sowjetunion im 20. Jh.  Von der Großmacht zur Weltmacht, Screenshot vom Buchcover

Didaktisches Material

Russland und Sowjetunion im 20. Jahrhundert

Dirk Hoffmann, Sylvia Hoffmann-Mosolf

Ausgehend von der Fragestellung, ob Russland als Großmacht oder Weltmacht gesehen werden kann, beschreibt das Lehrwerk das zaristische Russische Reich vor dem Ersten Weltkrieg, die damalig vorherrschenden politischen Strukturen und den wirtschaftlich-gesellschaftlichen Wandel.Des Weiteren bezieht sich das Buch auf Russland im 19. Jahrhundert: Reformen und Reformblockaden, Widerstände und die Revolution von 1905, einschließlich die Erschütterung der Autokratie finden dabei gleichermaßen Beachtung, wie die Betrachtung der Sowjetunion bis 1945. Inhaltlich geht es auf das totalitäre System unter Stalin ein und beschreibt seine „Mobilisierungsdiktatur“ durch Terror und Loyalitätsbildung. Auch der Mythos um Stalin selbst, die verschiedenen Stationen seines Wirkens und die Facetten des Personenkults um den einstigen Diktator, der im Rahmen politischer „Säuberungen“ mehrere Millionen vermeintliche und tatsächliche Gegner verhaften, in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten ließ, werden nicht außer Acht gelassen.